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| | #1 |
| Training - wie Ich glaube, nur sehr wenige trainieren Schach. Vielleicht irre ich mich, aber es kommt mir so vor, als ob viele dagegen viel spielen und viel theoretisches lernen, aber eben nicht trainieren. Das ist so, als würde jemand im Schulmatheunterricht Sätze und Regeln lernen, ohne sie anzuwenden und ohne sie zu üben, damit sie sitzen. Ich würde das Lernen nennen, aber nicht üben oder trainieren. Abgesehen davon, dass beim üben rauskommt, ob mans wirklich verstanden hat oder nicht. Abgesehen davon gibt es sehr vieles, dass geübt werden könnte und sich extrem auf die Spielstärke auswirkt und mit Schach nichts zu tun hat - das kommt noch dazu. Darum wäre ich doch dafür, Lernlektionen von Training zu trennen. | |
| | #2 |
| Training - wie Hallo, ich frage mich gerade, wie du dir das vorstellst. Ich finde schon, dass auch Lernlektionen zum Training dazugehören. Denn wenn man keine grundlegegenden Dinge zum Thema Schach kennt, dann fehlt einem das Training etwas schwerer. | |
| | #3 |
| Training - wie Damit ich mir Wiederholungen sparen kann wie "meiner Meinung nach" oder "aus meiner Sicht" will ich zu Anfang sagen: alles Folgende natürlich nur meine persönliche Auffassung, die nicht richtig sein muss: Schach hat zwei Aspekte: a) Schach wie ein grosses Rätsel, dass seinen Bertrachter in einen Bann ziehen kann, das einen kaum loslässt bei der Suche nach der Suche nach dem "Geheimnis", welches sich hier und da in mancher Erkenntnis offenbahrt, aber niemals ganz ersichtlich wird. Man spielt nach, analysiert Varianten usw. und wenn man dabei "Fehler" findet, freut man sich - egal ob diese durch weiss oder schwarz gemacht wurden. Schaut man sich dann Eröffnungen an, ist man farbenblind und gute Theoriebücher liest man dann quasi wie "Lösungsbücher". b) Schach als Kampf gegen einen Gegner. Das ist der andere Aspekt. Hier rauft man sich eher die Haare, wenn man seine Fehler (ein-)sieht, man lernt theoretische Prinzipien oder sogar Varianten im Detail, um damit besser zu werden, um damit Gegner schlagen zu können - um zu siegen. Dieses Ich-bezogene Gewinnenwollen tritt häufig in den Vordergrund. Einerseits ist es auch eine andere Motivation - andererseits auch ein anderer Spassfaktor. Dabei is nur zu Beachten, dass dann der psychologische Aspekt hinzukommt, der in Bezug auf Spielstärke, oder Sichtstärke erheblichen Einfluss haben kann. Da sind wir auch beim Thema Psychologie, worauf ich später kurz eingehen werde. Manche denken dabei vielleicht daran, es ginge darum, wie man den Gegner psychologisch stören könnte - das ist vielleicht auch ein Aspekt (sozusagen ein Kampf ausserhalb des Brettes), aber viel wichtiger ist es für den Erfolg, den psychologischen Einfluss auf die eigene Spielstärke zu sehen und daran zu arbeiten. Für alle bei denen die Motivation, sich mit Schach auseinanderzusetzen 100 Prozent aus dem Aspekt a) kommt (siehe oben) muss man kein Trainingskonzept entwickeln. Alle anderen sollten sich klar machen, wie wichtig ein gutes Training ist. Wobei ich glaube, dass wer nun sagte, Aspekt b) wäre für ihn zu 100 Prozent die Motivation, kaum wirklich gut werden kann. Aber da könnte ich mich auch irren. Da unterschätze ich vielleicht die Kraft, die davon ausgehen kann, wenn jemand um alles in der Welt siegen will über andere und es ihm quasi egal ist, ob dies nun beim Boxen oder Schach passiert LOL. Ich komm jetzt auf den Unterschied zwischen Training und Lernen von Theorie zu sprechen. (Theorie jetzt allgemein zu verstehen: von Prinzipien des Schachs, bis hin zu theoretischen Varianten). Beispiel Musik: Jeder Pianist weiss, dass es für ein bestimmtes Stück, das er spielen soll verschiedene "Freiheiten" gibt wodruch er eine ganz bestimmte "Interpretation" des Stücks spielen kann, die er nicht dem Zufall überlässt. Das ist eine enorme Gedächtnisleistung und viele älter werdende Meisterpianisten verloren ihr Gedächtnis und waren nicht mehr in der Lage, irgend eine spezielle Interpretation zu spielen. Erst als man auf die Idee kam, Gedächtnisübungen zu machen, war es auf einmal möglich noch in extrem hohen Alter alle erarbeiteten Interpretationen abrufen zu können. Man könnte sich nun fragen, wieso diese Übungen nötig waren, da doch das Gedächtnis sowieso ständig im training war. Das würde aber den Rahmen hier sprengen - kann ich gerne nachholen. Abgesehen davon - kein Musiker hat irgendwann mal die Noten gelernt, dann die dazugehörenden Griffe oder Tasten - und dann konnte er loslegen. Stupide Fingerübungen stundenlang, Joggen etc. gehören auch dazu. Beim Profitanzen im Standardtanz wird eine einzige Schrittfolge oft mehrere hunder Male ausgeführt - und immer mit Konzentration - bis die Arschbacken schmerzen LOL. - Ob Kampfsport, Musik, Fussball - oder Tippen. Beim Tippen is es doch dasselbe. Keiner lernt mal eben welcher Finger für welchen Buchstaben is und tipp mit 240 Anschlägen los. Nö - das geht ganz stupide mit ffff jjjj ffff jjjj ffff jjjj los - bis es sitzt und dann womöglich noch im Takt einer Musik. Genau das trifft auch auf Schach zu, wobei das Training widerum 3 Aspekte hat, von denen 2 den oberen enstsprechen: 1. das rein schachliche - 2. das psychologische - und ausserdem natürlich 3. das körperliche. Dabei kann man verdammt viele Fehler machen, die einen schlechter werden lassen und am Ende nur dazu führen, dass man keine Lust mehr hat und es nicht mehr bringt. Auf die drei Punkte kann ich auch gerne en detail eingehen, wenn Interesse an meiner Anschauung dazu besteht. Abrufbarmachung - Visualisierung - Instanzendenken - Verhaltensweisen finden und entweder entsprechen oder ändern (geht auch nur durch Übung) - Das Problem beim Training in Bezug auf 1. is allerdings, dass man für eine halbe Stunde effektiven Trainings vielleicht 4-5 Stunden braucht, um es gut vorzubereiten, wobei es dann sogar noch doof ist, dass man es selbst vorbereitet hat - abgesehen davon, dass ein Trainer als "aussenstehender" noch ne andere Bedeutung hat - aber da kann man sich sehr gut behelfen, wenn man sich mit einem anderen - auch bei gleicher Spielstärke - zusammentut - das muss dann nur System haben. - Die Effizienz steigt dabei um ein Vielfaches!! | |
| | #4 | |
| Zitat:
Ich gehöre deutlich mehr zum Typ a. Das sind Menschen, mit denen man in einem Forum bestimmt besser auskommt! Typ b ist u.U. nicht teamfähig. Ich würde aber gern meine Fehlerquote reduzieren, mich ein wenig verändern. Dein Beitrag orientiert natürlich auf Turnierschach mit normaler Bedenkzeit. Nur dort lässt es an sich arbeiten. | ||
| | #5 |
| da Auch wenn man eher zu Typ A gehört kann man natürlich auch den Anspruch haben, nicht nur das Spiel selbst zu sehen sondern auch sich selbst - rausholen was geht, schauen was drin ist, weiterentwickeln usw. - Das hatte ich gar nicht erwähnt, aber da muss ich Dir voll Recht geben. Manche meiner Ideen zum Training sind vielleicht gar nicht effektiv und sogar lächerlich - ich hab dann nix dagegen, wenn man das äussert. Jedenfalls will ich demnächst mehr reinstellen - auch konkrete Schachaufgaben. Muss mal schaun, wie ich hier ne Board-Grafik reinsetzen kann. | |
| | #6 |
| Ich fand deinen Beitrag einen sehr gelungenen Start! Nicht jeder kann jedem folgen. Timman schrieb mal, das er nicht wie Botwinnik trainieren konnte. Ich hätte nur sehr begrenztes Interesse am Turniertanz, quasi um die Trainingsmethoden kennenzulernen. Der einzelne Mensch ist dort nur ein Tanzsportgerät. Für eine bestehende Partnerschaft kann Turniertanz bestimmt sehr belastend sein. Beim Tango Argentino kommt es sehr auf Führung an. Trotzdem kann man den Damen relativ viel Freiheit geben. Turniertanz ist in hohem Maße ablatschen von langen Folgen und sehr raumgreifend. Für normale Tanzgelegenheiten nur bedingt geeignet. Tango Argentino kommt auf kleineren Flächen recht gut zurecht. P.S.: Zwar habe ich vor kurzem den C-Trainer Schach gemacht, aber nur erste Eindrücke vom Schulschach für absolute Anfänger. Für absolute Anfänger sind die ersten Gaffron-Broschüren von hohem Seltenheitswert. | |
| | #7 |
| Training - wie Alter Schwede Wilhelm - Du hast n Trainerschein - Klar - es ist was anderes, ob man hier Aufgaben reinstellt, oder interessante Partien mit Kommentaren etc., oder ob man live mit einem Trainer zu tun hat, der einem die Sachen serviert, direkt fordert, verbessert, Schwächen erkennt etc. . Vielleicht findest Du ja sogar über dieses Forum Interessierte, die das online mit Dir machen wollen - das geht ja inzwischen auch saugut über diverse Schachserver! Ansonsten bin ich sicher, dass Du die eine oder andere Trainingsmethode drauf hast und wäre dankbar, wenn Du was darüber schreiben würdest. Andererseits findest Du ja vielleicht hier auch selbst das eine oder andere, das Du verwenden kannst. Abgesehen davon is so ein Forum ja kein Schachbuch - egal wie gut durchstrukturiert, aber dafür hat jeder die Möglichkeit nachzufragen, zu verbessern ... . Sicher sind die Spielstärken sehr unterschiedlich, aber es sollte sich wohl niemand schömen, vermeindlich dumme Fragen zu stellen oder selbst Beiträge zu posten - denn dann hat jeder was davon. | |
| | #8 |
| Der Trainerschein war mehr eine Zeitfrage. Die inhaltlichen Vorraussetzungen waren bei mir voll gegeben. Zeitraubend ist die Zusammenstellung des Trainingmaterials. Auch arbeite ich mich lieber von der Pike hoch, falls das Leben mir dazu Zeit läßt. D.h. ich beschränke mich auf Anfängertraining. Zum Glück gibt es seit kurzem dafür genug Material. Bei den Turniertänzern entspricht der C-Trainer Schach dem Übungsleiter. Ob das in allen Bundesländern so ist, weiß ich nicht. Diese Vorstufe würde vor allem an eigenen der Spielstärke festgemacht werden. Ein Vergleich mit anderen Sportarten wäre interessant. Wahrscheinlich sind die Turniertänzer anspruchsvoll und die Schachspieler müssen sehr um eine Massenbasis bemüht sein. | |
| | #9 |
| Training - wie und woher bekommst Du das Trainingsmaterial? Oder soll das nur Trainern mit Schein vorbehalten sein? | |
| | #10 |
| Training - wie Ich empfehle zum Unterricht für Anfänger die Broschüren von Paul Gaffron und von Brunthaler. Beide haben DIN A4 Format und sind somit schon eine Kopiervorlage! Nahezu alles aus dem Blauer Punkt Verlag ist absolut empfehlenswert! Brunthaler unterstützt damit Trainer hervorragend. Es darf für Unterrichtszwecke kopiert werden. Auch die DIN A4-Wälzer vom Polgarvater sind gut, aber unhandlich. Für absolute Anfänger sind die ersten Gaffron-Broschüren von hohem Seltenheitswert. Gut ist auch Vámos, Viktor: Schachtaktik für Anfänger Caissa Chess Book | |
| | #11 |
| Training - wie Bei mir in der nähe der Stadt konnte man auch den Trainerschein machen. Der Lehrgang, bei dem man den Trainerschein machen konnte, ging ein ganzes Wochenende lang. Nur leider konnte ich dort nicht teilnehmen. Ob ich so eine Chance wohl wieder bekommen? | |
| | #12 |
| Training - wie und wat kost sowat alles inklusive? | |
| | #13 |
| Ein Trainerschein des DSchachB dauert länger! Es geht über mehrere Wochenenden. Wir hatten auch noch eine 4,5 Tage-Woche. Erste Hilfe-Schein gehört dazu. | |
| | #14 |
| Training - wie In einem Forum wie diesem sammelt sich natürlich auch ne Menge Trainingsmaterial. Ich hab jetzt in der Kategorie Gambits unter Budapester Gambit eine Partie gepostet mit einem Eröffnungsfehler - ich meine, sie gehört in diese Kategorie. Jemand, der nun Trainingsmaterial sucht, schaut dort aber vielleicht gar nicht nach, weil er diese Eröffnung nie spielt oder umgeht und darum der Meinung ist, eine solche Stellung sowieso nie auf dem Brett zu bekommen. Und er schaut dort vielleicht auch nicht anch, weil er meint, da stehen "nur" Varianten. Aber die Stellung, in der der Fehler gemacht wird eignet sich ebenso gut zum trainieren der Rechenstärke, denn sie könnte auch unter einer Rubrik stehen: wieso war der letzte zug von weiss falsch? - oder nach dem zug von weiss: schwarz zieht und gewinnt. oder "sehen sie die Kombi nach Sxf2 für schwarz?" - Dabei wäre es total egal, wie es zu der Stellung kam. Trotzdem hab ich sie lieber unter Eröffnungen gepostet, obwohl die Stellung auch in Hinblick auf andere Themen genutzt werden könnte. | |
| | #15 |
| Training - wie Ich empfehle zum Anfang ein Taktikbuch mit Lösungsaufgaben für Kombinationen. So schult man seine Rechentiefe und sein Auge, das nun leichter Kombinationen aufspüren oder sogar vorbereiten kann und außerdem seine Phantasie. Für Fortgeschrittene halte ich die Bücher von Jussupov und Dworetzki für das Beste. Es sind zwar Wälzer, man kann aber ungemein viel mitnehmen, wenn man sie denn gewissenhaft durcharbeitet. Ein praktischer Tip: Geht in die nächste Bibliothek und dann zur Sportecke. Dort findet man in der Regel ein ganzes Sortiment an Schachbüchern, die man kostenlos ausleihen kann. So kann auch der nicht so Vermögende auf seine Kosten kommen. | |
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