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Felderstrategie - Denkmethode

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Felderstrategie - Denkmethode


 

Alt 11.01.2007, 17:19   #1
Felderstrategie - Denkmethode

So, ich habe heute endlich das von mir lange ersehnte Buch "Felderstrategie Denkmethode" zugeschickt bekommen.
Durch die Diskussion hier im Forum wurde ich sehr neugierig, was es denn nun wirklich mit dieser Sache auf sich hat und somit fasste ich den Entschluss mir dieses Buch, was von Yabadu hier ausgiebig gelobt wurde, zu kaufen.

Im Folgenden werden ich von meinen Erfahrungen mit diesem Buch berichten. Ich könnte natürlich auch erstmal ein paar Wochen damit "arbeiten", oder so, aber darin sehe ich keinen Vorteil. Ich denke, es ist interessanter, zu sehen, wie meine Eindrücke von dieser Methode im Laufe der Zeit sind, statt einfach einen bestimmten Zeitpunkt zu wählen, an dem ich meine Meinung weitergebe.
Außerdem werde ich hier auch von den Fragen berichten, die sich mir bei dem Lesen des Buches stellen, damit andere sehen, welche Schwierigkeiten es beim Verstehen des Buches gibt, welcher Art diese sind (also z.B. kann dann jeder selbst sehen, ob das Dinge sind, die nur ich nicht verstehe, weil ich noch nicht so viel Erfahrung im Schach habe) und hoffe außerdem darauf, dass mir diejenigen, die von der Felderstrategie schon vieles verstehen, allen voran Yabadu, dann diese Fragen vielleicht auch beantworten.
 
Alt 11.01.2007, 17:35   #2
Felderstrategie - Denkmethode

So, ich fange gleich mal an:

1. Tag:
Das Buch scheint rein äußerlich von hoher Qualität zu sein. Der Einband und Gestaltung sind nicht schlecht. Und auch die Dicke des Buches erscheint mir angesichts des Schriftgrads dem Preis angemessen. Ich hätte allerdings einen weniger noblen Einband zu geringerem Preis vorgezogen, muss ich sagen.

Nach ein wenig Durchblättern, dem Durchlesen von Vorwort, Einleitung, Inhaltsverzeichnis, etc. und ein wenig hier und da Lesen von Stellen, die mein Interesse weckten, habe ich den Eindruck bekommen, dass das Buch und die Methode ziemlich systematisch aufgebaut ist. Dies ist erfreulich.
Nun machte ich mich daran, das Buch von Anfang an anzufangen.

Auf S. 12 stoße ich dann auf die erste Ungereimtheit, die auch in dem anderen Thread schon angesprochen wurde. Die Definition von Angriff und Verteidigung ist exakt die gleiche.
Was ist denn nun Angriff und was Verteidigung?
Ich beschließe einfach mal weiter zu lesen.
S. 16 und 17 erklärt sehr verständlich, was Räume sind und wie die diversen Felder genannt werden. Schonmal gut.
Als dann aber auf S.18 ein erstes Beispiel kommt, verstehe ich es nicht und beschließe, diesen Thread hier zu eröffnen, damit meine Frage beantwortet wird...

Nach den Zügen 1. c4 Sf6 2. Sc3 g6 3. e4 Lg7 4. d4 d6 5. Sf3 0-0 6. Le2 heißt es: "Weiß kontrolliert die Felder e4, d4, c5, d5, e5 und f5..."
Verwirrt blättere nach hinten zum Glossar, was genau unter "Kontrolle" zu verstehen ist. Doch im Glossar steht dazu nichts. Also blättere ich zurück auf S. 14, wo es heißt: "Man "kontrolliert" ein Feld, wenn man es mit einem eigenen Stein besetzen kann." Aha! Also schaue ich mir die Stellung nochmal an...e4...kann ich nicht besetzen, es ist ja schon besetzt. Hm, also heißt das vielleicht, man kontrolliert alle Felder, die man besetzen könnte? Ich schaue mir die Stellung nochmal an und stelle fest, jawohl, ich könnte alle genannten Felder besetzen (wenn nicht meine Bauern schon da stehen würden). Was aber ist mit c4? Auch diese Feld könnte ich besetzen, warum wird es nicht genannt?

Ich beschließe, das Beispiel einfach mal zu ignorieren und weiter zu lesen.
Fortsetzung folgt.

Nachtrag: Inzwischen bin ich ca. bei Seite 40 und die Didaktik erscheint mir weit weniger systematisch als noch zu Anfang. Ich verstehe zunehmend weniger, werde aber in den nächsten Tagen weiterhin versuchen, dahinter zu kommen...
 
Alt 12.01.2007, 14:59   #3
Felderstrategie - Denkmethode

hallo static!

ich habe die drei dvd's von chessbase zur felderstrategie.
ich habe bei chessbase ein elo von durchschnittlich 1550 bei langer partie.
eine dwz habe ich noch nicht aber die ist ja meist wesentlich geringer... oder?
von daher denke ich wir beide liegen nicht soweit auseinander.
ich kenne deine beschriebene situation die unklarheiten erstmal stehen zu lassen und weiter zu lesen... schön, dass es nicht nur mir so geht!
ich bin mittlerweile der auffassung, das felderstrategie noch nichts für spieler unserer oder wenigstens meiner spielstärke ist! ich denke es gibt noch genug für uns zum lernen, was wesentlich solider ist und das wesen des schachs auf logischerer weise näher kommt. es gibt genug spieler, die über 2000 elo oder mehr haben, die nichtmal wissen wie man bangiev schreibt!!!
ergo habe ich für mich beschlossen die drei ??? (meine 3 bangiev dvd's) erstmal schön im regal stehen zu lassen. ich konzentriere mich lieber zuerst auf die basics und trainiere meine schwachpunkte gezielt. eine schlecht erklärte felderstrategie bringt ein nur auf falsche bahnen.
ich habe mir jetzt auf empfehlung von vielen schachspielern das buch "mein system" von nimzowitsch gekauft und bin begeistert. DAS SIND SOLIDE STRATEGIEN!!! hier gibt es keine fragezeichen und alles ist sehr gut erklärt! das buch kann man auch quer lesen und ist prima übersichtlich, didaktisch sehr gut und vorallem bewährt!!!

viele grüße an alle bangiev geplagten!
 
Alt 12.01.2007, 15:21   #4
Felderstrategie - Denkmethode

@Marc Klein:
Das mit Nimzowitsch kann ich nur bestätigen, das Buch ist DER Wahnsinn!!!

@Static:
Wie der zu seiner Aussage über die Kontrolle der Felder e4 und d4 kommt, ist ja noch nachzuvollziehen (je nach Definition von Kontrolle, wie du richtig schreibst), d5 kontrolliert er ja auch wirklich (durch 2 Bauern), aber wie zum Teufel er auf c5 und f5 kommt, weiß wahrscheinlich nur er! Das wird ja sowohl von einem weißem, als auch von einem shwarzen Bauern angegriffen!
Bin froh, daß ich den didaktisch hervorragend aufgebauten Nimzowitsch lese, aber bitte berichte weiter von deinen Erfahrungen, man soll sich ja nicht von den ersten Schwierigkeiten entmutigen lassen! Vielleicht ergibts ja später noch ein ganzes Bild!

@Marc Klein:
angeblich richtet sich Bangiev aber genau an Spieler unserer Stärke, die gerade beim erlernen konkreter taktischer Konzeote sind!
Casco
 
Alt 12.01.2007, 16:26   #5
Felderstrategie - Denkmethode

@casco:

mmmhh... also das solche komplizierten stellung, wie bangiev sie auf den dvd's hat für spieler meiner spielstärke sein sollen, halte ich für einen verkaufs-slogan und nur wirtschaftlich für bangiev opportun.

meine weiteren argumente:

-die komplexen beispielstellungen und probleme sind schon schwer genug zu verstehen!

-und jetzt soll ein "schwacher" spieler auch noch die komplexe und sich selbst permanent widersprechende felderstrategie auch noch als instrumentarium im kopf haben???

ergo:
ich kann doch nicht, um zb. eine sprache (keine eröffnung) wie zb. französchisch zu lernen als praktisches hilfsmittel erstmal ein wackliges und koplimziertes chinesisch lernen, um dann ins französische zu kommen... (schönes beispiel! oder?)
naja, ich denke es trifft jedenfalls den kern!
also wer licht in die bangiev'sche felderstrategie bringt, möge einen preis bekommen... dann wird es auch sicher eine b-engine für fritz geben! hehehe
ohhhhhh, ich hoffe ich habe die herren von chessbase jetzt nicht auf dumme gedanken gebracht...



naja wenn sich die großen fragezeichen, die so viele selbst starke spieler haben auflösen sollten und alles einen sinn ergeben sollte, wäre ich der letzte der sich nicht darüber freuen würde.
 
Alt 12.01.2007, 16:31   #6
Felderstrategie - Denkmethode

also das von vom deutschen ins chinesische und dann erst ins französische haben auch schon stärkere Spieler gemeint (Elo>2000), das ist auch genau der Grund, warum ich mich lieber an andere Autoren halte, deren Konzepte nicht alles unnötig verkomplizieren, was eigentlich nicht so schwer ist...
Casco
 
Alt 12.01.2007, 16:35   #7
Stratege
Felderstrategie - Denkmethode

@Marc Klein und Casco: Nutzt für allgemeine Bangiev-Diskussionen bitte den Thread http://www.schachfeld.de/schachtrain...strategie.html

hier geht es um das Buch "Felderstrategie - Denkmethode"!
 
Alt 12.01.2007, 16:43   #8
Felderstrategie - Denkmethode

@stratege:

mmhhhh, hier steht doch ganz oben auch "felderstrategie-denkmethode" drüber..??? siehe thema!
oder gibt es hier als kategorie themen und threads?
bin geade neu hier kenne mich noch nicht aus...
bitte um anweisung...

greetz, marc
 
Alt 12.01.2007, 17:42   #9
Felderstrategie - Denkmethode

Ich habe inzwischen weiter gelesen, aber immer mehr ignoriert, weil ich es nicht verstanden habe. Deswegen fange ich nun nochmal von vorne an, vielleicht verstehe ich es doch besser, wenn ich das, was ich nicht verstehe, nicht ignoriere.
Allerdings lege ich jetzt erstmal ne kleine Frust-Pause ein, bevor ich mich wieder ans Studium des Buchs mache.

@marc klein:

Hier steht Felderstrategie Denkmethode drüber, weil das der Titel des Buchs ist, zu dem ich hier meine Erfahrunge berichte. Außerdem ist der Thread im Unterforum Schachbücher. Allgemein zur B-Methode, etc. gibt es den Thread, auf den Stratege hingewiesen hat.
 
Alt 12.01.2007, 18:54   #10
Felderstrategie - Denkmethode

@static: Gratulation, nun weist Du, was kontrollieren bedeutet. Wäre auch ohne Nachlesen gegangen. Oder? Aber Nachlesen war ja möglich und auch erfolgreich. Insofern sollte Dir auch klar sein, daß das Feld c4 "vergessen" wurde anzuführen. Ich hoffe, daß es der Methode keinen Abbruch tut. Denn schachlich ist das kein Thema. Freue mich auf weitere "Fehler". Nehme sie auch alle ernst, da sie sachlich sind und die nächste Auflage dann besser machen. Nur eine Bitte jedoch: Du solltest nicht die Methode selbst verteufeln, wenn es um der Form der Darstellung geht, dazu gehört auch die "Didaktik". Es ist verdammt schwer, etwas so komplexes, das darüber hinaus völlig neu ist und keine vergleichbaren Parallelen aht, darzustellen. Das ist wohl auch der Grund, weshalb dies bisher auch noch niemand getan oder versucht hat. Selbst Nimzowitsch und Suetin, beide schätze ich durchaus, denn sie waren meine "ersten Lehrer" sind dort stecken geblieben wo Bangiev getraut sich weiterzumachen, nämlich die Thematisierungen in kleinste Bereiche wie Isolanie, Doppelbauer, Springergabel usw. zu überwinden und damit das Gedächtnis zu entlasten. Das dies all denen "stinkt" die nun "umdenken" lernen sollten, liegt auf der Hand. Du bist ja gerade dabei, Dir ein eigenes Bild davon zu machen. Ich hoffe, Du bist weiterhin "offen", trotz der formalen Fehler im Buch.

Diese "Fehler" im Buch, meistens sind es Schreib- oder Druckfehler sind bedauerlich und unter Zeitdruck übersehen worden. Dafür stehe ich gerade, nicht Alexander. Dabei bin ich dennoch stolz darauf, daß es mir offenbar wohl einigermaßen gelungen ist, die Materie "sprachlich" verständlich darzustellen, denn bisher ist noch keine grundsätzliche Verständnisfrage aufgetaucht. Aber was nicht ist, das kann ja noch kommen. >Und ich bin sicher, daß sie auch lösbar ist. Übrigens sollte man nicht zu viel auf einmal lesen, die vielen neuen Begriffe sind nicht leicht zu merken und sicherlich auch nicht die teils schwierigen Zusammenhänge.


Auf Seite 41 findest Du dann sicher die nächste "Ungereimtheit". Wieder ein Druckfehler, auch für mich echt ärgerlich. Richtig ist: "... die die weißen Felder kontrollieren (Sd4, Be4) anzugreifen mit dem Ziel, den e4-Raum zu kontrollieren. Schwarz soll versuchen, einen Sc3, sobald er dort auftaucht, z.B. mit dem Zug Lb4 und den Bauern e4 z.B. mit dem Zug Te8 angreifen zu können.

Ansonsten, weiter so, Du wirst es schaffen, die Methode zu verstehen, ich sehe es schon! Bleib am Ball!

yabadu
 
Alt 12.01.2007, 19:23   #11
Re: Felderstrategie - Denkmethode

@yabadu

wenn du gerade dabei bist könntest du mir bitte folgendes erklären:
auf Seite 36 wird erklärt das es sich um die e4S>f5 handelt und das Weiß die schwarzen Steine, die die Felder d4,e5,d6,e7 (Kontrollzone e7) verteidigen, angreifen soll.
Auf Seite 78 wird aber für die e4S>f5 schwarzfeldrig die Kontrollzone f7 als relevant angegeben. Was ist denn nun gemeint bzw. richtig?


gleich noch eine zweite Frage hinterher,

auf Seite 38 steht : Weiß soll versuchen die gegnerischen Steine die die Kontrollzone e7 verteidigen, anzugreifen. Diese Steine sind Bauer e5, Bauer c7, Bauer g7, Läufer f8, Dame d8. Wieso verteidigt der Bauer g7 die KoZ e7?
 
Alt 12.01.2007, 20:35   #12
Re: Felderstrategie - Denkmethode

@halrald G:

Aber gerne, für sachliche und fachliche Fragen bin ich immer offen:

Also, Du meinst im Vergleich Seite 36 und 79(nicht78) gäbe es Widersprüche.
Tut mir leid. Ist nicht so, aber das sind Gesetzmäßigkeiten, die echt schwer sind zu verstehen, weil sie tief in den Kern des Schachverstehens eindringen. Wenn man noch nicht viel Erfahrungen mit der Felderstrategie hat, dann braucht man einfach Zeit dazu. Einfach weiterlesen und beim 2. oder 3. Mal nochmal ansehen. Dann fällt irgendwann der Groschen.

Also:Eine Strategie ist ja grundsätzlich weißfeldrig oder schwarzfeldrig. Da die Strategie selbst nur weißfeldrig oder schwarzfeldrig ist, kann man also die Initiative der Farbe der eigenen Strategie ergreifen wollen oder die andere. Beispiel: e4S ist weißfeldrig, optimal wäre es deshalb, auch weißfeldrig zu spielen und die entsprechende Initiative zu entwickeln. Das bedeutet konkret, optimal wäre es, wenn eine e4-Strategie vorliegt, zu versuchen, den entsprechenden weißfeldrigen Raum des Gegners zu kontrollieren, dieser wäre der d5-Raum. Das ist jedoch nicht immer sinnvoll und möglich, so daß sehr häufig der direkt gegenüberliegende Raum kontrolliert und angegriffen werden muß, in diesem Falle wäre das der e5-Raum. Laut einer e4S>f5 läßt sich wie sonst auch sowohl weißfeldrig als auch schwarzfeldrig spielen und eine entsprechende Initiative entwickeln. Die e4S Richtung f5 hat weißfeldrig die Kontrollzonen f7 und h7 im Visier. Spielt man weißfeldrig, dann ist f7 gleichzeitig auch das Zielfeld oder analog dazu bei ausgemachter Kontrollzone h7 das Zielfeld h7, alles weißfeldrig. Wir müssen, und das ist besonders wichtig - zwischen Strategie und Initiative unterscheiden! Die Strategie behandelt die Felderkontrolle, die Initative die Steinekontrolle.Das sind STRATEGISCHE Elemente. Kontrollzonen sind strategische Elemente, Zielfelder taktische! Eine e4S>f5 hier sind die Strategie und Initiative gleichfarbig.

Spielt man dagegen in einer weißfeldrigen Strategie schwarzfeldrig, dann sind die relevanten Zielfelder auch schwarz, also in diesem Falle e7 oder g7 trotz natürlich immer noch bestehender Kontrollzone f7 (mit den Feldern f7-e6-f5-e4), die zur Richtung f5-gehört.

Ganz schön schwer, vielleicht sogar das Schwierigste in der B-Methode überhaupt zu verstehen. Wer das kapiert, hat die Felderstrategie verstanden!
Und wer es dann virtuell schnell im Spiel umsetzen kann, der dürfte durchaus bald zu den Meisteranwärtern im Schach zählen.

Wäre schön, wenn es jemand irgendwann klarer ausdrücken kann als als ich. Aber vielleicht hat das schon weiter geholfen, weitere "Hinweise" finden sich noch im Buch verstreut.



@HaraldG

Beispiel<: 1.e4 c5 Der Bauer c5 verteidigt das Feld e5 indirekt, indem er da Feld d4 kontrolliert, ähnlich ist es bei Deiner Frage. Die Kontrollzonen sollte man (auswendig) kennen, denn sie zeigen wichtige Felder an, die angegriffen werden können/sollten. Auf Seite 23 findest Du die Aufstellung der Kontrollzonen. Da siehst Du dann auch auf den ersten Blick, daß sich einige Kontrollzonen mit einigen Feldern überschneiden. Das hast Du aber schnell "intus", wenn Du es öfter brauchst. Lies auch nochmal das Kapitel 4 gesamt durch. Gleich oder später nochmal, wenn Du einige Partien nachgespielt und nachvollzogen hast. Es lohnt sich. -----mühsam nährt sich das Eichhörnchen --- aber es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Und um das Rad noch weiter zu drehen die nächste Redensart (bayrisch) "Der Teufel isch a Oachkoastel (Der Teufel ist ein Eichhörnchen)", d.h. der Teufel steckt oft im Detail. Also, immer nachfragen und am besten natürlich erstmal selber nachdenken. Dann wird es schon! Das "schlimmste" hast Du hinter Dir!


yabadu
 
Alt 13.01.2007, 10:30   #13
Felderstrategie - Denkmethode

@yabadu

wenn der Bauer indirekt (indem er das Feld f6 deckt) die KoZ e7 deckt, was ist dann mit dem springer auf g8? Auch wenn er nicht sofort angreifbar ist gehört er ,meiner Meinung nach, zu den Verteidigern, oder??
 
Alt 13.01.2007, 11:29   #14
Felderstrategie - Denkmethode

@HaraldG

Kontrollzone e7: d4-e5-d6-e7
Kontrollzone g7: d4 e5-f4-g5-f6-g7

e7 wird über das gemeinsame Kontrollfeld-Feld e5 und d4 gedeckt


ja, der Springer gehört auch dazu.

Seite 41 dann verbessert (war oben schon angeführt):

Auf Seite 41 findest Du dann sicher die nächste "Ungereimtheit". Wieder Druckfehler, auch für mich echt ärgerlich. Richtig ist: "... die die weißen Felder kontrollieren (Sd4, Be4) anzugreifen mit dem Ziel, den e4-Raum zu kontrollieren. Schwarz soll versuchen, einen Sc3, sobald er dort auftaucht, z.B. mit dem Zug Lb4 und den Bauern e4 z.B. mit dem Zug Te8 angreifen zu können.
 
Alt 13.01.2007, 11:48   #15
Felderstrategie - Denkmethode

@yabadu

noch unverständlicher ist für mich der Absatz auf Seite 41:
Das Feld d4 wird nicht mit einem eigenen Bauern besetzt, das stellt das Grundelement einer e4-Figurenstrategie dar, d.h. der d4-Strategie in Richtung e5
unter Rücksicht auf das Figurenspiel. Ausgehend davon soll Weiß versuchen am
Königsflügel das Bauernspiel zu fördern, die Kontrollzone f7?? unter Bauernkontrolle zu stellen... (f7 bei d4S>e5 ??)
 
Alt 13.01.2007, 12:28   #16
Felderstrategie - Denkmethode

@HaraldG

noch unverständlicher ist für mich der Absatz auf Seite 41:
Das Feld d4 wird nicht mit einem eigenen Bauern besetzt, das stellt das Grundelement einer e4-Figurenstrategie dar, d.h. der d4-Strategie in Richtung e5
unter Rücksicht auf das Figurenspiel. Ausgehend davon soll Weiß versuchen am
Königsflügel das Bauernspiel zu fördern, die Kontrollzone f7?? unter Bauernkontrolle zu stellen... (f7 bei d4S>e5 ??)

Richtig, da ist ein Druckfehler (e4 statt d4, fällt sofort auf) drin. Hier die Verbesserung:

Das Feld d4 wird nicht mit einem eigenen Bauern besetzt, das stellt das Grundelement einer d4-Figurenstrategie dar, d.h. der d4-Strategie in Richtung e5
unter Rücksicht auf das Figurenspiel. Ausgehend davon soll Weiß versuchen am
Königsflügel das Bauernspiel zu fördern,

die Kontrollzone f7?? unter Bauernkontrolle zu stellen... (f7 bei d4S>e5 ??)

ja, lies einen Abschnitt zurück, da steht "...Das Feld e4 wird mit einem eigenen Bauern besetzt, das stellt das Grundelement einer e4-Bauernstrategie dar, d.h. die e4-Strategie Richtung f5 unter Rücksicht auf das Bauernspiel. (Hier zu zählt natürlich die Kontrollzone f7)

Problem ist, dass es manchmal so ist, dass beide Strategien vorliegen können.
In diesem Fall die e4 und die d4 Strategie. Hier ist die d4-Strategie eine Figurenstrategie, da das Feld d4 nicht mit einem eigenen Bauern besetzt ist, und ie e4 Strategie eine Bauernstrategie, da das Feld e4 mit einem eigenen Bauern besetzt ist. Das wird gerade an dieser Stellung herausgestellt.

Lies es nochmal, dann wird es vielleicht klarer. Das didaktische Problem ist, dass wir nicht ewig erst über reine "Theorie" schreiben wollten, sondern diese so früh wie möglich anhand von Partien erklären wollen. Das heißt aber leider auch, daß manche Erklärungen erst viel später kommen. Somit ist es gut, Dir alle Unklarheiten gut zu notieren und im Buch vorwärts zu kommen. Manche Fragen lösen sich dann vielleicht von selbst. Man muß es ohnehin mehrmals lesen bzw.immer wieder zur Hand nehmen bei eigenen Partien, bis man es mal richtig verstanden hat. Immerhin handelt es sich um eine schwierige Materie, dazu kommt, dass die "Denkweise" sehr ungewohnt ist im Vergleich zur üblichen, wo immer spezielle Thematisierungen memoriert werden müssen, wie Doppelbauern, Isolani usw., im Gegensatz zu B-Methode braucht das sehr umfangreiche Clusterkenntnisse, die auch noch dazu präsent sein müssen, wenn man eine Stellung richtig beurteilen will soweit ein gut trainiertes Varianten-Berechnungsvermögen. Andererseits kennt ein trainierter Spieler auch schon vieles, weshalb er die B-Methode nicht braucht, wenn er mit seinem Leistungsstand zufrieden ist. Ein Spieler, der jedoch noch groeße Reserven hat und vorwärts kommen will, der sollte schon an seiner Denktechnik arbeiten. Das tust Du ja, und ... bleib am Ball! Wie Du siehst, versuche ich jede Frage zu beantworten. Habe auch selbst einiges davon, denn ich lerne auch dabei, bin ja selbst noch ein B-Methoden-Anfänger, wenn sicherlich auch schon ein etwas fortgeschrittener.

yabadu
 
Alt 13.01.2007, 12:44   #17
Felderstrategie - Denkmethode

@yabadu

bei einer 2. Auflage sollte man hier deutlicher machen, das Weiß entweder eine e4S>f5 Bauerntrategie oder eine d4S>d5 Figurenstrategie verfolgen könnte, das die e4S>f5 aber die bessere Wahl darstellt. So wie es jetzt beschrieben ist habe ich den Satzanfang Ausgehen davon auf den vorherigen Abschnitt Das Feld d4.. bezogen und das macht keinen Sinn.
 
Alt 13.01.2007, 13:08   #18
Felderstrategie - Denkmethode

Ja, bei "ausgehend davon..." ist nicht klar, dass es auf die beiden letzten Abschnitt bezieht und nicht nur auf den letzten.

Notiert: "Ausgehend davon, dass Weiß sowohl die d4-Figurenstrategie als auch die e4-Bauernstrategie vorfindet, soll er versuchen, am Königsflügel das Bauernspiel zu fördern, die Kontrollzone f7 unter Bauernkontrolle zu stellen und die schwarzen Steine, die die Felder d4 und e5 verteidigen, verstärkt mit Figuren anzugreifen, dh. die schwarzen Felder mit Figuren zu kontrllieren. Weiss hat keine andere Wahl. Er hat die schwarzfeldrige Initiative schon mit dem Zug Lxc6 festgelegt.

yabadu
 
Alt 13.01.2007, 15:58   #19
Felderstrategie - Denkmethode

@yabadu

könntest du bitte kurz erläutern warum Schwarz auf Seite 41 die e5S>d4 verfolgen soll? Ich hätte er die d5S>c4 erwartet.
 
Alt 13.01.2007, 19:16   #20
Felderstrategie - Denkmethode

Hallo HarldG:

ja, dass wirst Du sicher bald raushaben, warum Schwarz die e5S>d4 verfolgen kann/sollte.

Erst nochmal das Beispiel
1.e4 c5 hier haben wir für Schwar auch die e5>Richtung d4 vorliegen, da c5 d4 kontrolliert. Nur handelt es sich bis dahin nicht um eine Bauernstrategie sondern um eine Figurenstrategie, da das Feld e5 nicht (oder noch nicht oder in anderen Fällen gar nicht mehr) mit einem schwarzen Bauern besetzt ist oder besetzt werden kann (hier kann es noch besetzt werden, ist es aber nicht.

Umgekehrt hätten wir bei 1.c4 e5 eine e4>Strategie Richtung d5.
Diese Muster kommen häufig vor, vor allem bei Flankenspielen. Das wirst Du schnell "drin haben" und auch in anderen Partien sehen.

und jetzt die Übertragung auf Deine Frage:
Es besteht klar eine e5S>d4 Figurenstrategie, somit ist es wichtig für Schwarz, die Felder e5 und d4 zu verteidigen, d.h. die e5>d4 zu verfolgen.


yabadu
 
 

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