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Diskutiere Der Angstgegner im Schachpsychologie Bereich; Liebe Schachfreunde, bei der Vorbereitung auf bestimmte Kontrahenten gibt es einen beonders unangenehmen, wichtigen und psychologisch interessanten Fall: die Beschäftigung mit dem "unüberwindbaren" Gegner. Petrosjan ...
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| | #1 |
| Der Angstgegner Liebe Schachfreunde, bei der Vorbereitung auf bestimmte Kontrahenten gibt es einen beonders unangenehmen, wichtigen und psychologisch interessanten Fall: die Beschäftigung mit dem "unüberwindbaren" Gegner. Petrosjan schrieb zu diesem Thema: "Eines Tages stellt sich heraus, irgendein Schachspieler ist gegen einen bestimmten anderen Spieler so gut wie hilflos. Wie läßt sich die schachspielerische Unvereinbarkeit zweier Persönlichkeiten, die sich des öfteren am Schachbrett gegenübersitzen erklären? Was sagt ihr dazu? Habt ihr schon erlebt, dass ihr gegen einen Gegner einfach nicht gewinnen könnt? Wie kommt esm dass bei weiderholten Treffen zweier Schachspieler der eine ständigen den kürzeren zieht? So unterlag z.B. Tal regelmäßig dem GM Boleslawski und der Meister Neschmetdinow, obwohl sich beide auch nicht eines Bruchteils jener Erfolge rühmen können, die Tal aufzuweisen hat... | |
| | #2 |
| Der Angstgegner Das Problem kenne ich. Ich persönlich habe das meiste Problem mit Spielern, die in ihrer Spielkonstitution grundsolide und hochkonzentriert, aber dabei nicht übertrieben passiv, agieren. Woran dieses Phänomen wohl liegt? Nun, die Frage ist hochinteressant und wahrlich nicht leicht zu beantworten. Ich persönlich meine, das liegt daran, daß die besten Stilmittel des Angstgegners zufällig genau auf die Schwächen des stärkeren Spielers abgestimmt sind, während er gleichzeitig kaum Schwächen bietet, die für die besonderes Stärken des stärkeren Spielers ein gefundenes Fressen darstellen würden. Ich meine, hat der stärkere Spieler bspw. die Stärken einer guten Rechentiefe und die Möglichkeit, starke Königsangriffe zu initiieren, die Schwäche des Angstgegners liegt aber eher in der Turmbehandlung, so wird der bessere Spieler kaum was damit anzufangen wissen. Seine Stärken laufen also gewissermaßen ins Leere. PS.: Zu Neschmetdinow habe ich mal eine Partie nachgespielt, in der er den holden Tal haargenau mit seinen eigenen Waffen zerfetzt hat. War bildschön anzuschauen. Schade, daß der junge Aspirant viel zu früh das Zeitliche segnen mußte... | |
| | #3 |
| Der Angstgegner Das Phänomen kenne ich auch, allerdings hat es bei mir nichts mit dem Spielstil des Gegners zu tun. Ob die wie ich eher agressiv und taktisch spielen oder sich eher positionell aufbauen, ist dabei unerheblich. Ich habe das Problem, daß ich besonders schlecht gegen Spieler aussehe, die mir persönlich unsympathisch sind. Ich vermute, ich setze mich dabei unter einen solchen Gewinndruck, daß ich verkrampfe und dadurch oft den letzten Blödsinn spiele Ich weiß, daß ich das lockerer angehen sollte, aber es gelingt leider meistens nicht ... Grüße Ponziani | |
| | #4 |
| Der Angstgegner Angstgegner kenne ich nicht. Es gibt bequeme Gegner. Da ich noch Mannschaftskämpfe führe, mache ich keine näheren Angaben. | |
| | #5 |
| Der Angstgegner Meine Angstgegner sind Schachspieler die weniger DWZ/Elo als ich besitzen. Mittlerweile versuche ich Spiele gegen solche "schwächere" Gegner zu vermeiden, weil ich bestimmt 70% der Spiele verliere. Woran das genau liegt, weiss ich nicht, aber ich hab so das Gefühl, dass ich mich dem Niveau von meinem Gegner anpasse. Vielleicht liegt es auch daran, das mir die Motivation gegen solche Gegner fehlt. So einen richtigen Angstgegner hab ich nicht. Wenn ich gegen eine Person ständig verliere, dann analysiere meine Partien und versuch die Fehler im nächsten Match zu vermeiden. Nach ein paar Partien hab ich mich seinem Spielstyle angepasst und weiss mich gegen seine Angriffe zu verteidigen. | |
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