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Diskutiere Gedanken zu Finanzwirtschaft und Weltwirtschaft - Was sagt der Common Sense? im Weitblick Bereich; Jetzt ist nach über einem Jahr eingetreten, was schon damals prognostiziert aber zwischendurch ausgeblendet und teilweise wegdiskutiert wurde. Eine große Investmentbank (Lehman) hat sich für ...
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| Gedanken zu Finanzwirtschaft und Weltwirtschaft - Was sagt der Common Sense? Jetzt ist nach über einem Jahr eingetreten, was schon damals prognostiziert aber zwischendurch ausgeblendet und teilweise wegdiskutiert wurde. Eine große Investmentbank (Lehman) hat sich für zahlungsunfähig erklärt (Chapter 11 - Vorstufe der Insolvenz), die (ehemals) größte Versicherungsgesellschaft der Welt (AIG) wurde nach dem Prinzip "too big to fail" nur mit staatlicher Hilfe vor gleichem Schicksal vorerst bewahrt. Freddy Mac and Mae wurden aus gleichen Gründen schon vorher verstaatlicht. Die europäische aber auch asiatische Bank- und Versicherungswirtschaft steht unter dem globalisierten Druck, der sich in den USA aufgebaut hat, aber von den Europäern schon lange mitgetragen und freiwillig mitgespielt wurde. Northern Rock, IKB und ein paar Landesbanken hat es schon vorher erwischt. Was geht das nun den (schachspielenden) Normalbürger an? Ist es lediglich ein bereinigender Prozeß, der Auswüchse und Blasen des Finanzsystems auf ein vernünftiges Maß korrigiert und in einer Nachbetrachtung als normales Ereignis im Wirtschaftszyklus anzusehen ist? Oder wird dieses Ereignis ganz tiefe Spuren hinterlassen und wie können die Folgen noch begrenzt werden? Dazu einige Thesen: 1. Ein (un)gewisser Dominoeffekt wird eintreten. 2. Die Verbraucherkredite (USA und anderswo) sind noch nicht ausreichend in den Wertberichtigungen der Kreditinstitute enthalten. 3. Unsicherheiten über die Werthaltigkeit von Rücklagen und Alterssicherung (Spargelder trotz Einlagensicherung, Lebensversicherungen) werden die Konsumstimmung nicht fördern. 4. Die produzierende Wirtschaft wird durch die Verluste von "Buchvermögen" erhebliche Absatzprobleme bekommen (Konsumstimmung und - fähigkeit). 5. Die Auswirkungen staatlicher Finanzierungshilfen ("Notenpresse") werden mittelfristig trotz der (zu senkenden) Leitzinsen die Inflation erhöhen. 6. Lebensnotwendige Sachwerte, Gegenstände und Dienstleistungen werden zum Inflationsdruck beitragen. 7. Das europäische Wirtschaftssystem steht vor seiner größten Herausforderung und muß sich neben dem kriselnden amerikanischen System behaupten. 8. Die sozialen Strukturen werden erheblich umgestaltet. 9. Einige Dienstleistungsbereiche werden verschwinden oder stark schrumpfen. 10. Der zeitliche Ablauf kann sich noch über 1-2 Jahre strecken. | |
| | #2 | ||||||
| Gedanken zu Finanzwirtschaft und Weltwirtschaft - Was sagt der Common Sense? Ich glaube, den haben wir schon. Zitat:
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Das glaube ich nicht, aber was verstehst du unter sozialen Strukturen? Zitat:
Das kann man derzeit nicht ausschließen. | |||||||
| | #3 |
| Gedanken zu Finanzwirtschaft und Weltwirtschaft - Was sagt der Common Sense? Vielleicht wird es wieder dazu führen, dass man ehrlich für sein Geld arbeitet und nicht in Blasen-Produkte oder in undruchschaubare Spekulationen investiert. Ein sehr lieber Freund hat 30.000 US Dollar in EURO-US Währungsspekulation investiert. Er hatte einen eigenen Server gemietet, auf den ein professionelles Programm ständig verkauft und gekauft hatte. Er beobachtete über mehrere Monate das Program in einem Simulations-Modus und stieg dann mit dem echten Geld ein. Er berichtetet mir von einem Gewinn von 700 USD (ohne Berücksichtigung der Steuer, die nach einer Auszahlung zu tätigen wäre) je Woche. Die Software war in seinen Augen hochkomplex, mir kam die Strategie eher wie eine verlängerte Martingale (Roulette) vor. Ich warnte ihn, dass er nicht Insider wäre, aber der Erfolg gab ihm anfangs recht. Doch nach mehreren Monaten ist sein Konto nun auf 9.000 USD abgestürzt. Er hat eigentlich eine gutbezahlte und interessante Arbeit, aber die Verlockung des leichten Gewinns hat ihn gierig gemacht. So ähnlich sehe ich solche Spekulanten. Wenn das jeder machen würde, würden keine Produkte mehr geschaffen. Ich mäßige meine Kritik insoferne schon etwas, da es derzeit durch die hohe Inflation bzw. Preissteigerungen kaum Alternativen gibt. | |
| | #4 |
| Gedanken zu Finanzwirtschaft und Weltwirtschaft - Was sagt der Common Sense? Ich halte auch nix vom Spekulieren. Es hat niemand etwas davon. Normaler Aufkauf von Aktien hingegen ist etwas anderes. Dabei unterstützt man mit seinem Geld die Wirtschaft und bekommt noch einige Zinsen obendrauf. Aber schlussendlich sind es die Arbeiter auf denen alles aufgebaut ist. | |
| | #5 | |
| Gedanken zu Finanzwirtschaft und Weltwirtschaft - Was sagt der Common Sense? Zitat:
Der Dominoeffekt hat in Zeitlupe schon begonnen und droht sich zu beschleunigen - ich wollte nicht zuviel Sorgen verbreiten, aber ich teile Matzes Ansicht. Der Dämpfer wird kommen - in der Finanzwirtschaft können nicht so einfach mehr als 1000 Mrd. Euronen aus den Büchern verschwinden, für die kein ausreichender Gegenwert mehr besteht bzw. nie geschaffen wurde. Aufgabe ist es, die Rückschläge auf die Realwirtschaft zu begrenzen und zeitlich zu strecken (ja manchmal ist "Aussitzen" eines nicht lösbaren Problems alternativlos!). Hoffen wir also auf den Dämpfer und einen nicht ganz ungesunden Bereinigungsprozeß wie ihn auch Power beschreibt. Sollte das ganze System aber mit einem Schneeball zu tun (Thema Potenzierung durch Finanzderivate), dann ist leider auch ein Lawineneffekt mit gravierenden Auswirkungen auf die gesamte Geldwirtschaft und das Finanzsystem nicht ausgeschlossen. Ich gebe zu, daß ich (hohe) Inflation und Notenpresse nur laienhaft verstehe. Nur soviel: Wenn jemand für fremde Schulden einstehen will/muß und hat die Möglichkeit die Bezahlung mit nicht real vorhandenen Vermögenswerten vorzunehmen, dann könnte er dies versuchen, bis der Zahlungsempfänger ihm erklärt, daß er die bunten Scheinchen eigentlich nicht haben möchte. Da er aber wohl nur Anrecht auf die bunten Scheinchen hat, muß er diese wohl nehmen und darauf hoffen, daß ihm ein Dritter für dieses Papier Waren und Dienstleistungen tauscht. Der Emmittent könnte ihm freundlicherweise auch ein Paar Waren für die Scheinchen verkaufen, doch wird er vielleicht sagen, daß der Warenpreis inzwischen etwas gestiegen ist, aber man könnte ja auch in Yüan oder so bezahlen. Eine gewise Vertrauenskrise ist denkbar. In einer Vertrauenskrise könnten die Preise für (lebens)notwendige Produkte steigen, weil der Zahlungsempfänger vielleicht im rahmen seines Risikomangements einkalkuliert, daß der erhaltene (Papier)-Gegenwert übermorgen nicht mehr im gewohnten Umfang gegen andere Waren eingetauscht werden kann. Freundlicherweise ist er aber bereit, auch andere Tauschwährungen zu akzeptieren, sofern diese nicht ebenfalls in einer vertrauenskrise stecken. Auf die Auswirkungen der Finanzkrise auf das Banken-, Versicherungssystem in Österrreich bin gespannt. Realwirtschaftlich könnte Österreich besser abschneiden. Hoffentlich können die österreichischen Banken die Auslandseinlagen zurückzahlen (hoffentlich vorrangig aus Anlegersicht). Soziale Strukturen sind natürlich ein Schwammbegriff Wenn der Dienstleistungssektor ausgehend von der Finanzwirtschaft abbröckelt, könnten ganz andere Bevölkerungsgruppen als die ausgedienten wegrationalisierten Industriearbeiter (immerhin noch mit (Auslands)jobchancen bei entsprechender handwerklicher Qualifikation und Lohnverzicht) in die berufliche Auszeit gezwungen - ohne Aussicht auf Arbeit im erlernten Beruf und teilweise schwer umschulbar. Ich könnte mir vorstellen, daß dieses Szenario einen deutlichen Einfluß im gesellschaftlichen Alltagsleben hinterläßt. Der Bereich banken und Versicherungen ist aus meiner Sicht schon lange "überpersonalisiert" und der Ex-Boombereich Investmentbanking wird sich dem strukturellen abbau anschließen und ihn generell noch beschleunigen. @ Power: Die Besinnung auf ältere Tugenden und Fähigkeiten ist sehr sinnvoll und dringend notwendig, doch befürchte ich, daß für diese Fähigkeiten auf aktuellem Lohnniveau nicht ausreichend Arbeit verfügbar ist und auch durch gravierenderen Verzicht nicht so schnell wieder geschaffen werden kann. Auch dürften viele Fähigkeiten bei 1,5 Generationen nicht mehr vorhanden sein (mangels entsprechender Ausbildung oder fehlender Ausübung). Vielleicht helfen "Crashkurse". Ansonsten ist es mir ja etwas peinlich, daß ich im berüchtigt-beliebten-zumeidenden "Weitblickbereich" mit diesem Thema jetzt erst anfange, wo der Domino-Effekt deutlich begonnen. Bleibt zu hoffen, daß die Initiatoren sich nicht an den Domino-Rekordlern orientiert haben, die ja "Rettungsbahnen" für weitere Kettenreaktionen anlegen, falls das Ganze mal haken soll. Ist jedenfalls mal eine weitere, echte Aufgabe für die Strategen in der "Neuen Welt" (nicht die Zeitschrift!). | ||
| | #6 |
| Gedanken zu Finanzwirtschaft und Weltwirtschaft - Was sagt der Common Sense? Auswirkungen sieht man sehr schön am Ölpreis, der durch "Angebot und Nachfrage" auf 140 Dollar/Barrel stieg und dann KnallFall mal wieder Richtung 90 marschiert. "Angebot und Nachfrage" waren hier eindeutig nicht in diesem Umfang von physischer Nachfrage geprägt, sondern erheblich durch Finanztransaktionen bestimmt (ähnlich wohl Weizen..). Die Zeche zahlt übrigens auch der Normalbürger, nein hier ist Normalverbraucher richtig. Der Benzinpreis ist auch unter Berücksichtigung des Euro-Dollar-Kursverhältnisses noch nicht dem Ölpreis nach unten angepaßt. Beim Spekulieren hat wohl immer jemand was davon, wenn es einen Spekulationspartner (Gegenseite) gibt, was wohl zumeist der Fall sein dürfte. | |
| | #7 | |
| Gedanken zu Finanzwirtschaft und Weltwirtschaft - Was sagt der Common Sense? Zitat:
Letzten Dienstag hatte die Opec verkündet, dass sie die Fördermenge verringern wollte, gleichzeitig wurde vor "ike" in Texas gewarnt. Folglich habe ich am Mittwoch letztlich zugeschlagen (ich mußte halt tanken, im Tank waren gerade noch 14 cm Heizöl). Nachdem ich m. E. wirklich alles richtig gemacht habe und einen sehr günstigen Preis (was halt heutzutage am Heizölmarkt günstig ist) ausgehandelt hatte, bricht in den USA wieder die Finanzkrise aus. Hätte ich gestern getankt, wären die 3000 Liter ca. 130 Euro billiger gewesen. So ergeht es mir bei meinen Spekulationen meistens, besonders auich an der Tankstelle. | ||
| | #8 | |
| Gedanken zu Finanzwirtschaft und Weltwirtschaft - Was sagt der Common Sense? Zitat:
Tanken? Zweirad mit Eigenantrieb häufiger in Betreib nehmen... Alles, damit Du nicht mehr so böse spekulieren mußt! Hoppelpedia: Sarrazin: Fast schon überregional bekannter Berliner Finanzsenator mit Schnauze und Sinn fürs Praktische. Seit seinem Wechsel von der Deutschen Bahn leicht unterbezahlt in öffentlichem Auftrag und Gemeinwesen tätig. Lebt Bescheidenheit und Opferbereitschaft in praxi somit vor, allerdings auf recht hohem Ausgangsniveau. Wird teilweise nicht richtig verstanden und interpretiert, was immer regelmäßiger zu parlamentarischen Anfragen führt. Wirkt ehrenamtlich als Ernährungsberater, bei Lebenskrisen und ist erster Kandidat für den Vorsitz der Schuldnerberatung (Entschuldungsexperte). Lehnt Imageberatung standhaft ab und stellt sich aufopferungsvoll den Aufgaben im anspruchsvollsten Berliner Senatorenposten. Kontrastiert in vielen Bereichen (wahrscheinlich abgesprochen) mit seinem "und das ist auch gut so"-Partychef Wowi (good guy - bad guy). | ||
| | #9 | |||
| Gedanken zu Finanzwirtschaft und Weltwirtschaft - Was sagt der Common Sense? Zitat:
Zitat:
Die Inflation hängt viel stärker von anderen Faktoren ab, wie z. B. Ölpreis (der wegen der drohenden Wirtschaftskrise derzeit sinkt und die Inflation deswegen bremst), Lebensmittelpreise usw. Wenn ich mich nicht täusche, dann wird für 2009 ein Absinken der Inflationsrate auf 2 bis 2,5% prognostiziert. Zitat:
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| | #10 | |
| Gedanken zu Finanzwirtschaft und Weltwirtschaft - Was sagt der Common Sense? Zitat:
Im Rahmen einer weiteren Verunsicherung könnte es aber auch zu einer "Neubewertung" von Sachwerten wie Energie, anderen Rohstoffen und Lebensmitteln kommen. Und dann bin ich mir gar nicht so sicher, wie sich die Inflationsrate in einigen wichtigen Lebensbereichen entwickelt. Der sogenannte Warenkorb wird ja nicht unbedingt monatlich, jährlich von vielen Verbrauchern konsumiert (z. B. hält mein Compi, die waschmaschine, der Kühlschrank ne Weile!). | ||
| | #11 | |
| Gedanken zu Finanzwirtschaft und Weltwirtschaft - Was sagt der Common Sense? Zitat:
Sehr aufschlußreicher Link zur FTD übrigens ..., danke! Ich stelle mir einige Abläufe wie folgt dar (Zahlenbeispiele, Abläufe überspitzt und vereinfacht - Thema Inflation durch starke und plötzliche Wertschwankungen und Neubewertungen von Waren und Dienstleistungen, Geldschwemme aufgrund von Bewertungsblasen): Grundstückseigentümer oder Wertpapierbesitzer (Privatperson oder Firma) geht zur (Haus)bank und möchte einen Kredit für seinen Konsum (oder Neuinvestitionen) haben. Er verweist darauf, daß das Grundstück/Wertpapier gestern für vergleichbar für 1 Mio. auf dem Markt "gehandelt" wurde und einen dementsprechenden Tageswert habe (Handelspreis vor einem Jahr die Hälfte). Die Bank gibt den Kredit in voller Höhe (entgegen guten Traditionen, ein Sicherheitspolster oder andere Absicherungen einzubauen). Der Kreditbetrag wird ausgegeben, der Kreditnehmer kauft sich doppelt soviel Brötchen, wie er sich vor einem Jahr hätte kaufen können, und verfuttert diese. Die zahlreichen Bäcker sparen genau diesen Betrag und könnten in der Summe aktuell das Grundstück kaufen. Die kreditgebende Bank meldet sich bei der Zentralbank und sagt: "Wir brauchen neue Kohle, gib uns mal was für unsere Forderungen, die wir bei Dir hinterlegen. Die sind übrigens werthaltig - siehe Preisbildung aktuell im Häusermarkt und an der Ppörse! Zentralbank - clever - rückt nach ehernen Prinzipien nur 80% raus (Safety first, trau, schau, wem!) und druckt vorher bunte Papierschnipsel. Diese haben die Bäcker jetzt zusammen mit etwas Altpapier. Nach einer gewisssen Zeit stellt sich heraus, daß man für das Grundstück aufgrund der veränderten Marktansichten und Gewohnheiten nicht mehr die doppelte Menge Brötchen und auch nicht mehr die einfache Menge sondern nur die Hälfte kaufen kann. Weil aber die bunten Papierschnipsel eben im Umlauf sind, wird sich der Preis für die Brötchen erhöhen, wenn hier eben entsprechende Nachfrage da ist und genügend Schnipsel angeboten werden. Das Ganze wäre ein geringeres Problem, wenn die Papierschnipselbesitzer ihre Tauschwährung lieber in die Grundstücke investieren würden. Sie könnten ja jetzt 4 (!!) dieser Grundstücke kaufen. Da es aber nur ein derartiges Grundstück gibt, tauchen hier kettenartige Problem auf, an deren Ende zu wenig Grundstücke da sind (wenn überhaupt Interesse an den Grundstücken besteht!!). Somit steht das Geld für anderen Konsum/Verbrauch zur Verfügung. Sparen lohnt sich bei den niedrigen Zinsen ja nicht wirklich (und auch aus anderen Gründen...). Gibt es jetzt bei den nachgefragten Gütern keine entsprechende Kapazitätssteigerung, weil die Ressourcen eben begrenzt sind, so wird aufgrund der Nachfrage und des vorhandenen Kapitals eine Preissteigerung eintreten. Damit zahlen dann auch diejenigen, die in den obigen Kreislauf gar nicht eingebunden waren, plötzlich mehr für notwendige Produkte. Der Preisverfall am Häusermarkt interessiert sie nicht wirklich, weil sie mit ihrem Hausboot usw. recht zufrieden sind. Um ggf. eine zu hohe Konsumnachfrage aufgrund der gedruckten Papierschnipsel zu begrenzen, müssen die Zentralbanken entweder die Zinsen erhöhen, was in anderen Wirtschaftsbereichen zu Schwierigkeiten führt oder es müssen Produkte und Dienstleistungen neu auf den Markt kommen, die entsprechend nachgefragt werden und den Preisdruck sozusagen auf eine breitere Basis stellen. Die wirklichen Zusammenhänge sind viel komplexer und ich verstehe sicherlich nur einen kleinen Teil davon. Eines ist für mich sicher: Die jetzt geplatzte Blase in der Finanzwirtschaft wird in der Realwirtschaft und beim bisher eher unbeteiligten Verbraucher ankommen. Die Blase wird sich in ihren Folgen verteilen und man kann nur hoffen, daß sie nicht so groß aufgeblasen wurde, wie sie in einigen nicht ganz so publikumswirksamen Beiträgen erläutert wird. Auch bleibt zu wünschen, daß sie so abgeleitet wird, daß es keinen Stau gibt, der dann zum Platzen eines Vorgangs führen kann, der mit bestem Handling zu einem zeitlich gestreckten kontrollierten Abbau führen könnte. Eine schwierige Aufgabe für in diesem Fall tatsächlich mal unterbezahlte Zentralbankmanager! Mögen die klugen Köpfe tatsächlich mal an der richtigen Stelle sitzen und sich auch durchsetzen können. Die Liquidität muß richtig eingesetzt und wieder abgeleitet werden. Die Verluste trägt aber letztendlich auch der, der Brötchen gegen Grundstücke getauscht hat, es denn, er kauft Grundstücke billig und kann sie viel später mal wieder gegen Steakportionen verkaufen. Nur kann man Grundstücke nicht essen und auch nicht alles auf ihnen anbauen - schon gar nicht ohne Wasser in trockenen Gegenden. | ||
| | #12 |
| Gedanken zu Finanzwirtschaft und Weltwirtschaft - Was sagt der Common Sense? Ich streite gar nicht ab, dass es zu solchen Abläufen kommen wird, wie du sie beschreibst. Nur bin ich der Meinung, dass die Auswirkungen vernachlässigt werden können. Laut http://www.alinehense.de/ahm-fonds/a...ort_070121.htm gibt es weltweit Finanzwerte inkl. Bargeld im Wert von 140 Billionen US-Dollar (Stand 2005) gibt und da machen die von dir angesprochenen Abläufe meiner Meinung nach nicht viel aus. Ich bin jetzt auch kein Alleswisser auf diesem Gebiet, aber ich lese relativ viel Zeitung und da ist das Problem der Inflation bisher noch nicht angesprochen worden. | |
| | #13 |
| Gedanken zu Finanzwirtschaft und Weltwirtschaft - Was sagt der Common Sense? Nur immer her mit eigenen Meinungen/Analysen, Hinweisen auf fremde Analysen und Untersuchungen!! Ich behaupte nicht, daß meine Gedankenspiele richtig sind und will gerne auf Widersprüche und Fehler hingewiesen werden. Darüberhinaus wünsche ich uns, daß meine Szenarien nicht ansatzweise Wirklichkeit werden. Folgende klarstellende Überlegung zur möglichen Inflation: Unsere Wirtschaft basiert auf Tauschgeschäften und dem Vertrauen, daß diese Tauschgeschäfte auf Basis des Passepartout/Vehikel "Geld" überschaubar und wie vereinbart und gedacht abgewickelt werden können. Zudem dient das Vehikel Geld der Reserven- und Rücklagenbildung. Das Geldmengenwachstum ist gerechtfertigt, soweit dem marktgängige Gegenwerte gegenüberstehen. Geben nun eine oder mehrere Volkswirtschaften über einige Jahre relativ viel Geld heraus, weil angeblich oder tatsächlich neue Werte geschaffen, dann ist dieses Wachstum durch die dahinterstehenden Werte unterlegt. Der Gegenwert (Geld in Landeswährung) verteilt sich über die Weltwirtschaft. Entfällt nun der Gegenwert in großem Umfang, dann fehlt es am Gleichgewicht. Das heißt, es ist zuviel Geld für die vorhandenen marktgängigen und nachgefragten Gegenwerte da. Dieses Ungleichgewicht kann aufgefangen werden, wenn neue Werte geschaffen werden, die der Fremdwährungsbesitzer auch nachfragt. Sollte er aber im neuen Waren-,Dienstleistungslager nicht fündig werden, dann bleibt er auf dem Geld sitzen und möchte dieses wenigstens verzinst anlegen. Erhält er hierfür kaum Zinsen und auch nicht die gewünschten Gegenleistungen, dann wird er wohl langsam das Vertrauen in die Tauschgeschäfte verlieren. Wenn er selber noch genügend Waren wie z. B. Rohstoffe, Energie, Lebensmittel im Angebot hat, wird er wohl versuchen, für diese täglich benötigten Güter den Tausch zu anderen Konditionen durchzuführen bzw. die Produkte lieber selbst konsumieren und damit auf anderen Märkten evtl. Engpässe hervorrufen. Damit der Tauschpartner also nicht das Vertrauen verliert und die Handelsbasis wechslet bzw. stark verändert, nüssen ihm also schnell andere interessante Waren/Dienstleistungen angeboten werden oder man muß ihm den Konsumverzicht (bei Fehlen dieser Waren) durch attraktive Zinsen schmackhaft machen. Damit will ich ganz klar sagen, daß die Zinssenkungspolitik ihre natürlichen Grenzen und ihren impliziten Widerhaken hat. Üblicherweise wechseln Neubewertungen von Preisen im Waren- und Dienstleistungsbereich und das Nachfrageverhalten sicher eher in einem zeitlich gedehnten Prozeß und können ausgesteuert werden. Bei einem raschen Zusammenbruch, der zumeist auf einem ungesunden und übertriebenen Anstieg beruht, kann ein manövrieren nicht mehr so leicht erfolgen. Die weggefallenen Werte können nicht so schnell wieder ersetzt werden. Also verteilt sich der Gegenwert der Tauschgeschäfte (Geldmenge) auf weniger bzw. andere Werte (damit steigt ja schon einmal rechnerisch der Betrag, der für die verbliebenen Werte übrigbleibt). Wenn jetzt nach diesen Werten entsprechende Nachfrage herrscht, wird man für diese Gegenstände usw. wohl mehr Tauschwährung bezahlen müssen. Dies kann verhindert werden, wenn man die Tauschwährung nicht in den Konsum fließen läßt. Dafür muß man die Besitzer überzeugen, nicht mehr zu konsumieren und zum Sparen zu bewegen. Bietet man wenig Zinsen und eine gewisse Unsicherheit, ob die Währung überhaupt noch in nachgefragte Produkte eingetauscht werden kann, dann hat man ein Problem. Erhöht man die Zinsen, kann man zwar teilweise den Konsum abschöpfen, doch schlagen die Zinsen wohl negativ in den Bereichen ein, die eigentlich für neue nachgefragte Produkte sorgen sollte. Bei einer Vertrauenskrise könnte zudem ein dann ungewünschter übermäßiger Konsum eintreten ( Run auch in Sachwerte, aber nur solange diese preiswert sind - keine Chance für Ramschgrundstücke). Ergo: Ich sehe erhebliche Inflationsrisiken! Vereinfachte Gleichung: Waren 1, 2 + Dienstleistungen 1, 2 = Geldmenge jetzt entfällt Waren 2 ersatzlos => Waren1 + Dienstleistungen 1, 2 müssen "wertvoller" werden, um wieder der Tauschmasse zu entsprechen... Alternative: Eine Tauschmasse Waren 3 ersetzt die weggefallenen Waren 2 oder Die Geldmenge wird durch attraktive Anlagen (Zinsen) aus dem Kreislauf herausgehalten Da Zinserhöhungen die derzeit ohnehin etwas schwächelnde Konjunktur schwächen dürften, während der "Notkonsum" die Wirtschaft wenigstens am Laufen hält, kommt vieles auf den schnellen einsatz von Waren 3 an. Muß nicht Inflation immer weggefallene oder neu zu bewertende Werte auffangen, wenn nicht rechtzeitig neue Werte hinzukommen? Ich bin kein Wirtschaftswissenschaftler, aber dieser Ansatz erscheint mir plausibel. Eine in ihrem physischen Gegenwert nicht mehr werthaltige Geldmenge muß sich doch in anderen Verhältnissen zu den noch erhältlichen und nachgefragten Waren und Dienstleistungen ausdrücken !? | |
| | #14 | |
| Gedanken zu Finanzwirtschaft und Weltwirtschaft - Was sagt der Common Sense? Da ich kein Mann von großen Theorien und Zusammenhängen bin, hier etwas Interessantes aus der österreichischen Tageszeitung "Die Presse", die deine Vermutung teilweise bestätigt: Zitat:
Als Grund für die Inflation wird hier aber nicht der Wertverlust von Immobilien angegeben, sondern in erser Linie der Anstieg der Geldmenge. Ausgeglichen wird die Inflationsgefahr aber durch die drohende Wirtschaftsflaute bzw. Rezession. | ||
| | #15 |
| Gedanken zu Finanzwirtschaft und Weltwirtschaft - Was sagt der Common Sense? In WEB.DE Meinungen: Aus für WaMu: Größte Pleite der US-Geschichte enthält 1 Post folgende Zitate: ------------------------------------------------------------- "Die tatsächliche Wahrheit ist, dass seit den Tagen von Andrew Jackson, gewisse Teile der großen Finanzzentren, die Regierung beherrschen." -Franklin D. Roosevelt, US-Präsident 1933 ------------------------------------------------------------- "Ich denke, dass Bank-Institute gefährlicher als stehende Armeen sind... wenn die amerikanische Bevölkerung es zulässt, daß private Banken ihre Währung herausgeben... dann werden die Banken und Konzerne, die so entstehen werden, das Volk seines gesamten Besitzes berauben, bis eines Tages ihre Kinder obdachlos auf dem Kontinent aufwachen, den ihre Väter einst eroberten." -Thomas Jefferson (1743-1826, 3.Präsident der USA, der hauptsächliche Verfasser der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung) -------------------------------------------------------- "Wenn Ihr Sklaven der Bankiers bleiben und für eure eigene Versklavung bezahlen wollt, dann lasst sie weiterhin das Geld schaffen und den Kredit des Staates kontrollieren." -Sir Josiah Stamp (1880-1941, Direktor der Bank of England, 1928 bis 1941) | |
| | #16 |
| Gedanken zu Finanzwirtschaft und Weltwirtschaft - Was sagt der Common Sense? @ WilhelmHH: Es ist immer wieder erstaunlich, wie gut alte Weisheiten ausgeblendet werden können und wie schnell und oft sie wieder aktuell werden. Eine beliebte Entschuldungspraxis bzw. Minderungspraxis: Hohe Inflation. Bin mir sicher, daß die großen Schuldner USA (nach teilweiser Übernahme der Bankverbindlickeiten) und große Banken das hinbekommen werden. Damit wird das aus Fehlspekulationen und Blasenbildungen entstandene Finanzdeaster erfolgreich sozialisiert (frühere Gewinne sind privatisiert und steuerbegünstigt verschwunden) .Aus der Neubewertung von marktgängigen Leistungen (Energie, Lebensmittel) wird zusätzlicher Preisdruck auf den Normalbürger zukommen. ![]() Ob er das vielleicht mit preiswerter werdenden Flachbildschirmen, Laptops, Autos (?) kompensieren kann? ![]() Ich glaube jedenfalls, daß die Entschuldung über Inflation laufen wird und wir davon auch einiges abbekommen. Zusammen mit Druck auf die Realwirtschaft wird das sehr unangenehm werden. Die Sozialisierung der Verluste bringt ja auch verspätet und überfällig das Thema Managervergütungen und überhaupt das freie Spiel von Marktkräften in eine neue Entscheidungsphase. Dafür daß in Notfällen ja ohnehin die Allgemeinheit geradezustehen hat (schließlich darf der Wirtschaftskreislauf nicht zusammenbrechen oder stark gestört werden), hat sie eigentlich die Berechtigung auch Reserven anzulegen, Sicherheiten von den großen Marktspielern zu fordern (z. B. über Steuern aber auch gesetzliche Vorgaben und tatsächliche Kontrolle von Eigenkapital und Rücklagen) und die beliebten Mergers & Acquisitions strenger zu kontrollieren, ggf. zu beschränken oder anderweitig steuernd zu beeinflussen. Dies wurde der Allgemeinheit aber erfolgreich ausgeredet (durch die Wirtschaft) bzw. verweigert (durch die Politik): Nein, ihr dürft die Märkte nicht regulieren , das machen die Märkte allein. Der Markt bestimmt die Regeln und Preise und pegelt sich vernünftig ein. Tja, und wenn es dann doch nicht funktioniert, weil maßlos übertrieben und fahrlässig bis kriminell gehandelt wurde, dann sind die Schuldigen mit ihren Gehältern und Vermögen weder regreßpflichtig noch beteiligen sie sich in einem angemessenen Umfang. ![]() Hier galt und gilt es rechtzeitig Grenzen einzuziehen (auch wenn diese vielleicht auch nicht immer optimal festgelegt sind- kann man ja ändernd den Erfahrungen anpassen) und grobe Unverhältnismäßigkeiten zu verhindern. Grundlage hierfür: Common Sense und allgemeine Verkehrsauffasssung. Fazit: Die Volkswirtschaften sind die Versicherungen maßloser Marktteilnehmer und haben großzügig darauf verzichtet "Versicherungsprämien" (Steuern und Abgaben) einzuziehen, den Versicherungsumfang zu prüfen und und seinen Wachstum zu begrenzen und vernünftige Sicherheiten für hochriskante Praktiken einzubehalten/einzufordern. | |
| | #17 | ||
| Gedanken zu Finanzwirtschaft und Weltwirtschaft - Was sagt der Common Sense? Vielleicht geht es auch eine Nummer kleiner mit der Kritik. Interview mit Krahnen, Teil 1: Finanzmarkt: Diese Krise ist erklärbar! | Nachrichten auf ZEIT ONLINE Finanzmarkt: Diese Krise ist erklärbar! | Nachrichten auf ZEIT ONLINE Finanzmarkt: Diese Krise ist erklärbar! | Nachrichten auf ZEIT ONLINE Zitat:
Finanzmarkt: Diese Krise ist erklärbar! | Nachrichten auf ZEIT ONLINE Finanzmarkt: Diese Krise ist erklärbar! | Nachrichten auf ZEIT ONLINE Finanzmarkt: Diese Krise ist erklärbar! | Nachrichten auf ZEIT ONLINE Zitat:
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| | #18 |
| Gedanken zu Finanzwirtschaft und Weltwirtschaft - Was sagt der Common Sense? Ich wäre sehr vorsichtig damit, das, was auf uns zukommt, zu klein zu reden. Etliche Grenzen wurden unter der Prämisse "Gehts der Wirtschaft gut, dann gehts den Menschen gut" und umgekehrt schon falsch justiert. Eine Panik und ein großer Vertrauensverlust ist in der jetzigen Krise natürlich das Letzte, was unser Wirtschafts- und Finanzsystem gebrauchen kann, sondern wir benötigen Zeit, um die Probleme ohne Überdruck ableiten zu können (hatte ich schon einmal so beschrieben hier). Dabei sollten aber nicht die Ursachen und Konsequenzen daraus vertuscht werden und die Ableitung in einem weitgehend gerechten Verhältnis erfolgen. Ich bin hier übrigens für eine überproportionale Beteiligung von Bank/Versicherungs-Spitzenmanagern, etlichen Aufsichtsräten und (Wirtschafts-)politikern, gerade auch hierzulande! Zitat Krahen: ...Ich glaube aber, dass man sich gegen solche Tsunamis durch eine richtige Bauweise schützen kann. Das ist sträflich versäumt worden. Diese Krise ist erklärbar! Volle Zustimmung! Gilt auch für unser Banken- und Versicherungssystem. In Aufsicht und genereller Ausrichtung liegt hier einiges im Argen (Bankgesellschaft Ende der 90er, SachsenLB, WestLB, BayernLB, KFW/IKB - alles mit staatlichem Einfluß, aber auch bei den großen Geschäftsbanken gibt es wohl etliche Leichen - nicht umsonst wird die Dresdner nach dem Umweg über die Allianz und jetzt die Commerzbank (2 Kranke?) eigentlich ja verschwinden. | |
| | #19 |
| Gedanken zu Finanzwirtschaft und Weltwirtschaft - Was sagt der Common Sense? Mal zur Auflockerung und bevor es wieder ernst wird (an diesem Wochenende wird ja einiges besprochen und entschieden... Ein Schäfer hütet in einer einsamen Gegend Schafe. Plötzlich taucht in einer großen Wolke ein Cherokee Jeep auf und hält direkt neben ihm. Der Fahrer des Jeeps, ein junger solariumgebräunter Mann in Brioni-Anzug, Cerutti-Schuhen, Ray-Ban-Sonnenbrille und einer YSL-Krawatte steigt aus und fragt:" Wenn ich errate, wie viele Schafe sie haben, bekomme ich dann eins?" Der Schäfer schaut den jungen Mann an und sagt: "Okay." Der junge Mann parkt den Jeep, verbindet sein Notebook mit dem Handy, geht ins Internet auf die Nasa-Seite, scannt die Gegend mit Hilfe seines GPS Satellitennavigationssystems, öffnet eine Datenbank und 52 Excel-Tabellen mit massig Formeln. Schließlich druckt er einen 150-seitigen Bericht auf seinem HiTec-Minidrucker aus und verkündet: "Sie haben hier exakt 1238 Schafe." Der Schäfer antwortet: "Richtig. Suchen sie sich eines aus." Der Mann nimmt ein Tier und lädt es in den Jeep. Der Schäfer schaut ihn an und fragt: " Wenn ich ihren Beruf errate, geben sie mir das Tier dann zurück?" Der Mann antwortet: "Sicher!" Der Schäfer sagt: "Sie sind Unternehmensberater." "Das ist richtig. Wie haben sie das erraten?", will der Mann wissen. "Ganz einfach", belehrt ihn der Schäfer, "erstens kommen sie hierher, obwohl sie niemand gerufen hat. Zweitens wollen sie ein Schaf als Bezahlung dafür, dass sie etwas feststellen, was ich ohnehin schon weiss. Und drittens haben sie keine Ahnung von dem, was ich mache, denn sie haben sich meinen Hund ausgesucht." | |
| | #20 |
| Gedanken zu Finanzwirtschaft und Weltwirtschaft - Was sagt der Common Sense? Zwischenergebnis: Die schwarzen Löcher sind wieder etwas gewachsen (Hypo Real Estate) - Folge einer kreativen Buchführung und eines "dynamischen Anlagestils" trotz einer für Deutschland geltenden Finanzaufsicht?? Der Dominoeffekt geht weiter. Nachbarländer richten auch Sicherheitsfonds, -garantien für Einlagen bei Geldinstituten ein. Deutschland will die Sicherheit der normalen Spareinlagen garantieren. Das könnte auch klappen. Nur um die Werthaltigkeit dieser Einlagen mache ich mir gewisse Sorgen. Mal sehen, ob das Thema Lebensversicherungen nicht auch noch ergibt, daß Anlagen neben den zulässigen Produktlinien erfolgt sind. Negative Effekte auf die Realwirtschaft sind durch Vertrauensverluste ins Finanzsystem zu befürchten, doch könnte eine gewisse Kompensation darin bestehen, daß Bürger ihre "Rücklagen" zu Gunsten von Konsum und Sachinvestitionen auflösen, bevor die Rücklagen einen größeren Kaufkraftverlust erleiden. Über die mittel- und längerfristigen Auswirkungen eines derartigen Effekts bin ich mir unsicher (schwindendes Vertrauen in die Alterssicherung und dem Sinn von Konsumverzicht durch Sparen). Mein Tip ist ja Inflation... | |
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