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| | #1 |
| Pannen beim Zug ausführen Wenn eine Idee im Kopf des Schachspielers gereift ist, muß sie nur noch auf dem Brett umgesetzt werden. Reine Formsache? Mitnichten. Denn zwischen dem reibungslosen Transfer der Idee auf das Brett stehen motorische Versehen und die Berührt-geführt-Regel. So kann man versehentlich nach der falschen Figur greifen, die man überhaupt nicht ziehen will. Oder man kann mit seiner Figur beim Ziehen versehentlich eine gegnerische Figur touchieren, wo der Gegner vielleicht so unfair ist, darauf zu bestehen, daß man mit dieser Figur jetzt die andere Figur, die man touchiert hat, schlägt. Sind euch schon einmal diverse Fehler beim Ausführen eures geplanten Zuges unterlaufen? Und wie entkamt ihr dann der Situation? Helfend könnte in diesem Sinne sein, daß Berührt-geführt laut FIDE-Regeln nur dann gilt, wenn eine Zugabsicht gegeben ist und nicht etwa, wenn man versehentlich eine Figur berührt. Das wissen viele nicht. Eine der typischen Denkfehler lautet ja, Berührt-geführt gelte immer. | |
| | #2 |
| AW: Pannen beim Zug ausführen Mir scheint eher, dass du nicht weisst, dass von "Zugabsicht" in den FIDE-Regeln nirgendwo die Rede ist, in 4.3 und 4.4 heißt es lediglich "absichtlich". Wenn ich eine Figur zurechtrücken will, berühre ich sie ebenfalls "absichtlich", und wenn ich das Zurechtrücken nicht vorher ankündige, muss ich sie ziehen, obwohl eine "Zugabsicht" fehlt. | |
| | #3 |
| AW: Pannen beim Zug ausführen Damit ist vor allem gemeint, dass die versehentlich mit dem Aermel verrreuckte Figur nicht gezogen zu werden braucht. | |
| | #4 | |
| AW: Pannen beim Zug ausführen Zitat:
Ich erinnere mich an einen Mannschaftskampf, in dem ein Mitspieler - nachdem er bereits begonnen hatte, mit einer anderen Figur einen Zug auf dem Brett auszuführen! - mit dem Ärmel seinen König (auf g1) streifte, der daraufhin umfiel. Der Gegner reklamierte daraufhin doch tatsächlich, dass er soeben die Partie aufgegeben habe!! | ||
| | #5 |
| AW: Pannen beim Zug ausführen Na ja, ich hatte mich in einer Turnierpartie für einen bestimmten Zwischenzug A entschieden, und nachdem mein Gegner die Drohung pariert hätte, wollte ich einen anderen Zug B ausführen. Ich rechnete noch einmal die Variante durch und fasste dann auf dem Brett... Figur B an. Ein Freund von mir hatte in einer wichtigen Turnierpartie mit Schwarz 1.e4 c5 2.Sf3 auf dem Brett. Er beabsichtigte, nun 2...g6 (beschleunigter Drachensizilianer) zu spielen, aber überlegte noch kurz. In der Variante, die er spielen wollte, kam später Sf6 vor. Also spielte er 2...Sf6 und musste dann in dieser wichtigen Turnierpartie mit einer merkwürdigen Variante klarkommen, da er ja nach 3.e5 Sd5 auch nicht mehr in die Drachenvariante übergehen konnte. Schließlich hat er noch ein Remis geschafft. | |
| | #6 | |
| AW: Pannen beim Zug ausführen Zitat:
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| | #7 |
| AW: Pannen beim Zug ausführen Mir geschah mal was merkwürdiges. Ich wollte ...Lc8-d7 spielen und aus irgendwelchen Gründen stand der Läufer danach auf b7... | |
| | #8 |
| AW: Pannen beim Zug ausführen Hi Leuts, also mir ist sowas noch nie passiert, dass eine Figur "irgendwo anders" landete. Allerdings komme ich auch einigermaßen mit meinen Körperkoordinaten soweit klar, so dass ich z.B. auch als Enddreißiger den einen oder anderen Ball beim Fußball oder Volleyball treffe. ![]() Ich denke mal, wenn man eine andere Figur zieht "als ursprünglich gewollt" oder die Figur auf den "falschen Platz" stellt, hat das eher damit zu tun, dass das Gehirn noch auf eine "falsche Variante" gepolt ist (Zwischenzug vergessen etc.). Was ich allerdings auch kenne, ist der "Dominoeffekt" - man reißt aus Versehen eine Figur beim Ziehen um, beim Hinstellen kippt die nächste usw.... | |
| | #9 |
| AW: Pannen beim Zug ausführen Aber um zum Thema zurückzukehren. Ein Bekannter erzählt mir von folgendem Vorfall. Weiß spielt einen Läufer nach d4, setzt ihn aber nicht genau in die Mitte des Feldes, sondern so, dass er ein angrenzenden Feld berührt, und betätigt anschließend die Uhr. Danach schiebt Schwarz den Läufer mit der Handfläche in die Mitte des Feldes d4, ohne dies durch "Ich rücke zurecht" oder ähnlich anzukündigen. Er hätte diesen Läufer mit seiner Dame schlagen können, die jedoch dann sofort verloren gegangen wäre. Schließlich zieht er eine andere Figur. Weiß verlangt nun, dass der letzte Zug zurückgenommen wird und Schwarz mit der Dame den Läufer schlägt. Wie hat der Schiedsrichter zu entscheiden? | |
| | #10 |
| AW: Pannen beim Zug ausführen Folgender Fall: Schwarz zieht seinen Turm und hebt dabei einen Bauern den er mit der Absicht zu schlagen hat leicht an (er berührt aber noch mit einer Seite das Brett), (alles geschah mit der selben Hand) entscheidet sich dann aber um (der Bauer war gedeckt) und stellt den Turm keine Sekunde später vor den Bauern ab und bietet Schach. Jetzt betätigt er die Uhr. Ist der Bauer angeschlagen? Ja oder Nein? | |
| | #11 | |
| AW: Pannen beim Zug ausführen Zitat:
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| | #12 | |
| AW: Pannen beim Zug ausführen Zitat:
Mit freundlichen Grüßen knrf | ||
| | #13 | |
| AW: Pannen beim Zug ausführen Zitat:
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| | #14 |
| AW: Pannen beim Zug ausführen Ich könnte mir aber vorstellen, daß der Spieler in Minckwitz´ Beispiel gute Chancen hat, aus der Geschichte herauszukommen. Schließlich kann er glaubhaft belegen, daß beim Berühren des Läufers keine Zugabsicht vorlag. Ein guter Schiedsrichter entscheidet aber beim Anwenden der Berührt-geführt-Regel auf Zugabsicht. | |
| | #15 | |
| AW: Pannen beim Zug ausführen Zitat:
a) Obwohl tatsächlich keine "Zugabsicht" vorliegt, entscheidet der Schiedsrichter auf "Zugabsicht" und verpflichtet den Spieler, die berührte Figur zu ziehen. Oder b) Ob "Zugabsicht" vorliegt oder nicht, ist irrelevant, es genügt, dass der Spieler die Figur in irgendeiner Weise "absichtlich" berührt hat - wozu auch die Absicht gehört, die Figur zerecht zu rücken -, so dass er aus diesem Grund die berührte Figur ziehen muss. | ||
| | #16 |
| AW: Pannen beim Zug ausführen Mir ist schon zwei mal passiert, dass ich einen falschen Zug ausgeführt habe, hat beide male von einer Gewinnstellung zu einer Verluststellung geführt. Beim ersten mal hatte mein Gegner mehr DWZ als ich (knapp über 2000). Es waren noch Schwerfiguren und auch ein paar Leichtfiguren auf dem Brett, mein Gegner war aber gezwungen, mit seinem König auf g3 zu gehen (ich war Schwarz), so dass ich mehrere Gewinnzüge hatte...ich habe mich aber für eine Variante entschieden, in der ich erst einen zwischenzug spielen wollte und dann einen anderen Zug. Dummer Weise habe ich den zwischenzug vergessen und die Partie danach verloren. Beim zweiten mal hatte mein Gegner auch etwas mehr DWZ als ich (knapp über 1900) und ich hatte einen Springer auf e6 und einen auf c6. Ich habe eine interressante Opferkombination mit einem Springeropfer auf d4 ausgerechnet, die gewinnt. Als ich den Zug ausführen wollte, schlage ich auf einmal mit dem falschen Springer rein. Ich habe dann erst zwei Züge später zu meinem Entsetzen festgestellt, dass ich den falschen Zug ausgeführt habe, der einfach einen Springer einstellt. Ist mir übrigens beides 2009 passiert. | |
| | #17 |
| AW: Pannen beim Zug ausführen Ich habe auch schon einmal in einer Turnierpartie einen Springer eingestellt und danach verloren, weil ich den falschen Zug zuerst gespielt habe. Es war ein Springeropfer auf g4, bei dem ich nach dem richtigen Zug den Springer später zurückbekommen hätte und in ein ausgeglichenes bis für mich leicht besseres Endspiel übergegangen wäre. Aber mit der Figur weniger war dann nichts mehr zu machen, zumal ich dann später auch noch einige Bauern opferte, um auf eine Falle zu spielen, die mein Gegner allerdings sah. | |
| | #18 |
| AW: Pannen beim Zug ausführen In Minckwitz Fall ist der reklamierende auf jeden Fall ein Angehöriger der Gattung, die einem das Schachspiel vermiesen. | |
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