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Schach und Betrug - Skandal in Frankreich

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Alt 26.03.2011, 18:40   #141
UfukTuncer
AW: Schach und Betrug - Skandal in Frankreich

Zitat:
Zitat von Gelegenheitspatzer Beitrag anzeigen
Werter Herr Tuscher:
Bitte richtig zitieren. Dann hören vielleicht auch andere Leute mit mutwilligen Verhunzungen ihres Names auf ...


Und die Schacholympiade ist definitiv niedrig dotiert.
Es gibt genügend kleine Amateurturniere mit (relativ) höheren Preisgeldern.

Wenn es um die Preisgelder in Open geht dann ist wohl das Turnier in Bosnien das Beste was es so gab?!

Mir geht es um den Aufwand usw. und da kann man nicht von niedrig reden. Es ist eine Olympiade und da geht es mehr als um Preisgeld usw.!
 
Alt 26.03.2011, 20:16   #142
Bayersmann
AW: Schach und Betrug - Skandal in Frankreich

Zitat:
Zitat von hupsibo Beitrag anzeigen
Ich würde eine lebenslange Sperre im Schach nicht mit strafrechtlichen Tötungsdelikten oder Körperverletzungen vergleichen.
Niemand hat eine Sperre mit einem Delikt verglichen.

Ich habe lediglich aufgezeigt, wo es "lebenslänglich" geben kann und dass es das deswegen bei einem Vergehen im Schachsport nicht geben sollte.

Zitat:
Zitat von hupsibo Beitrag anzeigen
Das grenzt ja schon an Idiotie.
Das gilt für deinen Beitrag, ja.
 
Alt 26.03.2011, 23:26   #143
Gast2380
AW: Schach und Betrug - Skandal in Frankreich

Zitat:
Zitat von Gelegenheitspatzer Beitrag anzeigen
Und wo ist die Grenze?
Welche Art von Betrug sollte man wie hart ahnden?

Computerbetrug an einem Brett eines niedrig dotierten Turnieres ist also deiner Meinung nach lebenslange Sperre.

- Was ist mit dem Angeben falscher Ratingzahlen um Ratingpreise abzustauben?
- Was ist mit unsportlichem Verhalten bei einem Regionalturnier? (z. Bsp. Züge zurücknehmen und wenn der Gegner erbost den Schiedsrichter holt wird währenddessen die Uhr wieder angedrückt)
- Was ist mit Kreisklassespielern, die in der "Zigarettenpause" Tipps von ihrem Spitzenspieler holen?
- Was ist mit Spielern, die sofort aus Turnieren aussteigen, wenn sie keine Preisgelder mehr gewinnen können?
- Was ist mit anderen unsportlichen Aktionen?
- Was ist mit dem "Verschieben" (Absprechen) von Partien?
Was damit ist kannst du ja in einem anderen Thread ansprechen. Von vielen Punkten ist hier gar nicht die Rede.
 
Alt 30.03.2011, 20:04   #144
Krennwurzn
AW: Schach und Betrug - Skandal in Frankreich

Offener Brief von Francisco Vallejo Pons auf Facebook

Zitat:
Dear French chess federation, dear ECU, dear chess community, In view of the rumours and allegations about possible cheating using electronic devices and outside help taking place during the European Individual Ch in Aix les Bains, we have an atmosphere that makes it impossible for the players to aproach their games calmly and being sure that their opponents do not break the rules. We therefore demand that - the arbiters reserve the rights to search any player´s pockets in case of suspicion - no electronic devices can be brought into the playing hall, switched off or otherwise - electronic boards can be unplugged if one of the players demands it. Respectfully
Mit Unterschriften von vielen Spieler auf Facebook zu sehen
 
Alt 30.03.2011, 20:20   #145
alexmagnus
AW: Schach und Betrug - Skandal in Frankreich

Betrugsparanoia ist fast noch schlimmer als der Betrug selbst. Elektronische Bretter abschalten? Es wird ohnehin mit 15 Minuten Verzögerung übertragen...
 
Alt 30.03.2011, 20:24   #146
Krennwurzn
AW: Schach und Betrug - Skandal in Frankreich

Zitat:
Zitat von alexmagnus Beitrag anzeigen
Betrugsparanoia ist fast noch schlimmer als der Betrug selbst..
Ja - wir wissen doch alle: die Drohung ist stärker als die Ausführung!

Zitat:
Zitat von alexmagnus Beitrag anzeigen
Elektronische Bretter abschalten? Es wird ohnehin mit 15 Minuten Verzögerung übertragen...
Da werden noch viele Ideen kommen:
  • keine Zuseher
  • kein Blickkontakt zu Zusehern
  • kein Gepräche untereinander
  • ein neue Spielwiese für Verbote
  • usw...

Aber natürlich: das Problem ist real und wird mit immer leistungsstärkeren Geräten und Möglichkeiten wohl noch schwieriger beherrschbar.
 
Alt 30.03.2011, 20:28   #147
UfukTuncer
AW: Schach und Betrug - Skandal in Frankreich

Zitat:
Zitat von alexmagnus Beitrag anzeigen
Betrugsparanoia ist fast noch schlimmer als der Betrug selbst. Elektronische Bretter abschalten? Es wird ohnehin mit 15 Minuten Verzögerung übertragen...
Das gab es in Deutschland auch schon während einem Turnier

Neustadt a. d. Weinstraße - Sergei Tiviakov heißt der alleinige Sieger beim 2. Pfalz Open, nachdem er im letzten Jahr noch mit dem 2. Platz leben musste. Nach dem heutigen Remis gegen Yuriy Kuzubov hat der Niederländer in der Endabrechnung alleine 7,5/9 und den großen MUNDUS vini-Preis in Höhe von € 3.000,- gewonnen. Punktgleich mit sechs weiteren Spielern aber mit der besseren Feinwertung versehen, hat Sebastian Bogner den 2. Platz erreicht. Ganz dicht hinter ihm folgt Yuriy Kuzubov auf Rang 3. Nachdem wir nun die Sieger gewürdigt haben, müssen nochmals die seltsamen Ereignisse rund um die Nicht-Übertragung der beiden Schlussrundenpartien von IM Leonid Milov angesprochen werden. Zunächst das offizielle Statement des Hauptschiedsrichters vor Ort, Dr. Markus Keller, so, wie es heute vor der letzten Runde auf der Turnierseite zu lesen stand: „Offenbar kursieren Gerüchte um die Nicht-Live-Übertragung der Partie Milov – Tiviakov in der 8. Runde des 2. Pfalz Opens. Wären die entsprechenden Berichterstatter vor Ort, wäre das wohl nicht der Fall gewesen. Kurz zum Hintergrund: Aus Gedankenlosigkeit griff Leonid Milov am Vortag der Partie in seine Tasche, da er meinte, sein Handy verloren zu haben. Er zog es heraus und öffnete das Klapphandy sogar kurz. Sergei Tiviakov beobachtete dies, teilte es aber ebenso wenig wie andere Spieler den Schiedsrichtern mit. Als er am nächsten Tag gegen Leonid Milov zu spielen hatte, bat er mich als Hauptschiedsrichter und seinen Gegner, die Übertragungsmöglichkeit für das Spiel zu unterbinden. Leonid Milov sagte sofort zu und händigte dem Schiedsrichter zudem sein Handy aus. Die anwesenden Zuschauer konnten die Partie live verfolgen. Sofort nach Ende der Partie wurde die Notation auch online gestellt. Um auch weiterhin jedes Missverständnis auszuschließen, wird auch die Partie Epishin – Milov in der 9. Runde nicht übertragen. Stattdessen übertragen wir die Partie Mariya Muzychuk gegen Stefan Macak. Die erst 16-jährige Schwester der Weltranglistensechsten Anna Muzychuk spielt in Neustadt um die oberen Preisränge.“ Zunächst mal Hochachtung an den Hauptschiedsrichter (HSR) Dr. Markus Keller, dass er mit seiner Stellungnahme zugleich die Verantwortung übernimmt. Keller zählt zu den Guten seiner Zunft und ist aufgrund seiner Kompetenz auch der HSR der von den Chess Tigers veranstalteten Chess Classic Mainz. Dennoch sind wir uns weiterhin einig, dass sowohl die gestrige Nicht-Übertragung der Partie Milov - Tiviakov als auch der heutigen Partie Epishin - Milov im hohen Maße bedenklich ist. Thilo Gubler, unter anderem seit Jahren verantwortlich für die Live-Übertragung der Mainzer Chess Classic und diverser Bundesliga-Kämpfe, trifft des Pudels Kern: "Ich finde es sehr bedenklich, eine Spitzenpartie eines Turnieres auf "Wunsch eines oder meherer Spieler" nicht live zu übertragen. Die Verlierer hierbei sind Veranstalter, Sponsoren und vor allen Dingen die Zuschauer, die das entscheidende Geschehen im Internet live verfolgen möchten. Mit der Abgabe des Handys von Milov an den Hauptschiedsrichter hätte die Partie übertragen werden müssen!" Die Chess Tigers hatten zudem sehr wohl erfahrene Beobachter vor Ort, die berichteten, dass dieses Thema keines war, da es schlicht nicht publik gemacht wurde. Obwohl alle Verantwortlichen ausreichend Zeit hatten, sich zu beraten und der möglicherweise weitreichenden Konsequenzen dieser Entscheidungen gewahr zu werden, hat man dennoch beschlossen, Leonid Milov weiterhin Spekulationen um seine Person auszusetzen, indem man auch seine letzte Partie gegen Vladimir Epishin an Brett 7 nicht übertrug. Hat Leonid Milov gegen die Regeln verstoßen oder nicht? Wenn ja, dann hätte er entsprechend bestraft werden müssen. Ist er jedoch ohne Schuld, dann hätte man dem Wunsch Tiviakovs eine klare Absage erteilen und die Partie(n) übertragen müssen. Was will man dem Spieler Milov und allen anderen mit der Nicht-Übertragung lehren? "Lass' Dein Handy aus oder wir übertragen Deine Partie nicht!", kann es doch nicht wirklich sein, oder?
 
Alt 30.03.2011, 20:44   #148
G.W. Pabst
AW: Schach und Betrug - Skandal in Frankreich

Zitat:
Zitat von alexmagnus Beitrag anzeigen
Betrugsparanoia ist fast noch schlimmer als der Betrug selbst.
Prävention ist alles. Früher war es im Boxen üblich, den Handschuh mit ein paar Nägeln auszupolstern, damit es richtig knallt. Heute wird das natürlich alles kontrolliert.
Gegen ein Handy-Verbot im Turniersaal ist doch nichts einzuwenden. Wenngleich es den Betrug von Feller und Co. nicht verhindert hätte, da die offensichtlich einen Boten hatten, der von außerhalb telefonierte. Man könnte aber die Schiedsrichter anweisen, auf solche Bewegungen in und aus dem Turniersaal zu achten.
 
Alt 30.03.2011, 20:46   #149
alexmagnus
AW: Schach und Betrug - Skandal in Frankreich

Handyverbot ist ja OK. Aber Abschaltung der Livebretter? Das finde ich schon übertrieben.
 
Alt 30.03.2011, 20:55   #150
hoppelstoppler
AW: Schach und Betrug - Skandal in Frankreich

Zitat:
Zitat von alexmagnus Beitrag anzeigen
Betrugsparanoia ist fast noch schlimmer als der Betrug selbst. Elektronische Bretter abschalten? Es wird ohnehin mit 15 Minuten Verzögerung übertragen...
Warum Paranoia, es ist ein akutes, konkretes Problem.

Werden die Partien verzögert übertragen? Dann ist eine Maßnahme ergriffen und erhöht auf jeden Fall den Aufwand von Manipulationen und schwächt ihre Wirkung in Zeitnot ab.
 
Alt 30.03.2011, 20:55   #151
G.W. Pabst
AW: Schach und Betrug - Skandal in Frankreich

Zitat:
Zitat von alexmagnus Beitrag anzeigen
Handyverbot ist ja OK. Aber Abschaltung der Livebretter? Das finde ich schon übertrieben.
Sehe ich auch so. Wenn die Übertragung 15 Minuten später erfolgt, sollte das okay sein. Ich teile hier die Ansicht von Paco nicht; wäre interessant zu wissen, ob er seine Partie gegen Feller ausstöpseln ließ.
 
Alt 30.03.2011, 23:58   #152
salto.mattale
AW: Schach und Betrug - Skandal in Frankreich

Zitat:
Zitat von UfukTuncer Beitrag anzeigen
hat man dennoch beschlossen, Leonid Milov weiterhin Spekulationen um seine Person auszusetzen, indem man auch seine letzte Partie gegen Vladimir Epishin an Brett 7 nicht übertrug.
Es war bestimmt schwierig für Milov, sich bei solchen Vorwürfen noch auf die Partie zu konzentrieren. Wenn ich mich recht erinnere, hat er mit Weiss dann auch ziemlich übel gegen Tiviakov verloren.
Im Gegensatz dazu scheint Sebastian Feller bei der aktuellen Europameisterschaft mit so einer Situation keine Probleme zu haben.

Offtopic-Beiträge wurden hierher verschoben: Sport (Boxen) + Österreich + das Übliche, Thossk
 
Alt 31.03.2011, 11:02   #153
Großpatzer
AW: Schach und Betrug - Skandal in Frankreich

Zitat:
Zitat von UfukTuncer Beitrag anzeigen
Hat Leonid Milov gegen die Regeln verstoßen oder nicht? Wenn ja, dann hätte er entsprechend bestraft werden müssen. Ist er jedoch ohne Schuld, dann hätte man dem Wunsch Tiviakovs eine klare Absage erteilen und die Partie(n) übertragen müssen. Was will man dem Spieler Milov und allen anderen mit der Nicht-Übertragung lehren? "Lass' Dein Handy aus oder wir übertragen Deine Partie nicht!", kann es doch nicht wirklich sein, oder?
Das Mitführen elektronischer Geräte im Turniersaal ohne spezielle Erlaubnis der Turnierleitung/des Schiedsrichters ist doch den Spielern laut FIDE-Regel verboten, oder? Ein Profi sollte dies wissen! Ein Regelverstoß liegt demnach in jedem Fall vor, unabhängig davon ob dies in Betrugsabsicht geschah oder nicht.
 
Alt 31.03.2011, 11:35   #154
Danalto
AW: Schach und Betrug - Skandal in Frankreich

Ob's Paranoia ist oder nicht: Die Live-Übertragung ist eine der aussichtsreichsten Möglichkeiten, Schach zu professionalisieren und zu popularisieren. Darauf würde ich (schon aus eigenem Interesse ) auf keinen Fall verzichten. 15 Minuten Verzögerung sind völlig ausreichend. Kein Mensch kann in einer Turnierpartie mehr als einen Zug mit 15-minütiger Verspätung spielen.

Andere Möglichkeiten sollen natürlich ausgeschöpft werden. Aber die Zuschauerfreundlichkeit darf nicht beschnitten werden.
 
Alt 31.03.2011, 11:56   #155
Krennwurzn
AW: Schach und Betrug - Skandal in Frankreich

Zitat:
Zitat von G.W. Pabst Beitrag anzeigen
Man könnte aber die Schiedsrichter anweisen, auf solche Bewegungen in und aus dem Turniersaal zu achten.
Da die Codierungsmöglichkeiten für Schachzüge praktisch unendlich sind und die Schiedsrichter bei größeren Turnieren nicht die Bewegungen von und zu jedem Brett beobachten können (es könnten ja auch mehrere Informationsgeber sein), bliebe nur die Trennung von Spielern und Zusehern!

Zitat:
Zitat von Danalto Beitrag anzeigen
Aber die Zuschauerfreundlichkeit darf nicht beschnitten werden.
Genau das ist das Dilemma - man hat schon wenig Zuseher und diese müsste man auch noch aussperren!
 
Alt 31.03.2011, 11:57   #156
hoppelstoppler
AW: Schach und Betrug - Skandal in Frankreich

Zitat:
Zitat von Danalto Beitrag anzeigen
...
Andere Möglichkeiten sollen natürlich ausgeschöpft werden. Aber die Zuschauerfreundlichkeit darf nicht beschnitten werden.
Eigentlich sollten die Spieler und ein fairer Wettkampf im Vordergrund stehen!
Wo Zuschauerfreundlichkeit akzeptabel eingebaut werden kann, da sollte dies geschehen.
Die zeitversetzte Übertragung ist eine gute Möglichkeit beiden Ansprüchen gerecht zu werden. Hier müßte man aber mal überprüfen, ob die 15 Minuten wirklich ausreichend sind. Sie verhindern sicher, daß an jedem Zug manipuliert werden kann. Trotzdem bleiben Hilfestellungen aus der "Ferne" immer noch möglich. Schließlich verbraucht der Gegner ja auch mal etwas länger Bedenkzeit und schwupps konnte in Feuerland die Stellung vor dem letzten Halbzug des Gegners ausführlich analysiert und bewertet werden. Aus Betrügersicht noch nicht ganz optimal, aber jetzt braucht nur noch ein interner Helfer den tatsächlich gespielten Zug weiterzugeben und man kann auf die Analyse womöglich sehr gut "aufbauen".

Ich denke, man kann und sollte das mal austesten, welche Hilfestellungen bei 15 min trotzdem noch möglich sind.
Je gößer der zeitliche Abstand, desto schwieriger.
Warum also nicht sogar 30 min Verzögerung?!

Danach muß man sich um Manipulationen vor Ort kümmern, also daß Züge Live weitergegeben und irgendwo von xy analysiert werden. Hier ist der logistische Aufwand schon deutlich höher und der Wechsel von Spielort nach draußen deutlich auffälliger.
Eine Veranstaltungs-Live-Übertragung ins Foyer muß natürlich auch unterbleiben (bzw. verzögert erfolgen), da dies die Zugweitergabe erleichtert.

Grundsätzliches Problem:

Ähnlich Doping in anderen Sportarten gewähren schon kleine illegale Vorteile bei einander ebenbürtigen Konkurrenten auf Dauer einen Leistungsabstand.
Erfährt ein Klassespieler an 2, 3 Stellen der Partie Enginezüge und ihre Bewertung, so ist er aufgrund seiner Spielstärke in der Lage ein paar halbe Punkte mehr herauszuholen, als dies ohne diese Infos möglich wäre.
Kein hundertprozentiges System, aber auf mittlere sicht sicher weniger fehlerhaft, als müßte der Spieler alles selbst durchdenken und entscheiden.
 
Alt 31.03.2011, 12:54   #157
Bayersmann
AW: Schach und Betrug - Skandal in Frankreich

Zitat:
Zitat von Großpatzer Beitrag anzeigen
Das Mitführen elektronischer Geräte im Turniersaal ohne spezielle Erlaubnis der Turnierleitung/des Schiedsrichters ist doch den Spielern laut FIDE-Regel verboten, oder?
Oder.

Es ist erlaubt, sofern sie vollkommen ausgeschaltet sind.
 
Alt 31.03.2011, 12:59   #158
Patt
AW: Schach und Betrug - Skandal in Frankreich

Zitat:
Zitat von hoppelstoppler Beitrag anzeigen
...
Erfährt ein Klassespieler an 2, 3 Stellen der Partie Enginezüge und ihre Bewertung, so ist er aufgrund seiner Spielstärke in der Lage ein paar halbe Punkte mehr herauszuholen, als dies ohne diese Infos möglich wäre.
Kein hundertprozentiges System, aber auf mittlere sicht sicher weniger fehlerhaft, als müßte der Spieler alles selbst durchdenken und entscheiden.
Das müssten aber genau die entscheidenden 2, 3 Stellen sein, sonst ist es witzlos. Beliebige 2-3 Züge im Mittelspiel einer GM-Partie findet jeder Amateur selbständig. Deshalb soll Feller ja ab dem 12. Zug in drei Partien durchgängig Computerhilfe in Anspruch genommen haben (laut Fressinet-Firebird-Analyse).
 
Alt 31.03.2011, 13:02   #159
UfukTuncer
AW: Schach und Betrug - Skandal in Frankreich

Mich würde mal sehr interessieren mit was für einer Hardware analysiert wurde. Firebird, Houdini oder sonst was an unterschiedlichen Rechnern bringen nicht immer die gleichen Züge.
 
Alt 31.03.2011, 13:12   #160
Großpatzer
AW: Schach und Betrug - Skandal in Frankreich

Zitat:
Zitat von Bayersmann Beitrag anzeigen
Oder.

Es ist erlaubt, sofern sie vollkommen ausgeschaltet sind.
Du hast Recht, habs nachgelesen. Es gab da wohl eine Änderung, die ich nicht mitbekommen habe. Von daher relativiert sich mein Beitrag natürlich.
 
 

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