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| | #1 |
| Psychische Blockade? Hey, folgendes Problem: Da ich vor kurzem noch sehr viel trainiert habe (4-6 Tage die Woche mehrere Stunden), dadurch aber scheinbar überspielt war, habe ich dieses intensive Training erstmal etwas heruntergefahren und trainiere nun nur noch an 2-3 Tagen die Woche. Tatsächlich habe ich eine Art Leistungsschub gehabt. Ich habe schöne Partien gespielt, starke Gegner geschlagen etc. Ich konnte meinte Internetwertungen auf recht hohe Zahlen (chesscube.com=~1900, chessmail=~2000, chesstempo=~1760 - das sind für mich zumindest hohe Zahlen). Nun habe ich seit einigen Tagen aber scheinbar eine innerliche Blockade aufgebaut. Ich spiele grottenschlechte Partien und habe es auch "geschafft" zumindest meine chesscube-Wertung auf <1700 zu bringen. 200 Punkte muss man erstmal in den Sand setzen. Woran kann das liegen? Habt ihr einen Rat für mich? Die Trainingszeit habe ich schon verringert, dadurch wieder mehr andere Aktivitäten, sei es nun Sport, Zocken oder andere entspannende Dinge. Das einzige was ich täglich mache, sind meine Züge bei chessmail ausfüren und meist schau ich mir ein paar Videos bei youtube an von Jerry "chessnetwork", den hier sicher auch der ein oder andere kennt. Das ist dann aber eher Unterhaltung, seine "dummen" Sprüche sind manchmal schon zum wegschmeißen ![]() Mal sehen was ihr davon haltet. Grüße Freddy | |
| | #2 |
| AW: Psychische Blockade? Ferndiagnose ist m.M.n. fast nicht möglich. Bekannt ist aber das Phänomen, dass nach intensivem Training erstmal eine Flaute der Spielstärke folgt, bevor sich das Training wirklich auszahlt (übrigens nicht nur beim Schach). Insofern würde ich dir raten: Warte mal ein paar Wochen oder auch 2-3 Monate ab und mach weiter, wie du es für richtig empfindest. Klingt vielleicht etwas fies, aber ist völlig ernst gemeint: Im Bereich deiner hier angegeben Wertung korrigiert sich das relativ schnell und dein beschriebener Aufwand ist/war sehr groß! Siehe vorvorherigen Absatz | |
| | #3 |
| AW: Psychische Blockade? Hallo Freddy, ich glaube schon das du durch das Training fit bist und z.B. bei Chesscube hast ja grade mal 100 Punkte weniger als ich. Da du aber noch nicht solange spielst hast du immer noch das Problem das du schnell deine Stellung einstellst. Das ist absolut normal, diese Zeit hat jeder Schachspieler in seinem Leben mal gehabt und sowas kann man nur mit Routine abstellen und es kommt mit der Zeit auch die Sicherheit in den Partien. Denn es ist schon ein großer Unterschied ob man schon jahrelang auf einen Niveau von 1700 spielt oder grad mal so die 1700 geschafft hat. Wenn du die Zeit und Lust hast kann ich dir nur empfehlen trainiere ruhig weiter, meinetwegen auch 3-4 Stunden am Tag. Dennoch beschäftige dich auch mit anderen Dingen und mit der Zeit wird sich deine Spielstärke von ganz alleine steigern. lg Ben | |
| | #4 | |
| AW: Psychische Blockade? Zitat:
Das geht schnell. Man verkrampft, will es erzwingen, und dann kommt nur noch Müll raus. Ich spreche hier aus eigener Erfahrung im Internetblitz In deinem Stadium der schachlichen Entwicklung würde ich dir von Blitzschach im Internet völlig abraten. Da trainierst du dir nur irgendwelche schlechte Angewohnheiten an (vergleichbar meinetwegen mit einer falschen Schußtechnik beim Fußball). Schnellpartien ja, Minimum 15 Minuten, besser mehr, gut wäre 15 Minuten plus 10 Sekunden Aufschlag oder 30 Minuten pro Partie. Und die dann gescheit analysieren. Fernschach wird nicht schaden, aber ob es so viel bringt? Der Zeitdruckfaktor entfällt, die Partie ist zeitlich gesehen in viele Einzelteile zerhackt. Eine Schnellpartie hat dahingehend viel mehr Ähnlichkeiten mit einer langen Turnierpartie. Und sowie ich dich kenne, denkst du nicht soo oft mal mehr als 5 Minuten über eine Stellung nach | ||
| | #5 |
| AW: Psychische Blockade? Internetschach macht die Guten besser und die Schlechten schlechter | |
| | #6 |
| AW: Psychische Blockade? Stimmt vollkommen. Die Guten kennen viele Techniken, Strukturen, Abspiele, Angriffswege usw. usf., die sie beim Blitz anwenden können, das kennen die entweder aus der Erfahrung von langen Spielen oder vom Training her. Der Anfänger oder noch nicht so gute Spieler murkst irgendwas auf die Schnelle zusammen, lernt also nichts Neues dazu und bleibt im Blitz halt auf seinem Rechenniveau hängen. Besser Schach lernt man finde ich so nicht, ich jedenfalls nicht, ich hab im Blitz auch schon locker 400 Punkte mich verschlechtert in wenigen Stunden - alles kein Problem. Und wenn man viel trainiert ist es auch normal,dass es erstmal nicht gut läuft und man mehr durcheinander ist und nicht so recht das Gelernte anwenden kann. Das sortiert sich mit der Zeit und dann macht man einen Sprung. Wichtig ist, dass man sich Zeit gibt und es nicht erzwingen will und außerdem NICHT blitzt einige Zeit, sondern versucht in längeren Partien in aller Ruhe das neue Spiel zu etablieren, den neuen Fähigkeiten eine Chance geben sich zu entwickeln. Das geht im Blitz einfach nicht! Ich kanns nur immer wiederholen. Dran bleiben und nicht verbissen sein, Schach braucht Zeit, ist halt so. | |
| | #7 |
| AW: Psychische Blockade? Finde ich ein gutes Zitat. Kommt nur noch darauf an, was man als gut bzw. schlecht bezeichnet | |
| | #8 |
| AW: Psychische Blockade? Ja, das Zitat ist alt, hat man schon vom Fernsehen und allem möglichen gesagt. Mit Internetschach meine ich sowas wie 5+0 aufwärts. Weniger Bedenkzeit ("Bullet") bringt möglicherweise offline ganix (meine Meinung). Ich spiele im Netz Trainingspartien mit meinen normalem Eröffnungen und schaue die Partien mir später an. Ich versuche jedenfalls, Schach zu spielen und nicht nur die Batterien der Maus zu leeren. | |
| | #9 |
| AW: Psychische Blockade? Genau so mache ich das auch. Bei der anschließenden Analyse kommt es mir besonders darauf an, wie ich die Eröffnung gespielt habe und ob ich den richtigen Plan gefunden habe. Auf diese Art und Weise habe ich schon so manches Loch in meinem Repertoire gefunden... | |
| | #10 |
| AW: Psychische Blockade? Ich spiele ja nicht nur Blitz, wenn überhaupt, dann sind mal 5-min/+3Sek-Partien dabei, im Großen und Ganzen versuche ich aber, mindestens 10 min, wenns geht 15-min-Partien zu spielen. Was mir aber beim Blitz aufgefallen ist, selbst wenn ich verliere, habe ich aber immer wieder neue Ideen entdeckt. Ich denke, das ist auch ganz wichtig für die schachliche Entwicklung. @bogidorus: Das sie Zahlen nicht vergleichbar sind, ist mir klar. Aber dennoch ist es doch eine Art Wertungssystem, in der man natürlich weiter nach oben klettern möchte Grüße Freddy | |
| | #11 | |
| AW: Psychische Blockade? Zitat:
Ich denke so: man muss Spass am Spiel haben, und das Rating ist etwas, woran man nicht (!) so sehr denken sollte. Immer an die Stellung auf dem Brett denken, nicht an irgendwelche Zahlen usw. Wichtig ist immer, was man aus einer Partie gelernt hat, finde ich. Eine Niederlage gegen einen starken Gegner, ist oft mehr wert als ein Sieg gegen einen schwachen Gegner (aber auch diese Partien soll man analysieren). Olli | ||
| | #12 |
| AW: Psychische Blockade? Sinnvolles Training sollte auf "echte" Langzeitpartien vorbereiten. Wenn das auf dein Blitz Rating keinen oder einen negativen Einfluss hat, ist das denke ich normal. | |
| | #13 |
| AW: Psychische Blockade? Habe heut folgende Bilanz bei chesscube "erreicht" - 18, +13, =2 Ich bekomms nicht mehr hin, ich stelle einen Bauern nach dem anderen ein, manchmal auch Figuren oder die Dame, dazu auch gern mal die ganze Partie durch Matt. Ziemlich komisch, ich scheine das sehr oft zu haben, und nicht 1x im Quartal oder so. Da kann man langsam nicht mehr von einem schlechten Tag sprechen, ich würde es auf eine schlechte Woche, teilweise sogar einen schlechten Monat erweitern wollen. Nun frag ich mich, warum ich überhaupt noch trainiere. Nach dieser Phase bin ich wieder genau da, wo ich vor dem Training war, zumindest hab ich das Gefühl. Wenn ich mir das so überlege, dann werde ich immer ein Spieler mit einem Niveau von 1200 bleiben, habe mehrere Tage im Monat schlechte Laune und werde deprimiert, weil ich immer den Sack voll bekomm. Ist denn das normal?! Ich hoffe nicht. | |
| | #14 | |
| AW: Psychische Blockade? Spielen, spielen, spielen. Und zwar ernsthafte Partien - OTB. Und danach analysieren. Zitat:
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| | #15 |
| AW: Psychische Blockade? alos noch einmal....pauschal....die Internetwertungen sind relativ und nicht einzuordnen.Tatsache ist das ich selbst der Meinung bin meinen Spielstill,Tempo etc.etwas durch Internetschach "versaut" habe...oft ja leider sehr oft hatte ich (begründet) den Verdacht gegen Engines gespielt zu haben...besondere Kennzeichen: ich stehe gut und auf Gewinn..plötzlich zieht mein Spielpartner längere Zeit nicht mehr..als er wieder zieht sind sein Züge vom anderen Stern..sie kommen im Sekundentakt und sind immer volltreffer | |
| | #17 | |
| AW: Psychische Blockade? Zitat:
Entweder du siehst ein, dass man gutes Schach nicht erzwingen kann (erblitzen schon gleich gar nicht), oder du bleibst ein Spaßzocker und wenn du den Spaß dabei nicht verlierst (aber genau das scheint ja der Fall zu sein), dann wäre das auch in Ordnung. Willst du reifen und besser werden, dann finde Leute, mit denen du regelmäßig (im Verein) lange Partien spielen kannst. Gibt es die in deinem Verein nicht (was ich kaum glaube), dann wechsel den Verein, weil dann ist es nicht der richtige Verein, um vorwärts zu kommen. Und lass Schach, so schön es als Hobby auch ist, nicht zu raumgreifend werden. Wir brauchen vielleicht Jahre um wirklich nachhaltig besser zu werden und alte Fehler abzustellen - na und? Hauptsache, wir haben Spaß am Schach. Hab schon genug Leute im Verein kommen und schnell wieder gehen sehen, weil sie gemerkt haben, dass Schach doch nicht so einfach ist und dass auch andere Leute das Spiel richtig gut beherrschen und man echt was dafür tun muss, bis man die ersten Partien gegen Vereinsspieler gewinnt. Die Leute wollten offenbar nicht wirklich das Spiel spielen, sondern vor allem Partien problemlos gewinnen. Sich selbst als guten Schachspieler bestätigen. So funktioniert es nicht. Leute mit besonderen Begabungen nehme ich hier bewusst aus (in etwa das halbe Forum muss sich also nicht angesprochen fühlen Auch wir können den begabten Spielern gefährlich werden. Aber durch unruhiges Geblitze und ungeduldiges erfolgshungriges Marathontraining bestimmt nicht. Damit laugen wir uns nur unnötig aus, weil wir uns die Zeit nicht nehmen, die wir halt brauchen. Bewusst trainieren und das Schachspiel zelebrieren und mit den Jahren wirst du ein solider Spieler werden.... | ||
| | #18 |
| AW: Psychische Blockade? Wenn Du schon Sonntags abends bis um halb 3 Zeit hast im Internet Schach zu spielen, dann nimm doch am 45 + 5 Turnier auf FICS teil. Bringt wesentlich mehr als das rumgeblitze. Und auch bessere Ergebnisse, weil Du da genügend Zeit hast, das gelernte auch anzuwenden. | |
| | #19 | |
| AW: Psychische Blockade? Zitat:
Genau das ist nämlcih der Fall. In meinem Verein will einfach keiner mal ne 2h-Partie spielen, nur zum Mannschaftswettkampf. Ansonsten halt normale Trainingspartien ohne Uhr, oder eben, wie in jedem Verein, Blitz. Vereinswechsel ist auch nicht drin, da in meiner Umgebung der nächste Verein 15 km weg ist, und unser Neuzugang genau von dort kommt und es dort noch schlimmer mit dem Blitz sein muss. Nun stellt sich halt die Frage, wo kann ich denn mal eine längere Partie spielen?! Nur am Bildschirm, aber da herrscht halt auch Konzentration gleich Null bei mir. Die andere Möglichkeit sind Turniere. Und schon sind wir wieder beim Verein. Keiner im Verein will scheinbar so viel Zeit investieren, weshalb nur auf Schnellschachturniere gefahren wird. Und dann wundern sich die obersten Bretter aber noch, warum wir nicht aufsteigen. Ich wüsste da vielelicht nen Grund | ||
| | #20 |
| AW: Psychische Blockade? @Nadastar Ehrlich gesagt, hätte ich irgendwann keine Lust mehr, wenn ich im Verein immer nur verliere. Mag ja sein, dass ich stärker werde, aber der Frust wäre irgendwann so größ, dass ich keine Lust mehr hätte. Das hat ja nichts damit zu tun, dass ich mich als guten Schachspieler bestätigen will. Ich spiele Abends meine 15+5 oder 30+0 Partien, finde ich ganz angenehm von der Zeit. Denke schon, dass das was bringt. Mache täglich mein Taktiktraining und gut ist. Vielleicht versteift man sich zu sehr darauf, dass man nach einem Monat jetzt 100 Punkte mehr haben müsste. Das analysieren mit Engine sollte auch nur bedingt als sinnvoll angesehen werden. Die Engine spuckt manchmal taktische Manöver aus, die man am Brett wahrscheinlich nach 10-20 Minuten erkannt hätte. Da gibt es ein schönes Video auf chess.com von einem FM. Da wird einem gezeigt, wie man mit Engine analysieren soll. | |
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