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Zweischneidige Pläne

Diskutiere Zweischneidige Pläne im Mittelspiel / Angriff, Verteidigung und Strategie Bereich; Was haltet ihr eigentlich von zweischneidigen Plänen? Zweischneidige Pläne sind Pläne, welche das Gleichgewicht einer Stellung aus den Angeln reißen. Sie bringen Vor- und Nachteile ...





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Umfrageergebnis anzeigen: Habt ihr ein Faible für zweischneidige Pläne?

Ja 7 41,18%
Nein 7 41,18%
Enthaltung 3 17,65%
Teilnehmer: 17. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen

Alt 05.09.2008, 17:18   #1
Kiffing
Zweischneidige Pläne

Was haltet ihr eigentlich von zweischneidigen Plänen?
Zweischneidige Pläne sind Pläne, welche das Gleichgewicht einer Stellung aus den Angeln reißen. Sie bringen Vor- und Nachteile und damit immer ein gewisses Risiko. Die entstehende Stellung, aus dem positionellen Gleichgewicht gerissen, nimmt auf einmal einen stark taktischen Charakter an. Ich denke daher, daß Spieler, die gut in Taktik sind und diese mögen, am ehesten bereit sind, sich auf waghalsiges Geländer zu begeben. Auch kommt es wohl darauf an, ob man eher die Chancen oder die Gefahren im Blickpunkt hat, wenn man sich von den vertrauten Ufern entfernt.

Doch was seid ihr so für ein Spielertyp und wie spielt ihr so bezüglich zweischneidiger Pläne? Prominente Gegensätze in dieser Frage sind Wladimir Kramnik und Michail Tal.
 
Alt 05.09.2008, 19:00   #2
Gast1523
Zweischneidige Pläne

[QUOTE]
Zitat:
Zitat von Kiffing Beitrag anzeigen
Was haltet ihr eigentlich von zweischneidigen Plänen?
Zweischneidige Pläne sind Pläne, welche das Gleichgewicht einer Stellung aus den Angeln reißen. Sie bringen Vor- und Nachteile und damit immer ein gewisses Risiko.
Hallo Kiffing! Ich neige persönlich dazu ,scharfe, zweischneidige Pläne und Eröffnungs-Varianten abseits der sog. Hauptvarianten zu suchen , Varianten, die zwar von der allg. Theorie oftmals als weniger erfolgversprechend eingeschätzt werden, die aber einen hohen Grad an taktischen Finessen und Überrasschungsmomenten haben.
Einige Beispiele: mit Weiß gegen die Holl. Verteidigung: Staunton-Gambit, als Schwarzer gegen Spanisch wähle ich häufig in der offenen Verteidigung die sog. Rigaer Variante oder als Schwarzer in der Tarrasch-Verteidigung das
Schara-Henning Gambit. Ähnliches trifft auch auf die Erstellung von Plänen im Mittelspiel zu , bei denen ich i.d.R. eine scharfe taktische Auseinandersetzung
dem vorsichtigen Positionsspiel bevorzuge und in denen ich konsequent und kompromisslos den Angriff suche.
Das hängt bei mir sicherlich mit der einstmaligen Ausprägung in jungen Jahren-also Anfang der 60-er Jahre zusammen . Michael Tal eroberte damals mit seinem Ungestüm im Kampf um die Weltmeisterschaft gegen M. Botwinnik die Herzen der jungen Leute und unter diesem Eindruck
galten damals die vorsichtigen Positionsspieler oder Verteidigungskünstler häufig als "Weicheier" , wie man im heutigen Sprachgebrauch sagen würde.
Das hat mich geprägt und hält eben "ein Leben lang" an-mit der Konsequenz, dass ich kaum mal zum Remis kommen ,sondern dass ich gewinne oder eben halt verliere.
Besonders krass ist diese Erscheinung, wenn ich an Einzelturnieren teilnehme , weil ich dort sozusagen ohne Rücksicht auf Verluste "loslegen" kann.Dann brennt meistens die Luft .
In Mannschaftspartie halte ich mich diesbezüglich etwas zurück-soweit das halt geht und mich nicht trotz aller Mannschaftsdienlichkeit "der Teufel reitet", was hin und wieder doch vorkommt.
Soweit zu meinem aggressiven Spielstil-der oft schöne Erfolge zeitigt aber auch mitunter in reinen Katastrophen endet, weil ich ganz einfach manchmal die Verteidigungsressourcen des Gegners unterschätze. Dann gilt: Dumm gelaufen!
In beiden Fällen gilt aber vor allem: Schach ist ein Spiel-nicht mehr und nicht weniger. Was macht es aus, eine Partie gewonnen oder verloren zu haben ? Nichts! Jedenfalls nicht mehr, wenn man die 60-er Lebensjahre schon ein ganzes Stück überschritten hat und man nicht mehr der Meinung ist , im Schach etwas Bedeutendes erreichen zu müssen/können. Es reicht halt, wenn das Spiel Freude macht und Kontakte pflegt.!

mfg Wolfgang
 
Alt 05.09.2008, 23:47   #3
Gast197
Zweischneidige Pläne

Ein Schachspieler muss sich denke ich immer wieder auf zweischneidige Stellungen einlassen, je nachdem, was die Situation im Turnier/Mannschaftskampf verlangt. Und wenn der Gegner wild rumopfert, kann man sich zweischneidigen Kämpfen eh kaum entziehen.

Ich denke einfach, dass jeder Schachspiele auch abundzu mal "die Sau rauslassen muss".
 
Alt 06.09.2008, 23:04   #4
Dave
Zweischneidige Pläne

Ein Faible für zweischneidige Pläne habe ich zwar nicht, abgeneigt bin ich allerdings nicht.
 
Alt 07.09.2008, 00:59   #5
blotto
Zweischneidige Pläne

Hatte ich heute gerade angewendet. Ich stand positionell wohl auf lange Sicht auf Verlust und habe deswegen das Spiel verkompliziert, mit dem Wissen, dass ich bei richtigem Spiel des Gegners vermutlich noch schlechter stehen würde als vorher. Aber es hat geklappt, er hat in den taktischen Verwicklungen ein Bauern und seine gute Position verloren und ich hab gewonnen.
 
Alt 07.09.2008, 18:08   #6
Fritz7
Zweischneidige Pläne

Kommt ganz darauf an ob ich im Vorteil oder im Nachteil bin.
 
Alt 09.09.2008, 10:25   #7
hoppelstoppler
Zweischneidige Pläne

Nein, aber bevor ich überhaupt keinen Plan (mehr) habe, freue ich mich schon über einen zweischneidigen... Kein Plan ist eben gar nichts!
 
 

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