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Dame gegen Turm - eine Einführung

Diskutiere Dame gegen Turm - eine Einführung im Endspiel Bereich; Es wird ja nicht in allen Endspielbüchern erklärt. Gestern war es bei chesstempo soweit, ich bekam folgende Stellung vorgesetzt, die ich nach einigen Minuten auch ...





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Alt 20.03.2012, 16:22   #1
bogidorus
Dame gegen Turm - eine Einführung

Es wird ja nicht in allen Endspielbüchern erklärt. Gestern war es bei chesstempo soweit, ich bekam folgende Stellung vorgesetzt, die ich nach einigen Minuten auch bewältigte. Ich versuch zu erklären, worauf es da ankommt.

Generell ist das Endspiel nicht einfach. Allerdings ist es auch nicht einfach zu verteidigen. Natürlich geht es erstmal darum, mit Zugzwang den gegnerischen König an der Rand und ins Eck zu drängen. Vielleicht kann ja jemand hier illustrieren, wie man das genau macht. Ich bin da nicht so supergut drin, ich hab es vor paar Monaten mal zweimal gegen den Computer versucht (mit Zeitbegrenzung: 5 Minuten + 10 Sekunden/Zug), einmal gelang es mir recht schnell, einmal gar nicht. Ich kriegs also vielleicht irgendwie hin, aber kanns nicht erklären.

1... Kf3
Der Zug ist noch einfach.

2.Tg2 Bloss zusammen bleiben, zusammen sind wir stark

Das ist die Schlüsselstellung, die auch im Spiel schwacher Spieler gegeneinander häufig erreicht wird:



Hier beginnen aber dann meist die Probleme. Naheliegend ist Dh3, um einfach Dxg2# zu drohen. Das bringt aber nichts, Weiß gibt auf f2 Schach, der König muss weg, denn wenn er nach g3 läuft, opfert sich der Turm auf f3, und es ist patt!

Der springende Punkt ist, dass die Stellung ganz hervorragend ist. Zugzwang. Das ist es. Zugzwang. Wenn Weiß hier ziehen müsste, muss der Turm sich vom König entfernen (2.Kf1?? Dh3 und Dxg2). Es gibt nur ein Problem. Schwarz ist selber am Zug. Er muss also ein Tempo "verlieren". Dieselbe Stellung erzwingen mit Weiß am Zug. Schach-Schach-Dh4. Nach ein oder zwei Minuten findet man dann:

2.-Dd4+ 3. Kh2

(3.Kf1?? Dd1#)
(3.Kh1 Dh8+ 4.Kg1 wie Partie, 4.Th2?? Da1#)

Dh8+ 4. Kg1 Dh4

Es ist geschafft, das schwarze Damenmanöver war ein Dreiecksmanöver (verbinde in Gedanken die Felder h4, d4 und h8 miteinander). Einer der wichtigsten Tricks im Endspiel, um Zugzwang zu schaffen. Der König kann sowas auch (Kb4-c4-c3-b4), meist ist das in Bauernendspielen ein Thema. Auch Turm und Läufer können Tempos "verlieren", der Springer kann es nicht, weil er immer die Farbe wechselt.



Nun muss sich der Turm vom König entfernen (5.Kf1?? Dh3 und Dxg2), und kann per Doppelangriff erobert werden.

5. Tg8 (es ist eine gute Übung, zu überlegen bzw mit dem Computer zu üben, wie man den Turm nach anderen Turmzügen abholt)



hier ist Nachdenken leichter als Rechnen. Man überlegt einfach: auf welchem Feld will ich Schach geben. Auf a2! Danach kann ich den Turm schlagen.

5.-De1+ 6. Kh2 Dd2+ 7. Kg1 Dc1+ 8. Kh2 Dc2+

Die letzte Feinheit. Die Dame muss so Schach geben, dass der König nicht nach h3 entwischen kann. Also immer so, dass nach Kh3 auf der h-Linie mattgesetzt werden kann. Nach 8.-Db2+? kann der König nach h3, weil der Tg8 das Mattfeld h8 deckt.

9. Kg1 Db1+ 10. Kh2 Da2+

Geschafft!
 
Alt 20.03.2012, 16:26   #2
Tolya
AW: Dame gegen Turm - eine Einführung

Der Dreiecksgedanke muss man kennen. der Rest ist Übung
Täglich und nach 2-3 Wochen müsste das klappen.

AM Anfang ist es aber frustrierend wenn es jedes mahl Patt wird
 
Alt 20.03.2012, 16:35   #3
Gelegenheitspatzer
AW: Dame gegen Turm - eine Einführung

6. De5+(!) Kh1 7. Da1+ Kh2 8. Da2+ ist noch schneller!

Schwierig ist in meinen Augen das Brechen der "3. Reihe"-Verteidigung und schon vorher das Abdrängen in diese Stellung.

Beispiel:
 
Alt 20.03.2012, 17:12   #4
bogidorus
AW: Dame gegen Turm - eine Einführung

Zitat:
Zitat von Gelegenheitspatzer Beitrag anzeigen
6. De5+(!) Kh1 7. Da1+ Kh2 8. Da2+ ist noch schneller!
Ja, ja, die Jugend von heute ist taktisch gestählt. Bei mir wird es langsam besser, aber mein Standardwertung bei chesstempo ist immer noch um einiges schlechter als meine DWZ.

Gegen chesstempo hab ich auch nicht 5.-De1+ gespielt, sondern 5.-Dd4+. (und danach Dd2+, De5+ geht da freilich auch, hab ich nicht gesehen, da hab ich nicht mehr überlegt, ich hab nach 5.-Dd4+ nur noch 2 Sekunden pro Zug oder so überlegt) Habs aber hier in 5.-De1+ abgeändert, dieses abwechselnde Schachgeben mit kurzen Zügen auf den ersten beiden Reihen finde ich hübscher.
Zitat:
Zitat von Gelegenheitspatzer Beitrag anzeigen
Schwierig ist in meinen Augen das Brechen der "3. Reihe"-Verteidigung und schon vorher das Abdrängen in diese Stellung.

Beispiel:
Die Stellung finde ich auch schwer. Hier sind Experten gefragt!
Man kann's zwar mit der Engine üben, aber irgendwie lernt man da auch nicht viel, wenn die Engine sagt, dass Zug 1 Matt in 28 ist, und Zug 2 Matt in 26, und man versteht nicht, warum. Manchmal ist der Zug 1 aus menschlicher Sicht sogar besser, weil systematischer.
 
Alt 20.03.2012, 17:43   #5
seb
AW: Dame gegen Turm - eine Einführung

Danke
 
Alt 20.03.2012, 17:50   #6
Einstein90
AW: Dame gegen Turm - eine Einführung

Danke für die Einführung. Bewegt einen dazu, sich näher mit der Matierie zu befassen.
 
Alt 20.03.2012, 19:59   #7
Gast8973
AW: Dame gegen Turm - eine Einführung

Dieses Thema wird in den gängigen Endspiellehrbüchern tatsächlich - für meinen Geschmack - etwas stiefmütterlich behandelt. Sehr empfehlenswert ist da Nunns "Secrets of Pawnless Endings", nach dem Durcharbeiten des entsprechenden Kapitels hatte ich keine Probleme mehr, aus beliebiger Stellung gegen die Tablebases zu gewinnen,
Ein sehr nützlicher Anhaltspunkt ist, dass man normalerweise problemlos gewinnt, wenn der angreifende König es straflos auf die 3. (6. / f- oder c-Linie) Reihe schafft, wie ja auch im ersten Diagramm des Threads möglich.
Wem die dort entstehende Philidor-Stellung unbekannt ist, kann sowieso nur auf gut Glück rumstochern, das Dreiecksmanöver ist absolute Bedingung, um D vs T planvoll gewinnen zu können.
Wie man die 3-Reihe-Verteidigung bricht, sollte man wohl auch einfach wissen, das zu finden ist sehr schwer.
Trivial, aber letztens Endes die Erkenntnis, die mich diesem Endspiel einen großen Schritt näher gebracht hat: Die Dame kann diagonal ziehen bzw Felder abdecken, das ist ihre große Stärke gegenüber dem Turm und sollte unbedingt genutzt werden.
 
Alt 21.03.2012, 13:31   #8
OpaBezwinger
AW: Dame gegen Turm - eine Einführung

Zitat:
Zitat von Intucal Beitrag anzeigen
Dieses Thema wird in den gängigen Endspiellehrbüchern tatsächlich - für meinen Geschmack - etwas stiefmütterlich behandelt. Sehr empfehlenswert ist da Nunns "Secrets of Pawnless Endings", nach dem Durcharbeiten des entsprechenden Kapitels hatte ich keine Probleme mehr, aus beliebiger Stellung gegen die Tablebases zu gewinnen

Hat einer von Euch noch einen Tipp, in welchem Endspielbuch ich über K+T+L vs. K+T nachlesen könnte? Nach wie vor bekomme ich Ausschlag, wenn ChessTempo mir das wiederholt vor die Nase setzt. Da ist das Durchbrechen der dritten Reihe bei K+D vs K+T Kindergarten dagegen

O.
 
Alt 21.03.2012, 14:08   #9
problemist
AW: Dame gegen Turm - eine Einführung

Probier mal "Basic Endings", Vlado Kovacevic, 953-97142-2-2.
 
Alt 21.03.2012, 15:56   #10
Gast8973
AW: Dame gegen Turm - eine Einführung

Zitat:
Zitat von OpaBezwinger Beitrag anzeigen
Hat einer von Euch noch einen Tipp, in welchem Endspielbuch ich über K+T+L vs. K+T nachlesen könnte? Nach wie vor bekomme ich Ausschlag, wenn ChessTempo mir das wiederholt vor die Nase setzt. Da ist das Durchbrechen der dritten Reihe bei K+D vs K+T Kindergarten dagegen

O.
Ich würde Nunns "Secrets of Pawnless Endings" empfehlen
 
Alt 21.03.2012, 16:12   #11
Zeitnot 96
AW: Dame gegen Turm - eine Einführung

Gute Auffrischung!
Ich hatte mir das zwar auch schon alles mal angeschaut, aber man kann es halt nur durch durchhafte Wiederholung und Übung im Kopf behalten.

Danke bogidorus!
 
Alt 21.03.2012, 16:53   #12
bogidorus
AW: Dame gegen Turm - eine Einführung

Zitat:
Zitat von OpaBezwinger Beitrag anzeigen
Hat einer von Euch noch einen Tipp, in welchem Endspielbuch ich über K+T+L vs. K+T nachlesen könnte? Nach wie vor bekomme ich Ausschlag, wenn ChessTempo mir das wiederholt vor die Nase setzt.
Basics in Pachman, Endspielpraxis im Schach, 1977 (mein eigenes Exemplar behalte ich, bei Amazon finden sich aber mehrere Angebote unter 2 Euro ).

Basics UND Survivalkit für Turnierpartien (wichtigste Verteidigungstechniken: Cochrane, 2.Reihe) in Nunns Schachgeheimnisse/ (engl. Original Secrets Of Practical Chess)

Eine ausführliche Abhandlung auf 60 Seiten hier:
Zitat:
Zitat von Intucal Beitrag anzeigen
Nunns "Secrets of Pawnless Endings".
Wer 2700 reißen will, kommt da kaum drum rum

Selber hab ich mich um dieses Endspiel lange gedrückt, aber folgende Partie hat mich in der Liveübertragung so fasziniert, dass ich mich bisschen damit befasst hab, hab mir damals eingebildet, es verstanden zu haben, war aber doch eher oberflächlich, wenn ichs jetzt nachspiel, ahn ich nur ein bisschen was


[Event "FIDE World Cup 2011"]
[Site "?"]
[Date "2011.09.07"]
[Round "26.1"]
[White "Dominguez Perez, Leinier"]
[Black "Polgar, Judit"]
[Result "0-1"]
[WhiteElo "2710"]
[BlackElo "2701"]
[ECO "B33b"]

1.e4 c5 2.Nf3 Nc6 3.d4 cxd4 4.Nxd4 Qb6 (Die zweite Partie: Judit Polgar lag mit 0:1 zurück, musste die Partie daher unbedingt gewinnen, um den Schnellschach-Tiebreak zu erreichen) 5.Nb3 Nf6 6.Nc3 e6 7.Bg5 a6 8.Qf3 Be7 9.Qg3 d6 10.O-O-O O-O 11.Kb1 Rd8 12.f4 Qc7 13.Bd3 b5 14.Qh4 h6 15.Bxh6 gxh6 16.Qxh6 Ne8 17.e5 f5 18.Bxf5 exf5 19.Nd5 Bf8 20.Nxc7 Bxh6 21.Nxa8 Bxf4 22.exd6 Bxd6 23.Nb6 Be6 24.Nd5 Kf7 25.Ne3 Nf6 26.g3 Ng4 27.Nxg4 fxg4 28.Nd4 Nxd4 29.Rxd4 Bc7 30.Rf1+ Ke7 31.Re4 Rg8 32.a4 Bd6 33.axb5 axb5 34.Rf5 b4 35.Rh5 Rg6 36.h3 gxh3 37.Rxh3 Kd7 38.Rh7+ Kc6 39.b3 Bd5 40.Re3 Bxg3 41.Ra7 Rg4 42.Ra4 Bf4 43.Re1 Bd2 44.Rd1 Bc3 45.Ra6+ Kb7 46.Ra5 Be4 47.Ra4 Rg2 48.Ra2 Kb6 49.Rd6+ Kb5 50.Rd1 Bf3 51.Rf1 Kc5 52.Ra7 Be4 53.Rc1 Kb6 54.Ra2 Rg3 55.Rf1 Bg7 56.Kc1 Rg2 57.Kb1 Rd2 58.Kc1 Rh2 59.Kb1 Bc3 60.Rd1 Bf3 61.Rf1 Kc5 62.Ra7 Be4 63.Rc1 Kd4 64.Rd7+ Ke3 65.Re7 Rh6 66.Ra7 Bd2 67.Rg1 Kf2 68.Rd1 Ke2 69.Rg1 Be3 70.Re7 Rh4 71.Rg8 Bd4 72.Ka2 (ungefähr ab hier hab ich das live im Video mitverfolgt) Kd2 73.Rd7 Bxc2 74.Rh8 Rxh8 (74.-Kc1!!) 75.Rxd4+ Bd3 76.Rxb4 (Tablebases erreicht) 76... Kc3 (einziger Gewinnzug) 77.Ra4 Rh2+? (77.-Tb8!! 78.Ta3 Tb4 Zugzwang 79.Ka1 Bc2 80.Ra7 Bxb3 bzw. 80.Ka2 Bxb3+ 81.Ka1 Rh4) 78.Ka3! (einziger Remiszug) 78... Rb2 79.Rg4? (es gab zwei äüßerst schmale Remiswege) Rxb3+ (die Philidorsche Gewinnstellung, die Stellung bleibt bis zum Schluß gewonnen, aber...) 80.Ka4 Rb1 81.Ka5 Rb5+ 82.Ka4 Rf5 83.Rg3 Rf4+ 84.Ka3 Rf1 85.Rg2 Rh1 (schneller 85.-Rb1! 86.Rh2 Bf1) 86.Rb2 Ra1+ 87.Ra2 Rb1 88.Rg2 Rb3+ 89.Ka4 Rb4+ 90.Ka3 Rb6 91.Rg4 Ra6+ 92.Ra4 Rb6 93.Rg4 Rb7 94.Rh4 Rb1 95.Rh2 (EINMAL) 95... Rb6 (95.-Bf1!) 96.Rh4 Bf1 97.Rg4 Rb5 98.Rg3+ Bd3 99.Rg4 Rb1 100.Rg2 Rb3+ 101.Ka4 Rb5 102.Rg4 Rf5 103.Ka3 Rf1 104.Rg2 Rb1 105.Rh2 (ZWEIMAL) 105... Bf5 (Oje, 105.-Bf1!) 106.Rg2 Bd3 (die Frage ist allerdings, ob es für Schwarz einen Gewinnweg gibt, wo sie dreimalige Zugwiederholung vermeidet) 107.Rh2 (DREIMAL dieselbe Stellung! Er hätte nur reklamieren müssen, und zwar bevor er zieht, hat auch aufs Formular geguckt, im Video klar zu sehen, aber war unsicher, und auf der Uhr waren auch nur noch 90 Sekunden oder so, pro Zug gab es 30 dazu) 107... Bf1! (endlich) 108.Rf2 Bc4 109.Rf3+ Bd3 110.Rf2 Rb3+ 111.Ka2 Rb6 112.Ka1 Rg6 0-1
 
Alt 21.03.2012, 17:24   #13
ruf012
Übungsbeispiel

:#3
im Unterforum Damenendspiele
Dame gegen Turm #10

Danke.
 
Alt 21.03.2012, 17:31   #14
OpaBezwinger
AW: Dame gegen Turm - eine Einführung

Hi,

LOL, kaum heute diesen Beitrag gelesen, schon von CT vorgesetzt bekommen:

Chess Tactics Problems

Noch mal die Beschreibung von bogidorus durchgelesen und dann im Blitzmodus nach diesem Muster gelöst. Nach 1...Dg6 2. Tg7 De8 3. Kh7 Kf6 wurde die Ausgangsstellung für das Dreieckmanöver erreicht. Danach kurz geschaut, wie ich die Dame auf g1 bekomme, fertig! 1...Dg6 waren zwar +3Züge, aber egal. Jetzt muss ich nicht mehr rechnen, sondern abspulen! Danke bogidorus!

Jetzt noch fehlt uns noch ein Muster für das Durchbrechen der Verteidigung auf der dritten Rheihe und das Endspiel K+D vs K+T kann abgehackt werden

Dann aber muss ich noch am T+L vs T feilen, da dieses Motiv auf CT sehr oft vorkommt und ich da zu oft leiden muss...

O.

EDIT: Danke für die Literaturvorschläge
 
Alt 21.03.2012, 19:22   #15
bogidorus
AW: Übungsbeispiel

Zitat:
Zitat von ruf012 Beitrag anzeigen
:#3
im Unterforum Damenendspiele
Dame gegen Turm #10

Danke.
Ja, dein erstes Diagramm ist tatsächlich der springende Punkt, das hast du sehr schön gemacht , damals hab ich das Schachfeld noch nicht regelmässig gelesen.ich hab es mal ergänzt hier und nach deinem Schlußzug 4.Zug Df5!! paar Züge als Illustration ergänzt, das gibt aber allenfalls eine Ahnung, ist halt - wie auch Nunn schreibt - nicht sehr intuitiv den König rauszulassen. Die Kernidee, die ich mir irgendwie einpräge: Es geht vor allem darum, den Turm von der dritten Reihe zu vertreiben, König darf man rauslassen.
Zitat:
Zitat von ruf012 Beitrag anzeigen
Teil 1: sT pendelt auf der 3.Reihe.

[FEN "8/8/8/8/3QK3/7r/4k3/8" w - - 0 1]
Qb2 (Drängt den sK auf die Randreihe.) Kd1 ([Ke1 A+-] Versucht, in der Mitte der Randlinie zu bleiben.) Qf2 (Nimmt dem sT die Felder [e3..g3] und h3 [wegen Df1].) Ra3 Kd4 (Nimmt dem sT das Feld c3.) Rb3 Qf5 (Nimmt dem sT das Feld a3[wegen Ta3 Db1 Kd2 Db2].Somit bleiben dem sT keine Felder zum Pendeln auf der 3.Reihe. [Tg3 Df1 Kd2 Df2]) Kd2 (ab hier bogidorus) Qa5 (Seitenwechsel) Kc2 Qa2+ Rb2 Qc4+ Kb1 Kd3 (und den Rest schafft man dann irgendwie schon)
 
Alt 21.03.2012, 20:16   #16
ruf012
AW: Dame gegen Turm - eine Einführung

Züge von shredderchess.de.

Danke für das Kompliment.
 
Alt 22.03.2012, 00:24   #17
Brilly Wandt
AW: Dame gegen Turm - eine Einführung

Ich hab hier gute alte Awerbach-Endspielbücher,da wird das auch genügend behandelt.Hat mir nur nichts genutzt als ich es wirklich mal Live in einem Turnier auf dem Brett hatte.Zeit knapp und dann schlägt eben Alzheimer zu.Ergebnis Remis.Das hat mich so gewurmt das ich noch mal nachgelesen habe und nun öfters mal gegen den Blechkumpel durchspiele zur Übung.Vielleicht hat man das ja in 10-20 Jahren wieder auf dem Brett.Speziell merken sollte man sich folgendes beim 2ten Diagramm von Bogodirus Erstpost:Wenn die Damenseite am Zug ist muss durch Dreiecksmanöver die gleiche Stellung nach ein paar Zügen stehen wie im Diagramm - nur das die Turmseite am Zug ist.Die Turmseite hat nun Zugzwang weil sie nun einen schlechten Zug machen muss.Dreiecksmanöver der Dame ermöglichen nun die Erobererung des Turmes.
 
Alt 22.03.2012, 22:23   #18
Gast8973
AW: Dame gegen Turm - eine Einführung

Hier scheinen viele ziemlich fixiert auf die Philidor-Stellung dieses Endspiels zu sein. Die Kenntnis des Dreiecksmanövers stellt aber vielleicht höchstens 5% der Arbeit dar, die notwendig ist, um D vs T wirklich zu beherrschen.
 
Alt 23.03.2012, 00:43   #19
OpaBezwinger
AW: Dame gegen Turm - eine Einführung

Chess Tactics Problems geschafft! So langsam hab'ich's drin (von den letzen vier Aufgaben waren drei D vs T und ein mal L+S vs K )

O.
 
Alt 23.03.2012, 11:07   #20
Patt
AW: Dame gegen Turm - eine Einführung

Kann zu beiden (und eigentlich allen) Endspielen noch ein 3. Buch von John Nunn empfehlen: "Understanding Chess Endgames" (2009).

Und die Fortsetzung für Profis: "Nunns Chess Endings", 2 Bände (hab ich noch nicht geschafft).
 
 

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