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| | #1 |
| karpow-kasparow mich würde mal interessieren welchen der beidem ihr vom stil her bessr findet(es geht nicht um leistungen). also ich bin eindeutig für karpow. sein tiefer positioneller stil ist einfach schön anzusehen. | |
| | #2 |
| karpow-kasparow Geht mir genauso, ich bewundere Karpows Stil und würde gern selbst ein wenig wie er spielen können. Wolli | |
| | #3 | |
| karpow-kasparow Zitat:
tiefe kombinationen wie die von kasparow schaffen aber hin und wieder auch andere weltklassespieler. | ||
| | #4 |
| karpow-kasparow So eine epische Auseinandersetzung wie zwischen Karpov und Kasparov wird es vielleicht erst in 100 Jahren wieder geben. Ich bin auch seit frühester Kindheit Formel1-Fan und habe die Zeit vor Schumi( Das trifft in gewissem Sinn auch auf Karpov und Kasparov zu. Ich mag Karpov auch recht gerne. | |
| | #5 |
| karpow-kasparow Also ich find Kasparow spielt ...''schöneres Schach'', ist meine persönliche Meinung, aber seine genialen Kombis versetzen mich in staunen | |
| | #6 |
| karpow-kasparow Es war bestimmt gerade dieser Unterschied in der Spielweise der beiden die die Weltmeisterschaften zwischen ihnen so interessant gemacht hat .Allerdings habe ich damals lieber Karpow seine Partien nach gespielt . | |
| | #7 |
| karpow-kasparow Ich bin auch mehr ein Fan von Karpov, wenngleich ich Kasparovs Schach auch toll finde. Aber Karpovs Schach besitzt eine innere Schönheit. Die Kämpfe zwischen Kasparov und Karpov waren immer Kämpfe zwischen Kraftmeierei und Eleganz. Weiß der Teufel, warum Karpovs Stil so verteufelt wurde. Wahrscheinlich deshalb, weil Karpov als systemkonformer Sowjetmensch galt, der das Alte repräsentiere, während Kasparov in der Gorbatschow-Ära für das Neue stehe. Heute wissen wir aber, daß dieses Schwarz-Weiß-Denken unangebracht war und nur von den Medien als Aufhänger transportiert wurde. So hat auch Kasparov seine autokratischen Eigenschaften, während Karpov eher unpolitisch ist und sich zu Sowjetzeiten nur so geschickt verhalten hat, um sich die Gunst des Systems zu sichern und aus diesem das Optimum herauszuholen. Karpov ist viel diplomatischer als Kasparov. | |
| | #8 | |
| karpow-kasparow Zitat:
Viele Grüße Rinks | ||
| | #9 |
| karpow-kasparow Karpovs Spiel war tiefsinniger, aber Kasparov konnte dass, was die Leute vor 150 Jahren gern gesehen haben: Das Brett "anzünden". Allerdings können das Shirov, Topalov u. a. auch. | |
| | #10 |
| karpow-kasparow Ich habe den Eindruck, dass Kasparow von manchen ein bisschen unterschätzt wird, auch wenn das kaum möglich sein sollte. Vielleicht wird er ein bisschen zu stark im Gegensatz zum betont "positionellen" Karpow gesehen. Tatsache ist, dass Kasparow niemals seine unerreichte Spielstärke erlangt hätte, wenn er positionell nicht ebenfalls ein Genie gewesen wäre. Ein Shirov, Topalov etc können auch das Brett anzünden? Toll. Mehr konnte Kasparov also nicht? Wieviel Partien hat Shirov gegen Kasparow gewonnen? ... Karpow galt Anfang der 80er als praktisch unschlagbar und sein Stil manchen als Vollendung des Schachs, Kasparow hielten später viele für den stärksten Spieler aller Zeiten. Welchen Stil man bevorzugt, scheint mir eher "Geschmacksfrage" zu sein. Und über Geschmack sollte man bekanntlich nicht streiten, daher sollten manche "Argumente" von vornherein vielleicht besser stecken bleiben. Nachtrag: Karpows Stil ist faszinierend, aber auf eine Weise unnachahmlich, die ihn mir irgendwie "entfremdet". Kasparows Stil ist positionell ebenfalls meisterlich, besitzt aber zudem die Komponente, ein Spiel plötzlich aus den "normalen" Bahnen zu bringen und geradezu irrwitzig verlaufen zu lassen, wie seine hinreissende Partie gegen Topalow. Und damit hat er über 15 Jahre lang die stärksten Spieler der Welt immer wieder "umgekippt". Dieses Feuer in seinen Partien zieht mich einfach mehr an, aber das ist natürlich genauso subjektiv wie die Vorliebe für irgendeinen anderen Stil oder Spieler. | |
| | #11 | |
| karpow-kasparow Zitat:
Fakt ist das Kasparow einer der stärksten Spieler, wenn nicht der stärkste, war. Es reicht nicht gut rechnen zu können, da ist auch ein sehr gutes Positionsspiel nötig. Für mich ist Kasparow ein kompletter Spieler gewesen, vor und nach ihm unerreicht. Ich sehe jetzt erst das Posting von Sueno, das ist genau das was ich sagen wollte | ||
| | #12 |
| karpow-kasparow Kasparov stand Karpov in positioneller Hinsicht in nichts nach. Das erkennt man gut an mehreren Partien, in denen Karpov mit "seinem eigenen Stil" von Garry geschlagen wurde. Das Gegenteil ist wohl eher nicht eingetreten... Kasparov spielte einfach "sinnverwirrend", er konnte (wie Sueno schon erwähnte) aus scheinbar normalen Stellungen irrwitze Labyrinthe machen, und damit selbst einen Anatoli Karpov umhauen. | |
| | #13 |
| karpow-kasparow Alle reden hier von Kasparow, dem Taktiker und Karpov, dem Positionsspieler. Ich denke aber daß Karpov Kasparow auch taktisch und umgekehrt um nichts nachstehen. Z.B. war Petrosjan ein ausgezeichneter Tatiker, was er in seinem ersten WM Kampf gegen Spasski hinlänglich bewiesen hat, obwohl er positionelles Spiel bevorzugte. Allerdigs kann man Positionsspiel in der Perfektion von Karpov oder Petrosjan nur aaufziehen, wenn man alle taktischen Potentiale einer Stellung richtig einschätzen kann. Umgekehrt wäre Kasparow nie zu so schönen Kombinationen gelangt, wenn er nicht gewußt hätte wie er zu positioneller Überlegenheit kommt ("Superior position leads to tactics", Fischer). Mir gefällt übrigens Kasparows Stil besser weil ich denke daß er flexibler war und sein Kombinationsspiel eine unheimliche Tiefe erreichte und durch eine unermeßliche Kreativität getrieben war. mfg, Casco | |
| | #14 |
| karpow-kasparow Wer will, kann ja mal die 1. Preise der Informator Jury für die beste Partie in der jeweiligen Ausgabe zählen und sich die Partien angucken. Das Ergebnis wird manches Vorurteil knicken. | |
| | #15 | |
| karpow-kasparow Zitat:
Für mich sind Karpovs Partien trotzdem interessanter, sein Stil ist einzigartig. Wie er mit eher ruhigen Mitteln starke Großmeister wie Anfänger aussehen hat lassen fand ich unglaublich. Kramnik hat sich mal über Karpov ungefähr so geäüßert: "Da sitzt dieser Mensch, spielt seelenruhig h3 und a3 und plötzlich bricht die Stellung des Gegners zusammen". Ich finde, daß bringt es auf den Punkt. Für mich ist Karpov der Schachspieler mit dem größten Schachverständnis aller Zeiten. Dazu war er, wie natürlich alle anderen Spitzenspieler, ein großartiger Taktiker. | ||
| | #16 | |
| karpow-kasparow Hallo, ich mag beide Spieler gerne, tendiere aber mehr zu Kasparov, weil sein Stil wesentlich moderner ist, als der von Karpov. Zitat:
Alles für den Sieg und Kampf bis zum letzten! | ||
| | #17 | |
| karpow-kasparow Zitat:
In 100 Jahren wird es eine epische Auseinandersetzung zwischen zwei Engines geben, die weiß der Herr wie viele Züge pro Sekunde durchrechnen können. Aber zurück zum Thema: Wir reden vom Stil? -- Mein Favorit: Kasparow Wir reden vom Charakter? -- Mein Favorit: keiner von beiden Grüße R.J. | ||
| | #18 | |
| karpow-kasparow Zitat:
![]() Vom Charakter her bewundere ich wirklich Kasparov, denn sei auftreten in der Öffentlichkeit ist sehr selbstsicher und professionell! | ||
| | #19 | |
| karpow-kasparow Zitat:
Auch wenn ich ein sehr großer Anhänger von Karpov war und bin, muß ich doch eingestehen, daß die vielleicht herausragendste Leistung Karpovs nun einmal ist, dem stärksten Spieler bisheriger Zeit die meisten Niederlagen beigebracht zu haben. Der kraftvolle aber auch universelle Stil Kasparovs ist für mich doch unübertroffen. Und Eröffnungsvorteile ins Ziel zu bringen gegen stärkste Meister, ist mit einer derartigen Ausbeute auch niemand anderem gelungen. | ||
| | #20 | |
| karpow-kasparow Zitat:
Maßgeblich ist, daß beide das Spitzenschach über fast 20 Jahre (ca. 1980-2000) absolut dominiert haben. Dies machte auch die Wettkämpfe zwischen ihnen zu etwas ganz besonderem. Im übrigen halte ich es vom Stil her - da stehe ich zu meinem schwächeren positionellen Schachverständnis - mit Kasparov. Anstelle der positionell "normalen" Züge brachte er oft taktische Verwicklungen, die einer genauch Analyse nicht standhielten, jedoch im Ergebnis Fehler des Gegners provozierten. Er hat also ganz bewußt anstelle der besten Schachzüge auf die menschliche Komponente gesetzt. Umgekehrt gilt dies auch, gegen DeepBlue etc. hat er mit ungemein positionellem Spiel die taktische Überlegenheit des PC aus dem Spiel gebracht. Karpovs Spielweise mag da "reiner" sein. Es ist natürlich faszinierend, wie ein richtiger Plan gefunden und mit mehr als 20 Zügen in kleinsten Schritten umgesetzt wird. Für die Lehrbücher mögen Karpovs Partien damit ergiebiger sein. Ich persönlich mag es halt lieber hart und schmutzig - jedenfalls auf dem Schachbrett. | ||
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