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Diskutiere Geheimnisse der modernen Schachstrategie im Training Bereich; Kennt jemand von euch das Buch "Geheimnisse der modernen Schachstrategie" (Fortschritte seit Nimzowitsch) von John Watson. Ist meiner Meinung nach einer der besten Bücher die ...
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| | #1 |
| Geheimnisse der modernen Schachstrategie Kennt jemand von euch das Buch "Geheimnisse der modernen Schachstrategie" (Fortschritte seit Nimzowitsch) von John Watson. Ist meiner Meinung nach einer der besten Bücher die je geschrieben wurden. Jeder von euch sollte eigentlich das Buch "Mein System" von Aaron Nimzowitsch kennen. Dieses Buch ist aber auch nicht mehr das jüngste und deswegen hat John Watson ein neues Buch verfasst, das genauso aufgebaut ist wie "Mein System" nur halt mit neuen Methoden und Verbesserungen von Nimzowitschs damaligen Denken. Also wenn ihr "Mein System" wirklich durch gearbeitet habt, solltet ihr euch auf jedenfall "Geheimnisse der modernen Schachstrategie" kaufen und wenn ihr "Mein System" noch nicht durchgearbeitet habt, dann auch. | |
| | #2 |
| Geheimnisse der modernen Schachstrategie Also ich kenne das Buch, habe es durchgelesen und kann eine Kaufempfehlung dafür aussprechen. Es bietet eine gute Übersicht über schachstrategische Themen. Dazu enthält es gute, weil gut kommentierte, Beispiele. | |
| | #3 |
| Geheimnisse der modernen Schachstrategie Hi Das Buch interessiert mich schon aber es wird mit Aaron Nimzowitsch's mein System verglichen und ich weiß das das ein Buch ist für was man eiin guter und erfahrener SPieler ist und deshalb hab ich mich noch nicht gewagt es mir zu kaufen. Meine Frage lautet würde mir mit meinen knapp 1500 es etwas bringen dieses buch zu kaufen ??? | |
| | #4 |
| Mein System würde ich fast außnahmelos jedem Schachspieler empfehlen. Nur für blutige Anfänger ist das vielleicht noch nix, aber mit deinen 1500 sollte das Buch auf jeden Fall sehr interessant für dich sein! ![]() Grüße, David ![]() | |
| | #5 | |
| Geheimnisse der modernen Schachstrategie Zitat:
Also ich denke, mit 15xx kann man das Buch schon lesen, alles verstehen wird vielleicht schwer. Vorher solltest Du aber in jedem Fall "Mein System" und im Idealfall auch "Die Praxis meines Systems" gelesen haben. | ||
| | #6 |
| Geheimnisse der modernen Schachstrategie | |
| | #7 |
| Geheimnisse der modernen Schachstrategie Ich habe das Buch auch gelesen. Und ich muß sagen, ich fand es durchaus nicht so gut, wie im allgemeinen behauptet wird. Die tragende These - "Modernes Schach ist regelunabhängig" - wird so sehr breitgetreten, daß der Leser irgendwann anfangen muß, sich zu langweilen. Das Buch behandelt zahlreiche strategischen Einzelthemen und hat seine Stärken in einigen gelungenen Partiekommentierungen. Es ist aber kein Lehrbuch, wie Watson selbst im Vorwort betont. Und als Lehrbuch wäre es auch ziemlich mißlungen: eben weil die These mit der Regelunabhängigkeit den armen Watson doch ein wenig krank gemacht hat. Beim Schreiben denkt er zwanghaft immer den folgenden Gedanken: DU DARFST KEINE VERALLGEMEINERUNGEN MACHEN! DU DARFST KEINE VERALLGEMEINERUNGEN MACHEN! DU DARFST KEINE VERALLGEMEINERUNGEN MACHEN! ... (usw.) Also macht er keine Verallgemeinerungen. Sondern Einzelbeobachtungen. Die einzige Verallgemeinerung, die er manchmal ausspricht, ist - das kann man nun wohl leicht erraten - diese: "Du darfst keine Verallgemeinerungen machen." Bei alledem scheint mir, daß Watson nicht richtig versteht, was "Regeln" bzw. "Verallgemeinerungen" im Schach eigentlich sind und wozu sie nütze sind. Niemand vor Watson (und niemand vor der angeblichen Erfindung des "regelunabhängigen" modernen Schachs in den 1950er Jahren) hat jemals geglaubt, daß eine Regel wie "Türme gehören auf offene Linien" ausnahmslos gültig ist. Und niemand hat je geglaubt, daß, wenn man ALLE Regeln kennt und berücksichtigt, der richtige Zug logisch ableitbar wäre - daß also das strategische Regelsystem des Schachspiels ein Algorithmus der Zugfindung ist. Das alles hat NIEMAND geglaubt. Also, was ist denn eigentlich das Neue bei Watson? Oder anders: Was ist das Neue im modernen Schach, wenn Watson Recht hat? Ich zumindest weiß es nicht, obwohl ich dieses Buch von Anfang bis Ende durchgelesen habe. Und ich vermute, Watson weiß es auch nicht. Man kann natürlich irgendwelche Schlagwörter verwenden, um die von Watson behauptete Modernisierung des Schachspiels zu beschreiben: Moderne Großmeister gehen "konkreter" an eine Stellung heran, sie denken "vorurteilslos", ihre Entscheidungen sind "regelunabhängig" usw. Wer sich mit solchen Phrasen zufrieden gibt, dem kann das Buch natürlich empfohlen werden. Aber heißt das WIRKLICH, daß die strategischen Regeln für den Mülleimer sind? Heißt es nicht vielmehr, daß wir ihren Status - d.h. ihren Wert fürs schachliche Denken bei sehr starken Spielern - noch nicht richtig verstanden haben? Wem daran gelegen ist, diesen Status besser zu verstehen, dem wird Watson nicht weiterhelfen können. Übrigens erinnere ich mich an ein Interview mit Kasparov (ich glaube, es war auf www.chesscafe.com), in dem er sich SEHR abfällig über das Watson-Buch geäußert hat. Was den Leserkreis dieses Buches angeht: Ich würde sagen, damit das Buch mehr nützt als schadet, sollten die Leser sehr fortgeschritten sein; vielleicht 2200+. Aber ich schätze mal, das ist die Minderheitsmeinung in dieser Angelegenheit ... | |
| | #8 |
| Geheimnisse der modernen Schachstrategie Zu dem Buch gibt es doch schon einen Post... Ich habe das Buch immer noch rumliegen, und mein Kritikpunkt ist weiterhin, dass die Analysen einer Überprüfung nicht standhalten, damit wird der theoretische Überbau zu heisser Luft. Und wenn dieses Buch für 2200+ Spieler sein soll, frage ich mich, ob ein Durchschnitts-IM nur knapp schlechteren Spielern soviel beizubringen vermag. | |
| | #9 | |
| Geheimnisse der modernen Schachstrategie Zitat:
Ich habe das Buch ja auch nicht für Spieler 2200+ empfohlen. Ich sage nur: bei der Zahl kann es zumindest nicht schaden, wenn man es liest. Ob es bei einer niedrigeren Zahl was nützt, weiß ich nicht. Ich würde es jedenfalls kein zweites Mal lesen. | ||
| | #10 |
| Geheimnisse der modernen Schachstrategie Danke für den Literaturtipp. Ich möchte nur anmerken: Ich halte die Bücher von Nimzowitsch für extrem gefährlich. Ich selber habe aus "Die Praxis meines Systems" mit großem Vergnügen seine Partie gegen Hakansson nachgespielt und habe mir gedacht, so, das mache ich auch mal so... gegen einen schwächeren Spieler. Ich wurde zerfetzt wie selten... und der Mann hat noch nicht mal die Theorie gekannt, sondern einfach hausverständig gespielt. Nimzowitsch hatte, ähnlich wie Steinitz, und ähnlich wie frühe Genies in anderen Wissenschaften (Paracelsus, Freud...) viele brilliante Ideen, aber es war auch viel Mist dabei. Und den ungefiltert auf Anfänger loszulassen, halte ich für schädlich - zumindest nicht den besten und schnellsten Lernweg. | |
| | #11 | |
| Geheimnisse der modernen Schachstrategie Zitat:
Aber das spricht natürlich nicht dafür, daß ein Anfänger ausgerechnet zu diesem Buch von Watson greifen sollte ... | ||
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