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Diskutiere Psychologie während der Partie - Verbesserung der Spielstärke im Schachpsychologie Bereich; @kafkaesk: Zum Nachmachen würde ich diese Art von psychologischer Kriegsführung nicht empfehlen, vor allem, da er ja auch gegen schlechtere noch in der Eröffnungsphase Remis ...
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| | #21 |
| Psychologie während der Partie - Verbesserung der Spielstärke @kafkaesk: Zum Nachmachen würde ich diese Art von psychologischer Kriegsführung nicht empfehlen, vor allem, da er ja auch gegen schlechtere noch in der Eröffnungsphase Remis bietet. Diese könnten sich freuen und am Ende steht der Remisbietefreund mit einem miserablen Ergebnis und einer signifikant sinkenden DWZ da. Die möglichen Folgekosten für sein Unternehmen halte ich also für nicht mehr im vertretbaren Maß hoch. | |
| | #22 | |
| Psychologie während der Partie - Verbesserung der Spielstärke Zitat:
Mir ist auch nicht ganz klar, wie man nach 9 Zügen in einem Mannschaftskampf remis anbieten kann. Da muss man gesundheitliche Probleme haben, sonst wird man nachher von der eigenen Mannschaft nicht mehr aufgestellt. Ein DWZ-Unterschied von 100 Punkten ist ja nun auch nicht die Welt. Hätte er 500 Punkte mehr gehabt, hättest du wohl annehmen sollen | ||
| | #23 |
| Psychologie während der Partie - Verbesserung der Spielstärke Ich denke Psychologie ist ein wesentlicher Bestandteil des Schachspiels. Wie schon erwähnt, man spielt gegen Menschen, nicht gegen Computer, und diese sind, egal wie stark sie sind, nicht unfehlbar. Ich setz zwar nicht viel auf 'Psychotricks', aber Emotionen zu kontrollieren ist, wie ich in letzter Zeit häufiger gemerkt hab, sehr wichtig. So kann man durch Aggressivität zum Beispiel den Gegner einschüchtern: (z.B. meine erste Ligapartie diese Saison, hab 'ne Figur und einen Bauern mehr, +5 Endspiel, plötzlich fängt mein genervter Gegner an aggressiv die Figur auf das Brett zu knallen. Plötzlich hab ich einen Bauern eingestellt, in einer plötzlich gedrückten Stellung[+3], und ich wurde fahrlässig. Dann war die Figur weg, und ich verlor das folgende Turmendspiel) Das werde ich hoffentlich nicht mehr zulassen, und werde an meinen Emotionen arbeiten. In der Jugend hab ich manchmal die Gewohnheit, ein leises Stöhnen loszulassen, wenn ich einen vergifteten Bauern z.B. anbiete, das hilft oftmals Wunder xD. | |
| | #24 | ||
| Psychologie während der Partie - Verbesserung der Spielstärke Zitat:
Zu 4.: Wenn mein Gegner so doof ist, kann mir das doch egal sein, ob das unfair ist oder nicht! Hab auch schon von Leuten gehört, die in besserer Stellung aufgegeben haben, weil sie keinen Plan mehr hatten. Also der Logik kann ich hier wirklich nicht folgen. Zu 5.: Spannende und unklare Stellungen werden in einem Einzelkampf in der Regel weitergespielt. Trotzdem sollte man immer die Situation der Mannschaft und die eigene Positionierung im Turnier im Auge haben. Reicht das Remis zum Turniersieg, kann man das natürlich immer annehmen, wenn man nicht gerade eh voll auf Gewinn steht. Zitat:
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| | #25 | |
| Psychologie während der Partie - Verbesserung der Spielstärke Zitat:
Und wie gesagt, mein Gegner bietet laut Datenbank regelmäßig nach wenigen Zügen das erste Mal Remis an. Manche nehmen's an, aber die meisten spielen weiter. Ich weiß nicht, ist hier der Mannschaftsgeist im Mannschaftsschach nicht so ausgeprägt oder wie? | ||
| | #26 |
| Psychologie während der Partie - Verbesserung der Spielstärke Ich denke, dass so ein Remisangebot schon nicht schlecht sein, kann, da es den Gegner zumindest Zeit kostet und er sich später vl. noch drüber ärgert... | |
| | #27 |
| Psychologie während der Partie - Verbesserung der Spielstärke Wenn ich in der Mannschaft deines Gegners spielen würde, würde ich ihm mal raten, damit aufzuhören. Remis kann er dann anbieten, wenn die Stellung oder das Mannschaftsergebnis es nahe legen - aber nicht vorher. | |
| | #28 |
| Psychologie während der Partie - Verbesserung der Spielstärke Klar, so würde ich das auch machen ... na ja, wahrscheinlich haben die sich zu sehr auf ihre Zahlen verlassen. Wer weiß das schon?! | |
| | #29 | |||||||
| Psychologie während der Partie - Verbesserung der Spielstärke Zitat:
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Generell kann ich einen anderen Tip geben: Wenn man selber schlecht steht, im Zweifelsfalle kein Remis anbieten; besonders dann nicht wenn man selber der nominell deutlich bessere ist. Denn dadurch zeigt man dem Gegner nur auf, daß in der Stellung was drin ist. | ||||||||
| | #30 |
| Psychologie während der Partie - Verbesserung der Spielstärke Hallo kafkaesk, Du hast das ziemlich gut wiedergegeben, was einem durch den Kopf gehen kann, wenn der Gegner bei einem Mannschaftswettkampf Remis anbietet. In einem Turnier kann man durch frühe Remis Kräfte sparen, aber wenn man nur eine einzige Partie spielt, hat man nicht viel davon. Neben dieser frühen Phase gibt es auch Remisangebote, die einen noch viel mehr in "Bedrängnis" bringen können. Beispielsweise im Mittelspiel, einen Bauer mehr, aber eine undurchsichtige Stellung und eine knappe 3:2 Mannschaftsführung. Letztens hatte ich beim Punktspiel ein Remis abgelehnt. Es war noch eine weitere Partie offen und ich glaubte, ich müsste gewinnen, damit wir wenigstens einen Mannschaftspunkt holen. Ich lehnte ab, verlor dann und die andere Partie wurde tatsächlich noch für uns gewonnen. Am Ende 3,5-4,5 verloren, mit der Remisannahme wäre es wohl 4-4 geworden. Man muss auch sagen, dass es Spieler gibt, die deshalb schnell spielen und gerne frühzeitig ins Remis gehen, damit sie eben nicht der Letzte am Brett sind, der denn Mannschaftspunkt holen muss. Gruss Sören | |
| | #31 | ||
| Psychologie während der Partie - Verbesserung der Spielstärke Hallo Pabst, Zitat:
Zitat:
Gruss Sören | |||
| | #32 | |
| Psychologie während der Partie - Verbesserung der Spielstärke Zitat:
Den wilden Kombinationsspieler gibt's in unserer Mannschaft eh nicht. Wir haben zwar einen älteren Spieler, der sich wenig sagen lässt, aber solange er die Punkte holt, ist es okay. Holt er keine Punkte mehr, war's das auch für ihn. | ||
| | #33 | ||||
| Psychologie während der Partie - Verbesserung der Spielstärke Nun ja, im Spitzenschach oder hohen Alter ist das sicherlich richtig. Aber wir können denke ich bis zu Ende durchhalten. Daher empfehle ich auch nur Turniere zu spielen mit einer Runde pro Tag! Und selbst wenn dadurch mal was schiefgeht, überwiegt denke ich der Gewinn an Freude in anderen Fällen. Zitat:
Zitat:
Wenn der andere doof ist, kann man es manchmal halt legal ausnutzen, man muß es aber nicht! "Unfair" ist hier wohl ein etwas hartes Wort, aber im Kern ist es richtig. Und es gibt für mich persönlich auch noch den ganz einfachen Grund, dass ich so eine schlimme Stellung gar nicht mehr gewinnen oder Remis halten will! Würde mir einfach keinen Spaß machen, also geb ich auf. Zitat:
Zitat:
Generell muß es jeder selbst entscheiden. Ich sage nur, meine persönliche Methode ist es, NIE Remis anzunehmen außer in klarer Remisstellung - auch nicht in ausgeglichener oder leicht schlechterer Stellung (und auch nicht gegen dich, Marcel Wie gesagt, ist nur meine persönliche (und vermutlich nahezu einzigartige) Methode. Oder wer hat es auch schon ausprobiert? | |||||
| | #34 |
| Psychologie während der Partie - Verbesserung der Spielstärke Ein Remisangebot kann manchmal auch verwirren. Im letzten Mannschaftskampf hatte ich einen deutlich schwächeren Gegner (DWZ-Unterschied ca. 300), der mich mit Albins Gegengambit überraschte (und das dann nach wenigen Buchzügen arg misshandelte). Nach 8 Zügen hatte ich zwei Bauern mehr und eine sichere Stellung. Nach seinem 8. Zug bot mein Gegner Remis. Ich habe über 5 Minuten investiert, um zu suchen, ob es etwa irgendeinen gerechtfertigten Grund dafür gab, dann noch 3 Minuten, um der Form halber meinen Mannschaftsführer zu fragen, und dann noch ein paar Minuten, um mich soweit zusammenzunehmen, dass ich beim nächsten Zug ungerührt meine Standard-Antwort "Ich möchte noch etwas weiterspielen" herausbringe und mir nicht anmerken lasse, wie lächerlich ich das Angebot fand. Im 15. Zug gab mein Gegner auf. | |
| | #35 | |
| Psychologie während der Partie - Verbesserung der Spielstärke Zitat:
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| | #36 | |||
| Psychologie während der Partie - Verbesserung der Spielstärke Zitat:
![]() Zu Ende spielen würde ich ja auch gerne, aber ein "unehrenhaftes" Remis ist mir da immer noch lieber als mit wehenden Fahnen in den Abgrund zu stürzen. Oder wie Kramnik letztens auf die Frage antwortete, warum er Anands Remisangebot angenommen hatte: "Es macht Sinn, bei einem Rückstand etwas zu riskieren, aber es macht keinen Sinn, wie ein Idiot zu verlieren." Zitat:
In einem noch unklaren Mannschaftskampf ein in schlechter Stellung "geschenktes" Remis abzulehnen, wäre sogar grob fahrlässig und eher noch unfair den Mannschaftskameraden gegenüber. Zitat:
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| | #37 | ||||
| Psychologie während der Partie - Verbesserung der Spielstärke Zitat:
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Durch ergebnisorientiertes Spielen ist man im Allgemeinen angehalten, soviel wie möglich aus der eigenen Partie heraus zu holen. Dadurch findet man häufig Ideen, welche einem bei geringerer Anstrengung verborgen geblieben wären. | |||||
| | #38 |
| Psychologie während der Partie - Verbesserung der Spielstärke Kann ich so nicht sehen. Vielleicht sehen wir uns irgendwann mal ; | |
| | #39 | |
| Psychologie während der Partie - Verbesserung der Spielstärke Zitat:
Findest Du es auch unfair, eine Dame zu schlagen, die der Gegner "aus Versehen" eingestellt hat? Ich habe neulich die Lage falsch eingeschaetzt und zu frueh aufgegeben. War es unsportlich von meinem Gegner, das zu akzeptieren? Wenn ich denke, dass ich schlechter stehe, nehme ich ein Remis natuerlich an. Mag ja auch sein, dass ich mich irre... | ||
| | #40 |
| Psychologie während des Mannschaftskampfes Es geht hier um Einstellungen. (Bemerkung für mich.) Mit 20 wurde ich plötzlich Mannschaftsführer einer Truppe aus alten Herren und Nachwuchsspielern. Der alte Mannschaftsführer hatte sich zurückgezogen. Die erste Entscheidung kam auf mich zu, als im zweiten Mannschaftskampf bei 3:3 und toter Remisstellung in einer Partie ein nervös zappelnder 16jähriger mich fragte, wie er mit dem Remisangebot seines Gegners umgehen sollte. Es waren noch 10 Züge zu spielen. Auf der Uhr waren 10 Min. und 15 Min, +5 Min für uns. Die Stellungen waren nach meinem Empfinden im Gleichgewicht mit 2 1/2 zu 1 1/2 Zentrumsfeldern für uns. Also leichte Vorteile. Was hättet ihr gemacht? (Fortsetzung im nächsten Post) | |
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