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Schach Eröffnungen

Diskutiere Schach Eröffnungen im Eröffnung Bereich; Allgemein Es liegt auf der Hand, dass jeder Spielzug den weiteren Spielverlauf beeinflusst. Das liegt wohl hauptsächlich daran, dass man keinen bereits getätigten Spielzug wieder ...





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Alt 26.11.2005, 14:29   #1
Seraphin
Schach Eröffnungen

Allgemein

Es liegt auf der Hand, dass jeder Spielzug den weiteren Spielverlauf beeinflusst. Das liegt wohl hauptsächlich daran, dass man keinen bereits getätigten Spielzug wieder zurücknehmen darf

Es dürfte jedem Spieler klar sein, dass man eine Partie nicht gleich mit einem erfolgreichen Mattangriff beginnen kann. Die Möglichkeiten zu einem erfolgreichen Mattangriff entstehen erst später im fortwährenden Machtkampf um die Position und um das Material. Hierbei gilt der Grundsatz:

Je besser der Positions- und Materialvorteil, desto mehr Möglichkeiten das Spiel zu gewinnen.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Zeit, nicht das Ticken der Schachuhr, sondern das Tempo. Manchmal würde man sich eben wünschen zwei Züge auf einmal tätigen zu dürfen. Wenn das der Fall ist, dann ist man sicherlich ein Tempo im Rückstand. Den Faktor Zeit kann man aber im allgemeinen der Position zuordnen, weil man ja im Endeffekt nur schlechter steht.

Manchmal nimmt man einen Verlust an Material in Kauf, wenn man sich dadurch eine bessere Position verspricht und umgekehrt (das Gambitspiel).

Letztlich zählt aber die Gesamtgewichtung des Spiels. Die Eröffnungstheorie befasst sich genau mit dieser Gesamtgewichtung zu Beginn einer Partie.

Ausgangsposition

Zu Beginn einer Partie hat Weiß, ohne überhaupt schon gezogen zu haben, einen positionellen Vorteil bzw. ein besseres Tempo. Weiß möchte den Vorteil vergrößern oder zumindest halten. Gegen den Vorteil für Weiß möchte Schwarz natürlich vorgehen.

Welche Strategien nun beide Parteien aufgreifen können, wird in der Eröffnungstheorie zum Gegenstand.

Eröffnungsarten

Eröffnungen kann man in drei große Gruppen unterteilen. Allerdings ist es schwer, treffende Allgemeinaussagen zu den jeweiligen Kategorien zu bilden, deshalb sollten Sie folgende Aussagen nicht als absolut ansehen, da es wie so oft Ausnahmen gibt.

Offenes Spiel

Weiß spielt offensiv; Schwarz spielt offensiv.
Einleitende Zugfolge für offene Spiele: 1.e2-e4 e7-e5

Halboffenes Spiel

Weiß spielt offensiv; Schwarz spielt defensiv.
Einleitende Zugfolge für halboffene Spiele: 1.e2-e4 und nicht e7-e5

Geschlossenes Spiel

Weiß spielt defensiv; Schwarz spielt defensiv.
Einleitende Zugfolge für geschlossene Spiele beginnt nicht mit 1.e2-e4

Begriffe

Das Gambitspiel


Wie bereits oben schon erklärt worden ist, ist das Gambitspiel ein Opferspiel. Häufig opfert Weiß eine Figur (meist einen Bauern) und Schwarz nimmt meist auch das Opfer an.

Schwarz erleidet erst dann den starken Nachteil, wenn er den Materialvorteil aufrechterhalten will. Um positionell nicht schwach zu werden, sollte Schwarz sich richtig entwickeln und die Mehrfigur erst so spät wie möglich wieder zurückgeben. Das führt zwar wieder zum Materialausgleich, jedoch kann sich Schwarz freier entwickeln.

Partie und Eröffnung

Wenn von einer Partie oder von einer Eröffnung die Rede ist, dann wird indirekt die Zugfolge von Weiß angesprochen; dann ist in der Regel von Weiß die Rede.

Verteidigung

Mit Verteidigung meint man indirekt die Gegenwehr von Schwarz. Verteidigung ist also das Pendant zu Partie bzw. Eröffnung.

"Im allgemeinen werden alle Eröffnungen, deren Charakter Schwarz bestimmt, als Verteidigungen bezeichnet (wenn es sich nicht gerade um ein Gambit handelt)"


Quelle: [www.stefan-baur.de] Eröffnungen
 
Alt 26.11.2005, 14:30   #2
Seraphin
Post Offenes Spiel-Halboffenes Spiel-Geschlossenes Spiel

Offenes Spiel

Mittelgambit
Dänisches Gambit
Ponziani Eröffnung
Schottische Eröffnung
Vierspringerspiel
Zweispringerspiel
Ungarische Partie
Italienische Partie
Spanische Eröffnung
Philidor Verteidigung
Russische Verteidigung
Damianos Verteidigung
Königsgambit
Wiener Partie
Läuferspiel

Halboffenes Spiel

Skandinavische Verteidigung
Caro-Kann Verteidigung
Französische Verteidigung
Sizilianische Verteidigung
Aljechin Verteidigung
Pirc Verteidigung
Nimzowitsch Verteidigung
Robatsch Verteidigung

Geschlossenes Spiel

Damengambit
Damenbauer Eröffnung
Popiel Eröffnung
Damenindische Verteidigung
Bogoindische Verteidigung
Nimzoindische Verteidigung
Grünfeld Verteidigung
Königsindische Verteidigung
Benoni Verteidigung
Altindische Verteidigung
Moderne Verteidigung
Holländische Verteidigung
Englische Eröffnung
Réti Eröffnung
Bird Eröffnung
Orang-Utan Eröffnung
 
Alt 26.11.2005, 14:32   #3
Seraphin
Post Theorie (Offenes Spiel)

Theorie

Mittelgambit: 1.e4 e5 2.d4 exd4 3.Dxd4 ...

Das Mittelgambit gilt als eine unzureichende Eröffnung, weil die weiße Dame zu früh ins Spiel kommt.

Weiß bringt gleich zu Beginn seine Dame ins Mittelfeld, womit Weiß zwar indirekt seine lange Rochade vorbereitet, was hier möglicherweise sogar gut sein kann, denn die d-Linie reserviert sich schließlich Weiß für den a-Turm.

Der Nachteil ist, dass Weiß zunächst mit seiner Dame mindestens zweimal ziehen muss, bevor er seine ersten Entwicklungszüge tätigen kann. In der Regel greift Schwarz die weiße Dame unverzüglich mit dem b-Springer an.


Dänisches Gambit: 1.e4 e5 2.d4 exd4 3.c3 dxc3 4.Lc4 ...

Das Dänische Gambit, auch Nordisches Gambit genannt, ist deshalb sehr wild, da Weiß gleich zu Beginn zwei seiner wichtigen Zentrumsbauern opfert, mit der Absicht seine Läufer und seine Dame in eine besonders gute Angriffsposition zu bringen.

Dieses Gambit ist eine reine Angriffseröffnung, in der es heiß her geht. Weiß darf dem Schwarzen keine Zeit zur sinnvollen Verteidigung schenken. Auch wenn Weiß zwei Bauern in der Kreide steht, sollte Weiß nicht davor zurückschrecken seinen c4-Läufer auf f7 zu opfern, um die kurze Rochade von Schwarz zu verhindern. Allerdings sei der begeisterte Angreifer davor gewarnt nur zu attackieren, denn diese Eröffnung erfordert eine rasche Rochade (0-0). Die Angriffsmöglichkeiten sind zwar mannigfaltig, jedoch lassen die Verteidigungsmöglichkeiten stark zu wünschen übrig.

Zu Beginn der Partie muss Weiß nicht viel wissen. Er bringt die Läufer gemäß dieser Eröffnung ins Spiel, spielt schnell den Königsspringer, rochiert kurz und setzt den Turm in die Mitte. Die Ideen zum Angriff kommen, Dank des Bauern auf der e-Linie, fast von selbst.

Wenn sich der Schwarze in diesem Gambit auskennen sollte, dürfte es für ihn kein Problem darstellen, sich wirksam zu verteidigen. Die Erfahrung zeigt, dass die Rückgabe des d-Bauern auf d5 recht schnell wieder zum positionellen Ausgleich führen kann.

Wenn sich allerdings der Schwarze nicht richtig auskennen sollte,
dann sollte er den b2-Bauern lieber stehen lassen und an seine Entwicklung denken.
dann schreitet er meist recht wacklig auf einem schmalen Grad von guten Zügen voran, die Gefahr in das Tal des Verlustes zu rutschen, ist stets präsent.

Man sollte als Weißer schnell gewinnen, da Schwarz im Endspiel meist bessere Chancen hat!

Ponziani Eröffnung: 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.c3 ...

"Weiß plant ein breites Bauernzentrum, verliert jedoch dabei Zeit" heißt es in

Weiß bereitet den Vorstoß des Damenbauern mit c3 vor, während Schwarz seinen Angriff auf den e-Bauern von Weiß durchführen kann.

Schwarz kann leicht die Rolle des Angreifers übernehmen, da Weiß mit einem Tempo-Verlust d4 vorbereitet. Mit d4 kann das Tempo auch nicht mehr ausgeglichen werden, deshalb ist diese Eröffnung nur selten zu sehen.

Vierspringerspiel: 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Sc3 Sf6 ...

Schwarz entwickelt seine Springer zunächst symmetrisch zu Weiß. Der Unterschied in den Eröffnungen der Opponenten entsteht erst später in einer komplizierteren Ausgangsposition.

Ungarische Partie: 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lc4 Le7 ...

In der Ungarischen Partie baut sich der Nachziehende ein sicheres, jedoch passives Verteidigungssystem auf.

Diese Partie fände in der Praxis wenig Gegenliebe

Königsgambit: 1.e4 e5 2.f4 ...

"Das Königsgambit ist der König der Gambite,".

... denn in keiner Eröffnung mischen sich die taktischen Elemente mit den strategischen Zielen so wechselhaft, wie im Königsgambit. Ein Bauernrückstand oder eventuell eine Figurdifferenz zählt oft gar nichts, die hierhin passende Parole lautet immer für beide Spieler: Aktivität, Angriff!


Es gehört im Allgemeinen schon viel Mut dazu, so früh den f-Bauern zu ziehen. Der Anziehende lässt sich nicht so leicht einschüchtern und vertraut auf seine Intuition. Mit Ehrgeiz und Mut setzt er auf seine taktischen Stärken.
Sein einziges Motiv: Setze matt egal wie!

Spanische Eröffnung: 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 ...

Die Spanische Eröffnung, auch Ruy Lopez genannt, ermöglicht Weiß eine schnelle kurze Rochade, was zur Folge hat, dass sich der h1-Turm schnell am Zentrumskampf beteiligen kann.



Ihr mächtiger Aufbau und ihre langdauernde Initiative haben ihr zu allen Zeiten auf den Turnieren eine große und treue Anhängerschar verschafft. ... Es ist merkwürdig, dass der simple Läuferzug nach b5, der zunächst nicht einmal etwas droht, eine so nachhaltige Wirkung auszuüben vermag.
Die Pointe der ganzen Spielweise ist zweifellos der Zentrumskampf

Der Schachweltmeister Jose Raoul Capablanca zum Beispiel spielte diese Eröffnung sehr gerne, wenn er als Weißer mit 1.e4 die Partie eröffnete.


Quelle: [www.stefan-baur.de] Startseite
 
Alt 26.11.2005, 14:33   #4
Seraphin
Halboffenes Spiel (Theorie)

Halboffenes Spiel

Nimzowitsch Verteidigung: 1.e4 Sc6 ...

Die Nimzowitsch Verteidigung erinnert an die Aljechin Verteidigung und ermöglicht Weiß einen raschen Bauernvorm*****, dabei kommt die Entwicklung der weißen Figuren etwas zu kurz.

Aljechin Verteidigung: 1.e4 Sf6 ...

Schwarz lockt die Zentrumsbauern an, um diese später eventuell besser beseitigen zu können.

"Die Verlockung, mit Bauernvorstöß den kecken Springer zu jagen, ist gross; aber Schwarz ist nachher in der Lage, die vorgeschickten Bauern anzugreifen und in manchen Fällen die Unhaltbarkeit der weißen Bauernstellung nachzuweisen".

Französische Verteidigung: 1.e4 e6 ...

Ähnlich wie in der Caro-Kann Verteidigung wird der Vorm***** des d-Bauern auf d5 vorbereitet. Bei einem Abtausch des Bauernpaares d5-e4 muss die Dame nicht ins Spiel gebracht werden.


"Die Sperrung der Angriffslinie c4-f7 gibt Weiß weniger Gelegenheit zu heftigen Angriffen als sonst bei den offenen Spielen; trotzdem steht gerade die französische Partie in dem Ruf, ein Eldorado für Angriffsspieler zu sein. Denn wohl ist das schwarze Bollwerk im Zentrum stark, doch hat Weiß durch den einengenden Zug e4-e5, in der Läuferstellung auf d3 und dem Damenausfall nach dem Königsflügel gute Angriff***ssichten, die sich freilich bei sorgfältiger Verteidigung nur schwer realisieren lassen. "

Im Gegensatz zum weißen Spieler hat der Schwarze wohl kaum Aussichten auf einen schnellen Sieg, viel mehr muss er auf seine Ausdauer setzen und seine Vorteile für das Endspiel vorbereiten.

Sizilianische Verteidigung: 1.e4 c5 ...

Diese Verteidigung ist besonders bei den Großmeistern beliebt, das liegt wohl daran, dass Partien mit dieser Verteidigung selten unentschieden (remis) enden. Die Bauernstellung bleibt in der Regel während der ganzen Partie asymetrisch.

"Da Weiß, will er nicht auf Initiative verzichten, den Vorstoß d4 nicht vermeiden kann, kommt es zum Abtausch c5xd4 und damit zu ganz unsymmetrischen Stellungen. ... Begründet durch die Asymmetrie der Stellungen liegt der Schwerpunkt für Schwarz am Damenflügel, für Weiß am Königsflügel ".


Robatsch Verteidigung: 1.e4 g6 ...

Die Idee bei der Robatsch Verteidigung ist, Druck auf d4 auszuüben, z.B. mittels d6 und e5 oder Sc6. Der Springer auf f6 kommt deshalb erst viel später zum Einsatz.

Wer mit der Pirc Verteidigung oder mit der Königsindische Verteidigung nicht zurechtkommt, sollte diese Verteidigung eher meiden.

Skandinavische Verteidigung: 1.e4 d5 ...

Schwarz kann sich mit dieser Verteidigung nach dem Abtausch der Bauern schneller entwickeln als sonst. Jedoch gelangt Schwarz in der Eröffnung nicht völlig zum positionellen Ausgleich.

Gibt Schwarz jedoch den Bauern her, so hat er gute Chancen einen starken Entwicklungsvorsprung und ein beachtliches Druckspiel aufzubauen. Dieser Entwicklungsvorsprung erinnert stark an das weiße Spiel im Nordischen Gambit.


Caro-Kann Verteidigung: 1.e4 c6 ...

Die Idee der Caro-Kann-Verteidigung ist ähnlich wie in der Französischen Verteidigung: Schwarz zieht d7-d5 und verteidigt diesen mit einem Bauern im voraus, um nach exd5 nicht mit der Dame ausgleichen zu müssen etwa wie in der Skandinavische Verteidigung.

Quelle: [www.stefan-baur.de] Startseite
 
Alt 26.11.2005, 14:34   #5
Seraphin
Post Geschlossenes Spiel

Damengambit: 1.d4 d5 2.c4 ...

Das Damengambit wird von vielen Spielern als langweilig empfunden. Es ist nicht symmetrisch zum Königsgambit, denn der c-Bauer kann sich aktiv am Spiel beteiligen, ohne die Deckung des eigenen Königs zu schwächen. Jedoch gibt Weiß die Option einer langen Rochade indirekt auf.


Damenbauer Eröffnung: 1.d4 d5 2.Sf3 ...

"Weiß kann nach 1.d4 d5 für jetzt und später auf den Vorstoß c2-c4 verzichten und einen ruhigen Aufbau wählen"

Bei dieser Eröffnung sollte Weiß aufpassen, dass Schwarz nicht die Führung übernimmt. Häufig tritt Schwarz mit c7-c5 sogar als Weißer auf!


Damenindische Verteidigung: 1.d4 Sf6 2.c4 e6 3.Sf3 b6 ...

"Die strategische Grundidee ist die Beherrschung der weißen Felder im Zentrum, die aber sorgfältiges Spiel erfordert; denn Schwarz muss möglichst verhindern, dass Weiß mit e2-e4 oder d4-d5 den Läufer b7 verkürzt. Der schwarze Königsläufer steht meist auf e7 in Reserve; manchmal stellt er sich aber auch auf b4 zum Tausch"

Nimzoindische Verteidigung: 1.d4 Sf6 2.c4 e6 3.Sc3 Lb4 ...

Schwarz nimmt das Angebot von Weiß an und fesselt den Springer auf c3. Damit will er Weiß daran hindern e4, d5 zu spielen. Manchmal tauscht der Läufer b4 gegen den Springer c3 ab, damit Weiß einen Doppelbauern hat.

Königsindische Verteidigung: 1.d4 Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 Lg7 ...

"Die Königsindische Verteidigung lässt dem Weißen zwar die größere Bewegungsfreiheit, gibt ihm aber wenig Möglichkeiten zu direkten Angriffen. In den Schleichwegen solcher Eröffnungen fühlen sich sehr viele Spieler wohler als bei den klassischen Angriffsspielen"

Oftmals sind die Rollen der Spieler klar verteilt:
Angriff am Damenflügel von Weiß
Gegenangriff am Königsflügel von Schwarz
Zunächst verbarrikadiert sich Schwarz mit der kurzen Rochade rechts oben in der Ecke, so dass die Figuren des gesamten Damenflügels für Machtkämpfe frei zur Verfügung stehen. Meist greift Weiß am Damenflügel an, während der schwarze Stratege diesen Angriff blockiert, um danach am Königsflügel den eigenen Angriff zu wagen.


Holländische Verteidigung: 1.d4 f5 ...

"Die Holländische Verteidigung ist heutzutage eine der populärsten Eröffnungen". "Weiß kann mit unregelmässigen und ungewöhnlichen Varianten von Schwarz zu einem schwarzen Spiel gezwungen werden."

Schwarz möchte die kurze Rochade nicht lange hinauszögern, sondern rochierend den h8-Turm möglichst schnell in das aktive Gegenspiel integrieren. Schwarz muss beschleunigt Druck auf den Gegner ausüben, sonst hat Weiß die Gelegenheit den Angriff auf den wichtigen Stützbauer e6, der die Diagonale zum rochierten König blockiert, permanent zu verstärken. Fällt der e6-Bauer, so fällt auch das schwarze Verteidigungsgerüst in sich zusammen.

Bird Eröffnung: 1.f4 ...

Die Eröffnung von Bird scheint im ersten Augenblick Holländisch im Anzuge zu sein, doch Schwarz muss ja nicht mit d5 antworten, siehe Holländische Verteidigung

"1.f4. Dieser Zug leitet sofort ein Spiel um den Zentralpunkt e5 ein, er hat aber den Nachteil, die Entwicklung der weißen Figuren nicht zu fördern. Zudem kann Schwarz die Gangart des Kampfes bestimmen, indem er den Kampf mit 1.-e5 unter Bauernopfer sofort verschärfen oder sich ruhig mit 1.-d5 aufbauen kann"


Orang-Utan Eröffnung: 1.b4 ...

Die Orang-Utan Eröffnung, auch Sokolski Eröffnung oder Polnisch im Anzuge genannt, käme bei Turnieren nur selten vor, und das sei nicht verwunderlich, weil dieser Zug für die Entwicklung gegenüber den gebräuchlichen Eröffnungssystemen zu wenig leiste.


Grünfeld Verteidigung: 1.d4 Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 d5 ...

Einige Großmeister können sich wegen seiner Bewunderung der besonders guten Eigenschaften der Grünfeld Verteidigung gar nicht mehr zurückhalten: sie sei wohl die dynamischste Antwort auf 1.d4. Die Eigenschaften dieser Verteidigung seien die Kraft und die Mobilität und die innere Energie.

Die wichtigsten Rollen in dieser Verteidigung von Schwarz spielen der f8 -Läufer, der c -Bauer und der d -Bauer.


Quelle: [www.stefan-baur.de] Startseite
 
Alt 09.12.2005, 00:04   #6
Gast315
Schach Eröffnungen

ich hab mal ne frage wie geht die popiel eröffnung danke schonmal für die antworten
 
Alt 09.12.2005, 14:14   #7
Seraphin
Schach Eröffnungen

Zitat:
Zitat von Dominik Spisla
ich hab mal ne frage wie geht die popiel eröffnung danke schonmal für die antworten
Hallo Dominik,
hier die Infos:


Popiel Eröffnung: 1.d4 d5 2.e4 dxe4 3.Sc3 ...

Eröffnungsmöglichkeiten
1.d2-d4 d7-d5 2.e2-e4 d5xe4


Blackmar´s Zug! 3.f2-f3 e7-e5


4.d4-d5 f8-c5!


4.d4xe5 d8xd1+ 5.e1xd1 b8-c6



Die Popiel Eröffnung! 3.b1-c3 g8-f6


Popiel´s Zug! 4.c1-g5


4.f2-f3 e4xf3 5.g1xf3
 
Alt 26.03.2006, 21:31   #8
Matis
Schach Eröffnungen

Ja die Sache mit der Eröffnung....
Da weiß ich ja überhaupt nicht was ich spielen soll.
Einerseits wird gesagt mit niedriger Elozahl braucht man kein Eröffnungrepertoir, also spiele ich so wie ich`s gelesen habe Figurenentwicklung mit Zentrumskontrolle, schnelle Rochade, 3 Bauernzüge in der Eröffnung mehr nicht usw.
Damit bin ich aber schon ein paar mal auf die Schnauze gefallen, weil ich bestimmte Varianten nicht kannte. Anderseits graust es mich vor dem Eröffnungsstudium ala Sizilianisch, mit seinen tausenden Varianten.
Ich weiß auch nicht, wie ich die passende Eröffnung für mich finden soll?
Durch Blitzpartien verschiedene Eröffnungen ausprobieren bzw. Stellungen suchen die einem zusagen ist nichts für mich.
Oder sollte ein stärker Spieler mir sagen was ich spielen könnte, so in etwa:
Pass auf Junge du spielst sehr positionell schau mal ob Du mit der .....eröffnung zurecht kommst.

Gruß
Matis
 
Alt 26.03.2006, 21:48   #9
Gast154
Schach Eröffnungen

Matis: mir geht es ähnlich ;D
Habe nun nach 2Monaten meinen Spielstiel etwa rausgefunden und stelle nun eins zusammen... (mal wieder ;D).

WIll dir aber nur die Angst im Bezug sizilianisch nehmen: Ich spiele es auch ab und an und man kann es ganz normal spielen mit den Grundideen:
-halboffene c-linie gibt Schwarz angriffschancen auf damenflügel, halboffene d-linie weiß auf königsflügel.
Such dir außerdem eine Variante aus und schau dir ihre grundideen an, beim drachen z.b. : mit dame+turm auf damenflügel Stress machen (stimmt doch?^^) und schau dir paar Partien an. wenn sie dir gefallen spiels halt bissl nach,...


Die meisten 2000er meinen ja, man solle "standart"-eröfffnungen spielen und sich mehr auf taktische Dinge etc spezialiesieren soll... aber denke jeder muss "seinen" weg finden^^
 
Alt 26.03.2006, 21:58   #10
Gast197
Schach Eröffnungen

Zitat:
Zitat von Matis
Ja die Sache mit der Eröffnung....
Da weiß ich ja überhaupt nicht was ich spielen soll.
Einerseits wird gesagt mit niedriger Elozahl braucht man kein Eröffnungrepertoir, also spiele ich so wie ich`s gelesen habe Figurenentwicklung mit Zentrumskontrolle, schnelle Rochade, 3 Bauernzüge in der Eröffnung mehr nicht usw.
Damit bin ich aber schon ein paar mal auf die Schnauze gefallen, weil ich bestimmte Varianten nicht kannte. Anderseits graust es mich vor dem Eröffnungsstudium ala Sizilianisch, mit seinen tausenden Varianten.
Ich weiß auch nicht, wie ich die passende Eröffnung für mich finden soll?
Durch Blitzpartien verschiedene Eröffnungen ausprobieren bzw. Stellungen suchen die einem zusagen ist nichts für mich.
Oder sollte ein stärker Spieler mir sagen was ich spielen könnte, so in etwa:
Pass auf Junge du spielst sehr positionell schau mal ob Du mit der .....eröffnung zurecht kommst.

Gruß
Matis
Es geht doch, wenn man Lehrbücher für Anfänger bearbeitet oder Training im Verein bekommt, meistens so, dass man sich zuerst die typische Anfänger-Eröffnung Italienisch anschaut. Hier wird vom Trainer bzw. Autor demostiert, wie man das Zentrum beherrscht, die Figuren gut entwickelt und den König schnell in Sicherheit bringt. Es werden auch immer früh die Eröffnungsfallen wie Narren- und Schäfermatt, Russische- und Damiano-Verteidigung gezeigt. Dann kann es mit einigen weiteren offenen Spielen wie Philidor-Verteidigung, Schottisch, Spanisch, Ponziani, usw. weitergehen. Die ersten halboffenen Spiele, hier am besten Französisch, und bei den geschlossenen Spielen das Damengambit können dann gezeigt werden.

Also sollte man, wenn man sich noch nicht für eine Eröffnung entschieden hat, einfach mal ein Eröffnungs-Buch für Anfänger (kenne selber keines) bearbeiten. Das Buch "Meister gegen Amateur" zeigt auch einiges zu den (gerade bei Anfängern beliebten) Eröffnungen.
 
Alt 27.03.2006, 11:30   #11
Kiffing
Schach Eröffnungen

Ich sehe es so, wie Der_Stratege beschrieben hat. Am Anfang kommt das Einfache (Italienisch), und dann sollte sich als Anfänger peu a peu mit den immer komplizierter werdenden Eröffnungen auseinandergesetzt werden. An dieser Probierphase führt also kein Weg dran vorbei. Es dauert sehr lange, bis man sich in der Eröffnungstheorie zumindest so weit auskennt, daß man in der Lage ist, beurteilen zu können, welche Eröffnung einem persönlich am meisten liegt.
Übrigens muß auch hier wieder differenziert werden. So gibt es Spieler, die in ihren Eröffnungen gerne variieren (z. B. Stupid Playa] und Spieler, die sich lieber spezialisieren (z. B. ich).
 
Alt 27.03.2006, 12:25   #12
Dave
Smile Schach Eröffnungen

Ich kann mich auch nur dem Strategen und Kiffing anschließen was das Lernen von Eröffnungen angeht.Ich variiere mit Eröffnungen,weil ich nicht berechenbar werden will und mir eine Eröffnung auf Dauer zu langweillig wird.Hier mein Eröffnungsrepetoire:
als Weißer:
1.d4 oder 1.c4
Ich beherrsche alls indischen Systeme und habe keine Angst vor irgendeiner schwarzen Verteidigung;nur Pespekt.Aufzuzählen,was ich als Weißer z.B.auf den Königsinder erwiedere,würde zu lange dauern.
Als Schwarzer 1.e3

entweder...
-1.e5(ich behersche alle Abspiele,die Weiß wählen kann:Schottisch,Italienisch,Spanisch usw...)

-2.e6 Französisch 1.e4 e6 2.d4 d5 3.Sc3 Sf6(Lb4 mag ich nicht)
...3.Sd2 Sf6
2.d3 fürchte ich nicht wirklich.

2.c6 Caro-Kann 1.e4 c6 2.d4 d5 3.e5 Lf5(geschlossene Systeme mag ich generell)
3.Sc3 dxe4 4.Sxe4 Lf5 usw

2.c5 Sizilianisch
Lieblingsvarianten:Paulsen(2.e6) oder Najdorf(5. a6)

Als Schwarzer auf 1.d4

Ich spiele immer:1.Sf6

2.Sf3 c5
2.e3 c5

-2.c4
entweder:
-.1.d4 Sf6 2.c4 e6
Nach Sf3 spiele ich 3.b6(Damenindisch).Nach 3.Sc3 antworte ich 3.c5

oder:
1.d4 Sf6 2.c4 g6
Nach Sc3 spiele ich den Königsinder,weil ich den Grünfeldinder nicht mag.Andere Antwortzüge fürchte ich nicht,weil 1.d4 Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 Lg7 4.e4 am besten für Weiß aussieht.

MfG David
 
Alt 27.03.2006, 20:44   #13
Matis
Schach Eröffnungen

Alle Abspiele auf 1.e4....... das sind ja schon locker 10 Eröffnungen.

Und wie sieht es mit der Pirc-Eröffnung aus

1. e4 d6
2. d4 Sf6
3. Sc3 g6

Die interessiert mich. Welche Erfahrungen hast du damit gemacht?

Gruß
Matis
 
Alt 27.03.2006, 20:50   #14
Dave
Smile Schach Eröffnungen

Du hast dich wohl vertan.Ich spiele als Weißer 1.d4 oder 1.c4.Als Schwarzer spiele ich auf 1.e4 gerne mal 1.e5 und beherrsche da so gut wie alle Eröffnungen und Systeme.Mit Pirc habe ich keine Erfahrungen,weil es als Schwarzer nicht spiele und als Weißer würde ich mich nicht darauf einlassen.1.d4 d6 und ich spiele 2.c4.
 
Alt 27.03.2006, 21:02   #15
Gast197
Schach Eröffnungen

Zitat:
Zitat von Matis
Alle Abspiele auf 1.e4....... das sind ja schon locker 10 Eröffnungen.
Wenn du wirklich 1.e4 spielst, musst du dir nach mindestens eine Variante gegen jede spielbare Antwort aneignen. Du kannst aber erst einmal nach und nach arbeiten, schau dir erst Italienisch, dann Sachen wie Philidor und Russisch, usw. an. Immer fleißig Nach und Nach die Eröffnungen erarbeiten, nicht alles auf einmal.

Zitat:
Zitat von Matis
Und wie sieht es mit der Pirc-Eröffnung aus

1. e4 d6
2. d4 Sf6
3. Sc3 g6

Die interessiert mich. Welche Erfahrungen hast du damit gemacht?

Gruß
Matis
Pirc ist imho sehr schwer für Anfänger zu spielen, da würde eher meine "Lieblingswaffe" gegen 1.e4, die Französische Verteidigung, gehen. Man hat eine solide Stellung und die Eröffnung ist auch nicht allzu schwer zu erlernen.
Am Besten ist natürlich, wenn du erst einmal Erfahrungen mit dem Zug 1. ...e5 sammelst!
 
Alt 27.03.2006, 21:08   #16
Dave
Schach Eröffnungen

Ich wiederhole mich nur ungern aber ich spiele nicht 1.e4
 
Alt 27.03.2006, 21:29   #17
Gast197
Schach Eröffnungen

Zitat:
Zitat von Stupid Playa
Ich wiederhole mich nur ungern aber ich spiele nicht 1.e4
Da nur ich nach deinem letzten Post hier was geschrieben habe, fühle ich mich irgendwie angesprochen, wobei ich deinen Post nicht verstehe. Ich versuche doch nur Matis zum Thema "Eröffnung" zu helfen. Dass du nicht 1.e4 spielst habe ich in deinem Repertoire-Beitrag gesehen
 
Alt 27.03.2006, 21:34   #18
Dave
Smile Schach Eröffnungen

Entschuldigung.Ich habe deinen Post falsch verstanden.@ Matis:Ich habe zwar nicht viel Erfahrung zur Pirc-Verteidigung,doch in Theoriebüchern wird sich bestimmt viel darüber finden lassen.Du kannst ja einen Thread aufmachen und ich werde gerne helfen,der Pirc-Verteidiugung auf den Grunde zu gehen.Sie sollte für mich auch nicht ganz neu sein,weil ich den Königsinder beherrsche und die Stellungsbilder im Pirc sehr ähnlich sind.
 
Alt 27.03.2006, 21:38   #19
Matis
Schach Eröffnungen

Danke @Der Stratege.

Ich werde mir mal auf dieser Eröffnungsenzyklopädie-Seite ein paar Partien runter laden und mit Fritz versuchen ein paar Eröffnungen durch zuspielen.
Vorzugsweise offene Spiele wie Italienisch und Schottisch.
 
Alt 15.05.2007, 16:55   #20
Walter
Schach Eröffnungen

e4 c5
wie spiel ich mit scwarz am besten weiter?
 
 

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