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| | #81 |
| AW: Schachweisheiten - Sammelthread Das ist anscheinend nicht nur Danaltos Schluss, sondern auch Morgans und meiner. Und m.E. auch der logische: Wenn man nicht wissen kann, in welcher Situation langes Nachdenken zu einem guten Zug führt, sollte man schlicht darauf verzichten, weil so selten gute Züge dabei rauskommen. | |
| | #82 | |
| AW: Schachweisheiten - Sammelthread Zitat:
Und: Du bist ja als Spieler mit gut 2000 DWZ auch selbst in der Lage zu beurteilen, was dir frommt und was nicht. Für Lernende oder solche, die gerne einen Rat annehmen, scheint mir die Regel allerdings goldrichtig zu sein | ||
| | #83 | |
| AW: Schachweisheiten - Sammelthread Zitat:
Das einfachste Beispiel ist eine Stellung, in der man nach einem Opfer Dauerschach hat. Da weiß man, dass man fast seine gesamte Zeit zum Finden eines forcierten Gewinns nutzen kann. Die Alternative ist eine Situation, in der man hoffnungslos verloren scheint. Wenn man die Rettung nicht bis zum Blättchenfall findet, ist es auch worscht. Ansonsten gilt: Besser einen vernünftigen Zug und genügend Restzeit als Spatz in der Hand als den besten Zug und zu wenig Restzeit als Taube auf dem Dach. Ich kenne den Spruch übrigens einfach als "Long Think Leads to Bad Move." Ein praktisches Gegenbeispiel: - Lekos Dd3 in der legendären Marshall-Partie gegen Kramnik. Rund 40 oder 50 Minuten Bedenkzeit investiert in einen wichtigen Punkt im WM-Match. | ||
| | #84 | |
| AW: Schachweisheiten - Sammelthread Zitat:
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| | #85 |
| AW: Schachweisheiten - Sammelthread Gestern habe ich versucht, eine Kombi-Aufgabe zu lösen. Den richtigen Zug habe ich bald gesehen, aber mich gefragt, ob ich das in einer realen Partie spielen würde. Die ehrliche Antwort: Nein! Daraufhin habe ich volle 10 Minuten diesen und andere Kandidatenzüge durchgerechnet, was ich sonst nie mache In einem der Dworezki-Bücher handelt ein Kapitel von einem GM, der über den "Zug seines Lebens" ich glaube 80 Minuten gegrübelt hat (bei der damaligen Zeit von 2,5 Stunden). Aber es stimmt schon, meistens geht das daneben. | |
| | #86 | |
| AW: Schachweisheiten - Sammelthread Zitat:
Prominenster Vorkämpfer für diese "Regel" dürfte Bobby Fischer gewesen sein. Über ihn wird berichtet, daß er ganz selten mal mehr als 15 Minuten an einem Zug überlegte und angeblich nie ein bestimmtes Zeitmaß überschritt. Wäre interessant, wenn jemand hierzu eine Quelle mit statistischem Material hätte. Seine Nachfolger Karpov, Kasparov gingen die Sache schon etwas anders an, obwohl sie gleichzeitig zu den besten Blitz- und Schnellschachspieler so far gehörten. In der 2. WM-Partie 1987 überlegte Kasparov mit Weiß in der von Karpov + Team eigentlich für Korchnoi präparierten Englischvariante für 10. d3! geschlagene 83 min (Bedenkzeit damals noch 2,5 h/40). Kaspasrov fand nach Einschätzung seines Gegners und später anderer Experten das stärkste Konzept, verlor aber die Partie wegen später zu geringem Bedenkzeitvorrat. Ich hege aber auch den Verdacht, daß bei diesen beiden Koryphäen, großer Bedenkzeitverbrauch nicht übermäßig häufig zu besten Zügen führte. Großer Bedenkzeitverbrauch tritt in kritischen Stellungen auf, in denen Wissen und Gefühl von Zweifeln und Unsicherheit durchsetzt sind und die Berechnungen diese Mischung noch verstärken, anstatt sie aufzulösen. Zu den Sprüchen: Von Manfred Glienke mal "abgehört": Springer, die sich gegenseitig decken, sind "Eselsspringer". Bitte, keine Regel ohne Ausnahme, und insbesondere in der Verteidigung können Eselsspringer die letzte Rettung sein. Wer sich an Dworetzkis "überflüssige Figur" erinnert, der weiß, was diese Eselsspringer ausmacht... | ||
| | #87 |
| AW: Schachweisheiten - Sammelthread Ich weiß, wie die "Faustregel" gemeint ist. Nur hatte ich gehäuft Fälle, wo ich den richtigen Zug (erst die richtige Idee) erst nach einer halben Stunde gefunden habe... z.B. diese Informator-N. Schwierige Materie... | |
| | #88 |
| AW: Schachweisheiten - Sammelthread Noch ein Spruch von mir: "Der Springer ist der Feind des schlechten Spielers!" Kenn jeder, insbesondere bei kurzer Bedenkzeit gegen Stärkere... | |
| | #89 | |
| AW: Schachweisheiten - Sammelthread Zitat:
Wenn der Gegner noch einen Springer hat, in Zeitnot immer König und Dame (bzw. Turm) auf verschiedenfarbige Felder! Dann geht garantiert kein Familienschach. | ||
| | #90 | |
| AW: Schachweisheiten - Sammelthread Zitat:
- Der Läufer steht am besten zwei Felder neben seinem Springer. | ||
| | #91 |
| AW: Schachweisheiten - Sammelthread The RISKIEST thing is to take NO risks. Igor Smirnov zur Art und Weise, wie man gegen stärkere Gegner spielen sollte. | |
| | #92 |
| AW: Schachweisheiten - Sammelthread Wenn man sich an die drei Grundprinzipien hält, kommt man auch gegen starke Gegner sehr weit. Und die wären nunmal: Bauern ins Zentrum, Figuren entwickeln, früh rochieren. | |
| | #93 | |
| AW: Schachweisheiten - Sammelthread Zitat:
Gewinnchancen hat man nur, wenn man die Gegner zu Fehlern zwingt. Dafür sind aber möglichst komplizierte Stellungen Voraussetzung, denn in einfachen Stellungen werden starke Gegner selten Fehler machen. Natürlich steigt mit der Kompliziertheit der Stellung auch die Wahrscheinlichkeit eigener Fehler, aber das ist eben das erwähnte Risiko... | ||
| | #94 |
| AW: Schachweisheiten - Sammelthread Heute wird kein Schach mehr gespielt, heute spielt man Sizilianisch... | |
| | #95 |
| AW: Schachweisheiten - Sammelthread Those who say they understand chess, understand nothing. (Robert Hübner) | |
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| Schachweisheiten Schachweisheiten: "Ein Kibitz ist einer, der deinem Gegner gute... | ||||