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Was macht Michael de la Maza

Diskutiere Was macht Michael de la Maza im Schachspieler Bereich; Weiss jemand, was Michael de la Maza macht? Spielt er noch Schach, oder hat er das Interesse verloren, nachdem er sein Ziel erreicht hat?...





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Alt 09.01.2009, 15:53   #1
Gast293
Was macht Michael de la Maza

Weiss jemand, was Michael de la Maza macht?

Spielt er noch Schach, oder hat er das Interesse verloren, nachdem er sein Ziel erreicht hat?
 
Alt 09.01.2009, 16:02   #2
Gast5591
Was macht Michael de la Maza

Der gute Mann ist wieder untergetaucht und wird es hoffentlich auch bleiben. Ich empfehle aber gerne Silmans Kritik an dem gelben Büchlein:

Rapid Chess Improvement: A Study Plan for Adult Players
 
Alt 09.01.2009, 16:16   #3
Gast293
Was macht Michael de la Maza

Zitat:
Zitat von Bunt Beitrag anzeigen
Der gute Mann ist wieder untergetaucht und wird es hoffentlich auch bleiben. Ich empfehle aber gerne Silmans Kritik an dem gelben Büchlein:

Rapid Chess Improvement: A Study Plan for Adult Players
Danke, kannte ich aber schon. Irgendwie habe ich aber den Eindruck, dass Silman (auch wenn er recht hat) ein klein wenig neidisch auf den Erfolg de la Mazas war.

Das grösste Manko an Mazas Konzept aus meiner Sicht: Es macht keinen Spass, verdirbt einem die Freude am Schach. Dann lieber schlecht spielen und Spass haben. ;-)
 
Alt 09.01.2009, 17:07   #4
---Freak---
Was macht Michael de la Maza

hallo dirad,

ich hab mich einige zeit mal mit de la maza beschäftigt, weil ich seinen weg doch recht beeindruckend fand.

ich hab da vor einem jahr einen weiterführenden artikel gelesen, in dem wurde er interviewt (leider hab ich keinen link dazu). dort meinte er - zu meiner persönlichen enttäuschung - dass er keinen einfachen weg zur verbesserung im schach mehr sähe und deswegen aufhört. er müsste zuviel zeit investieren um noch weiter zu kommen und das wollte er anscheinend nicht. auch weil er wieder berufstätig ist.

ich war auch etwas entäuscht - seine Verbesserung beeeindruckt mich nach wie vor - aber man muss auch wissen, dass er mehrer hundert Partien gespielt hat in seiner Zeit der Verbesserung und wohl sehr viel Zeit darauf verwendet hat. Auch war seine Motivation nicht nur rein schachlich - er brauchte in dieser Zeit auch das Geld (er gewann ja ein großes AmateurOpen).

Abschließend muss ich sagen, dass ich sein Buch als eines der ehrlichsten empfinde die es gibt - er ist sehr schnell recht gut im Schach geworden und hat sich das aber blutig erarbeitet.

mfg
----Freak---
 
Alt 09.01.2009, 17:34   #5
SommerPower
Was macht Michael de la Maza

Sieht vernichtend aus

Zitat:
Zitat von dirad Beitrag anzeigen
Das grösste Manko an Mazas Konzept aus meiner Sicht: Es macht keinen Spass, verdirbt einem die Freude am Schach. Dann lieber schlecht spielen und Spass haben. ;-)
Ein wichtiger Punkt, der mir bei Silmans Rezension auch aufgefallen ist. Die Motivation scheint Geldgewinn zu sein.
 
Alt 15.01.2009, 14:18   #6
klaus74
Was macht Michael de la Maza

Zitat:
Zitat von dirad Beitrag anzeigen
Danke, kannte ich aber schon. Irgendwie habe ich aber den Eindruck, dass Silman (auch wenn er recht hat) ein klein wenig neidisch auf den Erfolg de la Mazas war.
Warum sollte Silman auf De la Maza neidisch sein? Silman ist ein profilierter Schachtrainer, dessen Bücher sich nicht weniger verbreitet sind als de la Mazas Buch. Nebenbei ist Silman der deutlich stärkere Schachspieler.

Silman scheint einer der wenigen zu sein, der de la Maza durchschaut hat, v.a. dessen suggestive Art, die sich ständig in de la Mazas Artikeln findet. Meiner Meinung nach liegt de la Maza bei seiner Theorie der Spielstärkesteigerung an einigen Punkten falsch und widerspricht sich zudem.

Außerdem gibt es noch einen wichtigen Kritikpunkt: De la Maza legt sein Augenmerk auf den schnellen Spielstärkegewinn, wichtiger ist meiner Meinung nach allerdings die Menge, die man dazugewinnt.

Zitat:
Zitat von ---Freak--- Beitrag anzeigen
ich hab da vor einem jahr einen weiterführenden artikel gelesen, in dem wurde er interviewt (leider hab ich keinen link dazu). dort meinte er - zu meiner persönlichen enttäuschung - dass er keinen einfachen weg zur verbesserung im schach mehr sähe und deswegen aufhört. er müsste zuviel zeit investieren um noch weiter zu kommen und das wollte er anscheinend nicht. auch weil er wieder berufstätig ist.
Das Ganze kann man auch als "Ankommen in der Realität" bezeichnen. Ich bin sicher, dass schwächere Spieler sehr vom über taktischer Verfahren profitieren, jedoch früher oder später an den Punkt kommen, an den das nicht mehr reicht.

Zitat:
ich war auch etwas entäuscht - seine Verbesserung beeeindruckt mich nach wie vor - aber man muss auch wissen, dass er mehrer hundert Partien gespielt hat in seiner Zeit der Verbesserung und wohl sehr viel Zeit darauf verwendet hat. Auch war seine Motivation nicht nur rein schachlich - er brauchte in dieser Zeit auch das Geld (er gewann ja ein großes AmateurOpen).
Soviel ich weiß war de la Maza zum Zeitpunkt seiner enormen Spielstärkesteigerung arbeitslos. Das erklärt auch, warum er soviel Zeit in sein Trainingsprogramm stecken konnte.

Zitat:
.. er ist sehr schnell recht gut im Schach geworden und hat sich das aber blutig erarbeitet.
Allerdings hat er nie den Versuch gemacht seine Wertung zu halten, was einiges schwerer sein dürfte.
 
Alt 15.01.2009, 14:34   #7
Gast5591
Was macht Michael de la Maza

Zitat:
Zitat von klaus74 Beitrag anzeigen
Warum sollte Silman auf De la Maza neidisch sein? Silman ist ein profilierter Schachtrainer, dessen Bücher sich nicht weniger verbreitet sind als de la Mazas Buch. Nebenbei ist Silman der deutlich stärkere Schachspieler.

Silman scheint einer der wenigen zu sein, der de la Maza durchschaut hat, v.a. dessen suggestive Art, die sich ständig in de la Mazas Artikeln findet. Meiner Meinung nach liegt de la Maza bei seiner Theorie der Spielstärkesteigerung an einigen Punkten falsch und widerspricht sich zudem.
Andererseits...

Silman über Silman: "Silman's Complete Endgame Course is the endgame book that everyone always wanted but couldn't find. Now it's in front of you, and I hope it proves to be everything you always dreamed such a book could or should be."
 
Alt 15.01.2009, 20:14   #8
G.W. Pabst
Was macht Michael de la Maza

Ich kenne das Buch nicht, gehöre auch nicht zur Zielgruppe. Habe gerade mal eine Rezension gelesen. Da steht folgendes:

"Knight Flight:
Ihr Springer steht auf a1 und soll in möglichst wenig Zügen nach b1. Den Springer lassen Sie unberührt stehen, die Überführungsfelder (a1-c2-a3-b1 oder a1-b3-d2-b1) tippen Sie kurz mit dem Finger an. Der Nebeneffekt: Durch die Arm-Finger-Bewegungen werden die Figurenwege zusätzlich im Schachgedächtnis verankert. Es folgen die
Springer-
Manöver a1-c1, a1-d1, a1-e1 ... bis a1-h8. Immer bleibt der S auf seinem Ausgangsfeld, alle Überführungsfelder tippen Sie kurz mit dem Finger an; an-schließend das Ganze ab Springer auf b1, ab Sc1, ab Sd1 usw. Die Übung erfordert konzentrierte 5 Stunden für alle Springerzüge, bei 5 sec pro »Flight« (das Brett hat 64x63 = 4032 Felderpaare). Wer diese Prozedur durchgezogen hat, dem verspricht der Autor einen drastisch geschärften Blick für alle Springer-Manöver - für alle Zukunft.
Solche Übungen sind monoton - De la Maza hält sie trotzdem für unabdingbar: Nur so würden die Bewegungsmuster der Figuren tief im Gedächtnis verankert und sind auch in der fünften Turnierstunde, unter Stress und in Zeitnot zuverlässig abrufbar. Das alles soll nach einem bestimmten Plan wiederholt werden - mehrmals und mit zunehmender Geschwindigkeit. Erst danach geht es an die eigentliche Schachtaktik (Kombinationen) ..."

E. Rausch: Europa Rochade 7/2002


Ich finde das ganz interessant. Man muss de la Maza sicherlich zugute halten, dass er hart gegen sich selbst ist. Ich würde eine solche Übung kaum durchführen. Das ist mir zu monoton.
Für Spieler, die jahrelang bei 1500 rumkrebsen und genügend Zeit und Kondition haben, ist das möglicherweise gar nicht so schlecht.
 
Alt 15.01.2009, 20:43   #9
Gast293
Was macht Michael de la Maza

Zitat:
Zitat von klaus74 Beitrag anzeigen
[..] Ich bin sicher, dass schwächere Spieler sehr vom über taktischer Verfahren profitieren, jedoch früher oder später an den Punkt kommen, an den das nicht mehr reicht.
Hallo,

ich glaube zumindest bei der Aussage wird dir niemand widersprechen.

Gruss,
D.
 
Alt 15.01.2009, 23:05   #10
French Magician
Was macht Michael de la Maza

Zitat:
Zitat von G.W. Pabst Beitrag anzeigen
"Knight Flight:
Ihr Springer steht auf a1 und soll in möglichst wenig Zügen nach b1. Den Springer lassen Sie unberührt stehen, die Überführungsfelder (a1-c2-a3-b1 oder a1-b3-d2-b1) tippen Sie kurz mit dem Finger an. Der Nebeneffekt: Durch die Arm-Finger-Bewegungen werden die Figurenwege zusätzlich im Schachgedächtnis verankert. Es folgen die
Springer-
Manöver a1-c1, a1-d1, a1-e1 ... bis a1-h8. Immer bleibt der S auf seinem Ausgangsfeld, alle Überführungsfelder tippen Sie kurz mit dem Finger an; an-schließend das Ganze ab Springer auf b1, ab Sc1, ab Sd1 usw. Die Übung erfordert konzentrierte 5 Stunden für alle Springerzüge, bei 5 sec pro »Flight« (das Brett hat 64x63 = 4032 Felderpaare). Wer diese Prozedur durchgezogen hat, dem verspricht der Autor einen drastisch geschärften Blick für alle Springer-Manöver - für alle Zukunft.
Solche Übungen sind monoton - De la Maza hält sie trotzdem für unabdingbar: Nur so würden die Bewegungsmuster der Figuren tief im Gedächtnis verankert und sind auch in der fünften Turnierstunde, unter Stress und in Zeitnot zuverlässig abrufbar. Das alles soll nach einem bestimmten Plan wiederholt werden - mehrmals und mit zunehmender Geschwindigkeit. Erst danach geht es an die eigentliche Schachtaktik (Kombinationen) ..."

E. Rausch: Europa Rochade 7/2002
Unabdingbar ist solch eine Lernmethode sicherlich nicht. Sie ist genau dann sinnvoll, wenn man ein überwiegend haptisch (also durch Anfassen) lernender Mensch ist. Für andere Lerntypen (die unter den Schachinteressierten die Mehrheit bilden dürften) ist diese Methode eher ungeniessbar.

Im Übrigen schließe ich mich Silman's Rezension meinungsmäßig zu 100% an.
 
Alt 16.01.2009, 00:00   #11
G.W. Pabst
Was macht Michael de la Maza

Zitat:
Zitat von French Magician Beitrag anzeigen
Unabdingbar ist solch eine Lernmethode sicherlich nicht. Sie ist genau dann sinnvoll, wenn man ein überwiegend haptisch (also durch Anfassen) lernender Mensch ist. Für andere Lerntypen (die unter den Schachinteressierten die Mehrheit bilden dürften) ist diese Methode eher ungeniessbar.
War ja nur ein Beispiel. Es ging weniger um das Anfassen als den Aspekt des Drillmäßigen. In einer anderen Aufgabe sollen 1000 Taktikaufgaben am Computer gelöst werden. Zunächst in 64 Tagen, am Ende des Kurses sollen alle Aufgaben an einem Tag repetiert werden.
Es gibt sicherlich Lerntheorien, die das Drillmäßige generell ablehnen. Dennoch scheint es bis zu einem bestimmten Maße erfolgreich zu sein.
 
Alt 16.01.2009, 01:31   #12
French Magician
Was macht Michael de la Maza

Zitat:
Zitat von G.W. Pabst Beitrag anzeigen
War ja nur ein Beispiel. Es ging weniger um das Anfassen als den Aspekt des Drillmäßigen. In einer anderen Aufgabe sollen 1000 Taktikaufgaben am Computer gelöst werden. Zunächst in 64 Tagen, am Ende des Kurses sollen alle Aufgaben an einem Tag repetiert werden.
Es gibt sicherlich Lerntheorien, die das Drillmäßige generell ablehnen. Dennoch scheint es bis zu einem bestimmten Maße erfolgreich zu sein.
Fleißiges Arbeiten ist bis jetzt noch von keiner Lerntheorie abgelehnt worden. Ob man nun "drill"-mäßig lernen und arbeiten sollte, hängt von der Belastbarkeit des Schülers/Studenten ab.
 
Alt 16.01.2009, 01:49   #13
chessychess
Was macht Michael de la Maza

Was man auch bedenken sollte, ist, dass de la Maza keine so ausßergewöhnlich hohe Spielstärke erreicht hat. Sein Aufstieg von 1164 bis 2041 ist sicherlich beachtlich, allerdings stammt die letzte Zahl aus seiner guten Performence des letzten Turniers (ob er in der Lage wäre diese Zahl in späteren Turnieren zu bestätigen zweifle ich an). Außerdem sind dies in etwa 1800 DWZ, was für mich den Aufwand für solch eine "niedrige" Spielstärke nicht rechtfertig, zumal er dabei wohl kaum schachliches Wissen dazu gewonnen hat. Und das relativiert seinen Erfolg in meinen Augen doch sehr stark.
 
Alt 16.01.2009, 09:43   #14
SoerenH
Was macht Michael de la Maza

Wenn man jetzt in einem Musikforum fragen würde, ob es einen einfachen Weg gibt, wie man in kurzer Zeit ganz gut Klavierspielen lernt, dann würde man wohl maximal ein müdes Lächeln ernten. Und wenn dann einer schreibt, übe täglich Tonleitern und mache Fingerübungen und man darauf antwortet: "bäh, so einen Drill mache ich nicht." würde man dazu noch Kopfschütteln bekommen.

Es ist schon erstaunlich, in vielen Augen wird Schach als etwas völlig anderes gesehen, als andere Disziplinen wie Musik, Fremdsprachen oder Naturwissenschaften. Man meint nämlich (nur einige, nicht alle), es genüge alleinig Talent, um ein guter Spieler zu werden. Und es ist ja auch erstaunlich, ich kenne viele Spieler einschliesslich in meinem Verein, die nie während der Woche trainieren und dann am Sonntag beim Punktspiel auftauchen und ihr Niveau gehalten haben. In jeder anderen Sportart wäre das praktisch unmöglich. Weil man sieht, dass man ohne Training seine Stärke konstant halten kann, meint man wohl, dass man mit wenig Training sehr weit kommt.

Gruss
Sören
 
Alt 27.01.2009, 22:34   #15
Gast293
Was macht Michael de la Maza

Er scheint wieder zu spielen:

USCF MSA - Member Details (Rating Supplement History)

Und jetzt weiss ich auch, warum Silman so schlecht auf ihn zu sprechen ist:

None of the literature de la Maza read helped. He looked through many articles and books, but still didn’t improve. I asked him about what his first steps in chess were like, and he was quite animated about this initial stage of his career. What I heard was contradictory to common perceptions.

"The first book I actually read from front to back cover was Silman [How to Reassess Your Chess], and I actually got worse. I would spend half an hour thinking about where to put my knight, and then I would drop a piece…[Silman] has ten or fifteen move variations…if you’re a class player, you’re going to drop a piece while you make those ten to fifteen moves... I don’t mean to dis Silman. I think that he’s a great chess author. But first, class players should stop dropping pieces, and then they should read Silman."

http://mandelamaza.blogspot.com/2004...t-want-to.html
 
Alt 28.01.2009, 15:02   #16
---Freak---
Was macht Michael de la Maza

hey dirad,

danke für die info und die links!





Zitat:
Zitat von chessychess Beitrag anzeigen
Was man auch bedenken sollte, ist, dass de la Maza keine so ausßergewöhnlich hohe Spielstärke erreicht hat. Sein Aufstieg von 1164 bis 2041 ist sicherlich beachtlich, allerdings stammt die letzte Zahl aus seiner guten Performence des letzten Turniers (ob er in der Lage wäre diese Zahl in späteren Turnieren zu bestätigen zweifle ich an). Außerdem sind dies in etwa 1800 DWZ, was für mich den Aufwand für solch eine "niedrige" Spielstärke nicht rechtfertig, zumal er dabei wohl kaum schachliches Wissen dazu gewonnen hat. Und das relativiert seinen Erfolg in meinen Augen doch sehr stark.
also sorry chessychess - deine Meldung amüsiert mich etwas - wenn jemand sein Rating von 1100 auf 2050 zwei Jahren steigert denke ich durchaus, dass er schachliches Wissen - was aber wichtiger ist - schachliches Können gewonnen hat. Außerdem wenn er innerhalb weniger Turniere von 1900 auf über 2000 schießt heißt das für mich, dass er stärkere Performances wie die 2050 erspielt hat - und somit glaub ich sogar, dass er noch weiter kommen hätte können. also dein Standpunkt ist für mich schwer begreifbar.


zu de la Maza - ich verfolge ihn schön länger - seine Methoden sind sicher schwer umstritten - zeigen zumindest bei mir meist schnell Erfolg - ich hab mir dadurch sicher etliche Elo geholt. ich hab aber auch nicht alles strikt befolgt - ein paar Dinge - wie zb. die tausend Aufgaben in einem Tag lösen ist doch übertrieben.

aber er ist sicher eine interessante persönlichkeit!

mfg
---Freak---
 
Alt 28.01.2009, 17:27   #17
chessychess
Was macht Michael de la Maza

Solange du nicht "lol'st", ist das in Ordnung, Stichwort "amüsant" .

Also Folgendes als Ergänzung:

Ich möchte hier nicht von dem USCF-Rating sprechen, da es als verlgeichbare Größe für uns DWZ-Haber wenig taugt. USCF - 200 Ratingpunkte ist in etwa die DWZ. Also hat er es auf eine DWZ von etwa 1850 gebracht, ist ja schon mal nicht schlecht. Ich behaupte ja nicht, dass er nichts gelernt hat und schon gar nicht, dass er schachlich nichts drauf hat. Aber eine 1850 DWZ ist nunmal nichts weltbewegendes, erstens. Zweitens hat er sich in zwei Jahren nicht von 1000 auf 2050 verbessert, sondern von etwa 1350. Den Schritt auf 1350 hat er zuvor und ohne seine Methoden bewältigt.
So, und nun, wie schwer kann es sein, sich von 1150 auf 1850 DWZ zu verbessern, wenn man zwei Jahre mit seinem enormen Aufwand daran arbeitet? Es ist keine Frage eine beachtliche Leistung, wie ich ja schon sagte, aber ich denke sie liegt im normalen Bereich. Jugendliche, und damit meine ich keine Kinder, verbessern sich in gleichem Zeitraum ähnlich schnell und inverstieren dabei nicht so viel Zeit. Sieht man immer wieder, wenn man sich entsprechende Karteikarten anschaut. Würden sie genau solchen Aufwand betreiben, oder auch jeder andere Erwachsene, währen gleiche Erfolge die Folge. Je nach Begabung/"Intelligenz" mal tiefere, mal höhere. Und das alles relativiert seinen Erfolg doch sehr, in meinen Augen.

Etwas interessantes hat dazu auch noch dirad gepostet, nämlich, dass de la Maza Silmans "How to reassess your chess" gelesen hat. Seine eigene Aussage dazu, dass seine Zahl nach der Lektüre erstmal einbrach ist doch interessant. Sagt er doch eigentlich, dass er mehr aus diesem Buch gelernt hat, als er zugeben mag. Das ist nämlich auch der Punkt, zu dem ich sagte, durch seine Methoden hätte er kaum schachliches Wissen dazugewonnen. Und wie auch?! Das einzige das Bezug zum schachlichen Wissen hatte, waren seine Taktikaufgaben, aus denen man etwas über gute/schlechte Läufer, guter Läufer vs. schlechter Springer, Bauernstruktur-, durchbrüche, Entwicklung etc. Aber eben nur im begrenzten Maße, da Taktikaufgaben sowas zwar beinhalten, aber nur wenn die Lösung ausführlich erklärt ist, kann man diese Dinge daraus direkt lernen, sonst ist es zumindest schwierig,wenn man sie sich selbst herausarbeiten muss. Allerdings ist es ja nur logisch, dass ein 1800er auch schachliches Können - wobei ich ja bewusst, wie du gemerkt hast, vom Wissen sprach - gewonnen hat, insofern ist deine Kritik hier in Ordnung.

Nochmal im Klartext: Ich sage nicht, er hat nichts gelernt, aber ich finde, dass sein Erfolg unter genannten Umständen "normal" ist. In Tüttel, weil was ist schon normal, könnte ja jemand fragen.
 
Alt 28.01.2009, 17:48   #18
Gast792
Was macht Michael de la Maza

@chessychess: Ich bin absolut mit dir einer Meinung, besser hätte ich es nicht sagen können
 
Alt 28.01.2009, 18:51   #19
---Freak---
Was macht Michael de la Maza

Zitat:
Zitat von chessychess Beitrag anzeigen
Solange du nicht "lol'st", ist das in Ordnung, Stichwort "amüsant" .

Also Folgendes als Ergänzung:

Ich möchte hier nicht von dem USCF-Rating sprechen, da es als verlgeichbare Größe für uns DWZ-Haber wenig taugt. USCF - 200 Ratingpunkte ist in etwa die DWZ. Also hat er es auf eine DWZ von etwa 1850 gebracht, ist ja schon mal nicht schlecht. Ich behaupte ja nicht, dass er nichts gelernt hat und schon gar nicht, dass er schachlich nichts drauf hat. Aber eine 1850 DWZ ist nunmal nichts weltbewegendes, erstens. Zweitens hat er sich in zwei Jahren nicht von 1000 auf 2050 verbessert, sondern von etwa 1350. Den Schritt auf 1350 hat er zuvor und ohne seine Methoden bewältigt.
So, und nun, wie schwer kann es sein, sich von 1150 auf 1850 DWZ zu verbessern, wenn man zwei Jahre mit seinem enormen Aufwand daran arbeitet? Es ist keine Frage eine beachtliche Leistung, wie ich ja schon sagte, aber ich denke sie liegt im normalen Bereich. Jugendliche, und damit meine ich keine Kinder, verbessern sich in gleichem Zeitraum ähnlich schnell und inverstieren dabei nicht so viel Zeit. Sieht man immer wieder, wenn man sich entsprechende Karteikarten anschaut. Würden sie genau solchen Aufwand betreiben, oder auch jeder andere Erwachsene, währen gleiche Erfolge die Folge. Je nach Begabung/"Intelligenz" mal tiefere, mal höhere. Und das alles relativiert seinen Erfolg doch sehr, in meinen Augen.

Etwas interessantes hat dazu auch noch dirad gepostet, nämlich, dass de la Maza Silmans "How to reassess your chess" gelesen hat. Seine eigene Aussage dazu, dass seine Zahl nach der Lektüre erstmal einbrach ist doch interessant. Sagt er doch eigentlich, dass er mehr aus diesem Buch gelernt hat, als er zugeben mag. Das ist nämlich auch der Punkt, zu dem ich sagte, durch seine Methoden hätte er kaum schachliches Wissen dazugewonnen. Und wie auch?! Das einzige das Bezug zum schachlichen Wissen hatte, waren seine Taktikaufgaben, aus denen man etwas über gute/schlechte Läufer, guter Läufer vs. schlechter Springer, Bauernstruktur-, durchbrüche, Entwicklung etc. Aber eben nur im begrenzten Maße, da Taktikaufgaben sowas zwar beinhalten, aber nur wenn die Lösung ausführlich erklärt ist, kann man diese Dinge daraus direkt lernen, sonst ist es zumindest schwierig,wenn man sie sich selbst herausarbeiten muss. Allerdings ist es ja nur logisch, dass ein 1800er auch schachliches Können - wobei ich ja bewusst, wie du gemerkt hast, vom Wissen sprach - gewonnen hat, insofern ist deine Kritik hier in Ordnung.

Nochmal im Klartext: Ich sage nicht, er hat nichts gelernt, aber ich finde, dass sein Erfolg unter genannten Umständen "normal" ist. In Tüttel, weil was ist schon normal, könnte ja jemand fragen.
hey nochmal,

ich würde nie lolen :-) lol (Ironie?!?)

aha -das mit dem USCF-Rating entzog sich meiner Kenntnis -das muss ich zugeben. Ich dachte das wären Fide Zahlen gewesen - dann kann ich dir doch zustimmen. Dann beeindruckt mich das Ganze wesentlich weniger - weil man auch bedenken muss das der gute Mann etliche Partien in diesem Zeitraum gespielt hat( ich glaube über 250). Ich selber spiele jetzt 4,5 Jahre Schach - 2 Jahre mit sehr viel Begeisterung und intensivem Training und habe von 1500-knapp 1900 jetzt eine Steigerung gemacht in diesen 2 Jahren mit 100 Partien. Und Schluß mit dem Trend nach oben ist glaub ich noch nicht (hoffe ich halt :-))

Ein weiterer Punkt betrifft die Schwierigkeit sich zu steigern. Ich kenne viele Schachspieler - es gibt ein paar die kommen von beispielsweise 1600 elo auf 2200 in ein paar Jahren oder sogar noch mehr (siehe ein Freund von mir) mit mittelmäßigem Aufwand. Dann gibts welche wie mich die viel arbeiten und sich stetig verbessern. es gibt aber auch etliche die das gar nicht können - die spielen seit Jahren trotz stundenlangem Training auf 1500er Niveau und kommen nicht weiter - also ist es schwierig zu sagen wieviel Wert das Ganze ist. Jeder sieht das anders - viele von meinen Schachfreunden können meine Verbesserung vom Patzer zum weniger grausamen Patzer nicht fassen. Darüber will ich kein Urteil abgeben. Aber beachtlich finde ich die de la Maza Steigerung schon.


Bei dem zweiten Punkt widerspreche ich dir aber gänzlich - das man durch Taktik schachlich nichts lernen kann und kein "Wissen" bekommt entbehrt aus meiner Sicht jeder Grundlage. Ich habe selber extrem viele Taktikaufgaben gemacht (orientiert an de la Maza). Und die schnellste Spielstärkesteigerung habe ich dadurch erfahren - die nachhaltigste und fundierteste für das Spiel sicher durch Strategie. Jetzt kommt aber das dicke fette ABER - ohne die Taktik konnte ich immer die Strategie nicht verstehen (wenn man bei meiner Stärke von knapp 1900 elo überhaupt schon von verstehen sprechen darf). Ein weiterer - in meinen Augen sehr gewichtiger Punkt - ist allerdings, dass man durch Taktik ein super "Gefühl" für die Figuren bekommt. Manchmal weiß man einfach wohin die Figuren gehören, ohne das verbalisieren zu können und ich kann mit beinhartem Rechnen den Gegner meist bestrafen - mit Schachwissen tue ich mir da oft schon schwerer konkret am Brett zu verfahren.

Auch sehr wichtig - und in meinen Augen am besten durch Taktik zu erreichen - ist die Einschätzung und Betrachtung einer Stellung inkl. Bewertung. Nur durch gutes Rechenvermögen und Beeurteilung verschiedenster Stellungsbilder erlernt man Schwächen etc. zu erkennen.


Zur Diskussion Wissen und Können möchte ich das Buch von GM Rowson empfehlen - ich glaube Schach für Zebras. Allein mit Wissen kommt man im Schach nicht weit - die Praxis bringt das meiste in meinen Augen.


Grundsätzlich gebe ich dir schon recht - DWZ 1850 mit viel Aufwand scheint erreichbar zu sein für viele. Warum ich de la Maza aber so schätz ist, dass er beinhart seinen (in meinen Augen stellenweise kleinkarierten) Weg detailiert beschrieben hat und penibel seine Methoden aufzeigt. Ein sehr ehrliches Buch das er geschrieben hat.



Abschließend bedanke ich mich mal für die nette sachliche Diskussion - es tut gut mal nicht gleich verrissen zu werden.





@jb7: mein alter Freund - nimm dir die Zeit und leg mal deine Meinnung genauer dar - einfach zustimmen ist mir zuwenig ps: du weißt wies gemeinst ist.

mfg
---Freak---
 
Alt 28.01.2009, 21:09   #20
Gast792
Was macht Michael de la Maza

@Freak:

Ich habe die gleiche Meinung zu diesem Thema wie chessychess, er hat das sehr gut formuliert/erklärt, warum das mich nicht so beeindruckt. 2000 USCF sind tätsächlich "nur" etwa 1800 DWZ, das finde ich nicht soooo überragend in zwei Jahren. Außerdem habe ich mal irgendwo im Netz eine kommentierte Partie von ihm gesehen und die war teilweise mM nach "ein Witz".

Gruß Johannes
 
 

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