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Unsympathischer Gegner

Diskutiere Unsympathischer Gegner im Schachgeflüster Bereich; Mich würde einmal interessieren, welche Sorte Mensch euer Vergnügen eine Turnierpartie zu spielen empfindlich schmälern würde. Diese Frage kann sowohl a posteriori als auch a ...





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Alt 25.10.2008, 20:51   #1
Kiffing
Unsympathischer Gegner

Mich würde einmal interessieren, welche Sorte Mensch euer Vergnügen eine Turnierpartie zu spielen empfindlich schmälern würde. Diese Frage kann sowohl a posteriori als auch a priori beantwortet werden. Das heißt, ihr könnt gerne über unliebsame Erfahrungen mit euch unsympathischen Gegnern berichten, aber auch gerne allgemeine Kriterien aufstellen von Verhaltensweisen, die ihr nicht wollt. Welcher Typ Gegner bringt euch so richtig auf die Palme, während ihr spielt?
 
Alt 25.10.2008, 21:06   #2
Riddler
Unsympathischer Gegner

Hm.. hängt natürlich immer vom Fall ab.

Was ich auf den Tod nicht ausstehen kann, sind die Spielertypen der Gattung "Großmäuler", die sich für unfehlbar und genial halten und das auch jeden wissen lassen. Desweiteren kann man wohl unhöfliche, respektlose Menschen nennen.

Oh.. und dann gibt es noch den Sonderfall derer, die immer so bemüht mit Unwissenheit kokettieren. Die seit 20 Jahren Turnierschach spielen und dann beim 40. Zug immer noch fragen, was denn nun mit der Uhr passiert und wie viel Zeit man denn jetzt noch hat.

Krisch Plack! (wie man hier so schön sagt)
 
Alt 25.10.2008, 22:05   #3
hoppelstoppler
Unsympathischer Gegner

Auf jeden Fall: Uhrenklopper, Bonbonknisterer, Von-oben-Herabspieler!

Achso und ganz schlimm: die Fallbeilheber(versucher) in 10.2-Positionen, wenn ich es vorher weiß - ansonsten beim nächsten Mal.

Diejenigen, die ihre Figuren ohne größere Zeitnot wiederholt auch nicht richtig zentrieren können, weren mir dann auch unsympatisch, aber das ist nicht so andauernd und bleibend wie bei den anderen Kategorien.
 
Alt 25.10.2008, 22:13   #4
huibui
Unsympathischer Gegner

Welche, die einem während der Partie erzählen diese Variante gelte seit der Partie Dreev-Ivanchuk 1999 widerlegt!

Ich muss manchmal auch den Schiri fragen, wie das mit dem Zeitmodus ist, meistens lese ich das vorher nicht in der Ausschreibung nach und oft liegt auch im Turniersaal keine herum...

Beim Qualifikationsturnier für den Deutschlandcup in Pfullingen hat ein älterer Herr einfach das Brett nicht verlasse, nachdem sein Handy geklingelt hatte und der Turnierleiter ihn freundlich und leise darauf hingewiesen hatte, dass die Partie jetzt für ihn verloren sei. Sie haben 5 Minuten gebraucht, ihn davon zu überzeugen, die Halle zu verlassen, nachdem er angefangen hatte sich laut schimpfend über diese Handyregelung auszulassen...
 
Alt 25.10.2008, 22:20   #5
Kiffing
Unsympathischer Gegner

Zitat:
Zitat von huibui Beitrag anzeigen
Beim Qualifikationsturnier für den Deutschlandcup in Pfullingen hat ein älterer Herr einfach das Brett nicht verlasse, nachdem sein Handy geklingelt hatte und der Turnierleiter ihn freundlich und leise darauf hingewiesen hatte, dass die Partie jetzt für ihn verloren sei. Sie haben 5 Minuten gebraucht, ihn davon zu überzeugen, die Halle zu verlassen, nachdem er angefangen hatte sich laut schimpfend über diese Handyregelung auszulassen...
Ja, da kann ich auch von einem Fall berichten. Im Dortmunder B-Open, an dem ich 2006 teilgenommen habe, lag ein starker Spieler mit 3/3 Punkten in Führung. Dieser verlor aber in der 4. Runde aufgrund des Handyklingelns seine Partie. Dies warf ihn so sehr aus der Bahn, daß er die 5. Runde auch verlor und danach nicht mehr antrat. Für den Mann war das sicher traurig, daß er sich ein ganzes Turnier, in das er so hoffnungsvoll gestartet war, selbst ruinierte.

Was lernen wir daraus? Leute, achtet auf eure Handys.
 
Alt 26.10.2008, 00:17   #6
hoizi
Unsympathischer Gegner

Hatte einmal einen betagteren Gegner der sich während der Party ab dem Zeitpunkt wo ich besser stand minütlich mit einem lauten "hämhämmmmm" geräuspert hat. Umso mehr ich in Vorteil kam umso öfter wurde das Räuspern. Mir persönlich hat dieses Räuspern zwar nichts ausgemacht (wahrscheinlich weil ich gewann), aber ein Vereinskollege von mir hatte in den nächsten 4 oder 5 Runden das Pech immer genau neben ihm zu sitzen! Der wär fast durchgedreht hat es aber nicht übers Herz gebracht den Herren darauf anzusprechen
 
Alt 26.10.2008, 00:27   #7
Funkmaus
Unsympathischer Gegner

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass erst nach der Partie und ggfs. sogar erst nach der gemeinsamen Analyse festgestellt werden kann, ob der Gegner wirklich sympatisch oder unsympatisch war.

Viele als unangenhm empfundene Eigenschaften während der Partie, etwa "er haut mit wie mit dem Hammer auf die Uhr", "er setzt die Figuren ohne Zeitnot unsauber", "er schaut Dich von oben Herab an" etc. geschenen aus Nervosität bzw. Unsicherheit.

Blöd ist nur, wenn der Gegner als Zeichen der Aufgabe das ganze Brett abräumt und verschwindet. Einer hat mir ein total zerknülltes Partieformular ins Gesicht geworfen. Das ganze gehört wahrscheinlich zum Thema "schecht verlieren", aber egal.
 
Alt 26.10.2008, 13:37   #8
Gast5411
Unsympathischer Gegner

Zwei Sorten Gegner waren in meiner Vereinszeit Antipathen:

- Die Arroganten ('mit meiner Ingozahl muss ich gegen den gewinnen', 'das sind hier nur Patzer')
- Die absichtlichen Störer (womit auch immer)

Dem Thread hier entnehme ich, dass es eine Handyregel gibt. Sehr gute Einrichtung.
 
Alt 26.10.2008, 16:21   #9
Homunkoloss
Unsympathischer Gegner

Es gibt eigentlich nur drei Typen, die mich wirklich nerven können:

- Der "Verweigerung einer kurzen Analyse ohne Grund" -Typ (wenn einer weg muss, um noch seinen Zug oder ein Mittagessen vor der nächsten Runde zu ergattern, ist das was anderes)

- Der "Zu spät zur Partie erscheinen und sich dann nicht entschuldigen" - Typ (insbesondere, wenn man die Uhr vielleicht aus Höflichkeit noch nicht in Gang gesetzt hat)

- Der "Ich-weiß-alles-besser" -Typ, solange er schlechter ist als ich selbst. Bessere Spieler dürfen mir ruhig nahelegen, dass sie dies oder jenes wirklich besser wissen und besser behandeln können.
 
Alt 26.10.2008, 16:30   #10
Kiffing
Unsympathischer Gegner

Zitat:
Zitat von Homunkoloss Beitrag anzeigen
- Der "Zu spät zur Partie erscheinen und sich dann nicht entschuldigen" - Typ (insbesondere, wenn man die Uhr vielleicht aus Höflichkeit noch nicht in Gang gesetzt hat)
Also ich komme auch oft zu spät zu einer Partie und entschuldige mich nicht dafür. Warum sollte man sich auch dafür entschuldigen? Was man während seines Spiels mit seiner Bedenkzeit macht, ist doch jedem selbst überlassen. Und wenn man einen Teil seiner Bedenkzeit quasi herschenkt, dann kann sich der Gegner doch darüber freuen. Denn er hat nun einen Zeitvorteil. Es ist überdies vollkommen legal, bis zu einer Stunde zu spät zu seiner Partie zu erscheinen. Doch mehr sollte man sich nicht erlauben. Denn dann verliert man die Partie kampflos.

Ich selbst komme übrigens nicht selten zu spät zu meiner Partie, weil ich eigentlich nie die volle Bedenkzeit ausnutze.
 
Alt 26.10.2008, 16:39   #11
Gast3047
Unsympathischer Gegner

Zitat:
Zitat von Kiffing Beitrag anzeigen
Also ich komme auch oft zu spät zu einer Partie und entschuldige mich nicht dafür. Warum sollte man sich auch dafür entschuldigen? Was man während seines Spiels mit seiner Bedenkzeit macht, ist doch jedem selbst überlassen. Und wenn man einen Teil seiner Bedenkzeit quasi herschenkt, dann kann sich der Gegner doch darüber freuen. Denn er hat nun einen Zeitvorteil. Es ist überdies vollkommen legal, bis zu einer Stunde zu spät zu seiner Partie zu erscheinen. Doch mehr sollte man sich nicht erlauben. Denn dann verliert man die Partie kampflos.

Ich selbst komme übrigens nicht selten zu spät zu meiner Partie, weil ich eigentlich nie die volle Bedenkzeit ausnutze.
Ich finde es unhöflich, den Gegner warten zu lassen. Wenn du eine Verabredung hast, dann kommst du ja auch nicht eine halbe Stunde zu spät und entschuldigst dich nicht. Eine Schachpartie ist aber in meinen Augen nichts anderes als die Verabredung zweier Menschen zu einem Spiel.
 
Alt 26.10.2008, 16:40   #12
Gast4222
Unsympathischer Gegner

1. Gegner, die mit geschlagenen Figuren auf die Uhr schlagen

2. Gegner, die schmatzen oder andere Geräusche von sich geben.
 
Alt 26.10.2008, 16:41   #13
Mr.ÄviWendt
Unsympathischer Gegner

Zitat:
Zitat von Patzerbezwinger Beitrag anzeigen
Ich finde es unhöflich, den Gegner warten zu lassen. Wenn du eine Verabredung hast, dann kommst du ja auch nicht eine halbe Stunde zu spät und entschuldigst dich nicht. Eine Schachpartie ist aber in meinen Augen nichts anderes als die Verabredung zweier Menschen zu einem Spiel.
Volle Zustimmung!
 
Alt 26.10.2008, 17:28   #14
Gast3363
Unsympathischer Gegner

Es soll jetzt nicht Besserwisserisch klingen, aber das ist sogar verboten...
In den Regeln steht,man muss mit der Hand mit der man gezogen hat die Uhr drücken
 
Alt 26.10.2008, 18:04   #15
Fritz7
Unsympathischer Gegner

Zitat:
Zitat von Tohbie Beitrag anzeigen
1. Gegner, die mit geschlagenen Figuren auf die Uhr schlagen
Find ich jetzt nicht so schlimm. Tu ich selbst auch immer, einfach weil ich zu faul bin die Figur erst wegzulegen.


Auf einem Turnier mit 1 Stunde Bedenkzeit pro Spieler ist mir mal ein Spieler aufgefallen, der nachdem er fertiggespielt hatte alle 2 Minuten den Turniersaal betrat/verließ und dabei jedesmal die Tür laut zuschlug. Das nervte echt.
 
Alt 26.10.2008, 19:26   #16
Gast4222
Unsympathischer Gegner

Naja, man kann die Uhr auch leise drücken, ohne erstmal der Umgebung mitzuteilen: "Hey ich habe gezogen und nicht vergessen die Uhr zu drücken."
 
Alt 26.10.2008, 20:02   #17
hoppelstoppler
Unsympathischer Gegner

Zitat:
Zitat von Funkmaus Beitrag anzeigen
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass erst nach der Partie und ggfs. sogar erst nach der gemeinsamen Analyse festgestellt werden kann, ob der Gegner wirklich sympatisch oder unsympatisch war.

Viele als unangenhm empfundene Eigenschaften während der Partie, etwa "er haut mit wie mit dem Hammer auf die Uhr", "er setzt die Figuren ohne Zeitnot unsauber", "er schaut Dich von oben Herab an" etc. geschenen aus Nervosität bzw. Unsicherheit. ...
Da ist was Wahres dran. Wenn die Spannung abfällt sind beide Seiten häufig menschlich angenehmer.
Uhrenkloppen (manchmal von Anfang an) hat für mich aber nichts mit Nervosität oder Unsicherheit zu tun. In Ausnahmefällen lasse ich allgemeine körperliche Grobmotorik gelten. Gilt natürlich nicht, wenn die Uhr "schwerstgängig" und nur mit gewalt zu überzeugen ist.
Dann ist mir die Uhr unsympathisch, aber die kann zumeist ausgetauscht werden.
"Von oben herab" sind z. B. Spieler, die en passant ziehen, ohne sich wieder zu setzen - zugegeben relativ selten.
 
Alt 26.10.2008, 20:35   #18
G.W. Pabst
Unsympathischer Gegner

Was noch nicht erwähnt wurde: Es gibt Spieler, die Schach ansagen.
Ziemlich irrittierend, wie ich finde, aber regelkonform?
 
Alt 26.10.2008, 20:42   #19
hoppelstoppler
Unsympathischer Gegner

Bei Turnierpartien ziemlich ungewöhnlich und wohl auch nicht mehr regelkonform (eben Störung des Gegners)!
 
Alt 26.10.2008, 21:08   #20
Gast67
Unsympathischer Gegner

Zitat:
Zitat von hoppelstoppler Beitrag anzeigen
Bei Turnierpartien ziemlich ungewöhnlich und wohl auch nicht mehr regelkonform (eben Störung des Gegners)!
Naja "Störung des Gegners" bei einem angesagten Schach direkt nach dem Zug zu reklamieren, wo man ja selber gerade erst zum Zug kommt, wird wohl kaum beim Schiedsrichter auf Gegenliebe stoßen. Irritierend mag es sein (mich persönlich stört es nicht), aber eine Störung ist das nicht, und unsympathisch wird mir der Gegner dadurch auch nicht.
Das ist so ein bißchen wie die Angewohnheit, jeden Zug des Gegners mit einem wohlwissenden Kopfnicken oder einem zweifelnden Kopfwiegen zu "registrieren". Es mag etwas irritierend sein, aber für Antipathie braucht es bei mir doch etwas mehr....so empfindlich bin ich nicht, wenn ich am Brett sitze!
 
 

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