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| | #1 |
| Capablanca-Variante Wie ist Capablancas Entlastungsmanöver nach 1. d4 d5 2. c4 e6 3. Sc3 Sf6 4. Lg5 Le7 5. Sf3 0-0 6. e3 Sbd7 7. Tc1 c6 8. Ld3 dxc4 9. Lxc4 Sd5 einzuschätzen? In der Literatur steht, das Schwarz in der Theorie keinen völligen Ausgleich erzielt, wie schlimm ist dies im praktischen Spiel? Wie sehen die praktischen Chancen für Schwarz aus, wenn er später auf Gewinn spielen will? | |
| | #2 | |
| Capablanca-Variante Zitat:
Ich denk diese Variante ist einfach einen Tick angenehmer mit Weiß zu spielen. Das Vereinfachen der Stellung brauch Weiß nicht allzu fürchen, weil er immerhin leichten Endspielvorteil erhält, denke ich. 1.d4 d5 2.c4 e6 3.Sc3 Sf6 4.Lg5 Le7 5.Sf3 O-O 6.e3 Sbd7 7.Tc1 c6 8.Ld3 dxc4 9.Lxc4 Sd5 a) 10.Lxe7 Dxe7 11.O-O Sxc3 12.Txc3 e5 13.dxe5 Sxe5 14.Sxe5 Dxe5 15.f4 mit leichter Initiative. b) 13.Db1!? c) 11.Se4 ist eine Alternative. Weiß will vorerst mehr Figuren auf dem Brett halten. Gruß Björn | ||
| | #3 |
| Capablanca-Variante Wenn Schwarz auf Gewinn spielen will, sollte er von dieser Variante die Finger lassen. Wobei sich Damengambit sowieso eher schlecht für das Spielen auf Gewinn eignet - von Cambridge-Springs und Tartakower abgesehen. | |
| | #4 |
| Und wie sieht’s mit Tschigorin aus? Damit kann man doch auch gut auf Gewinn spielen, oder? | |
| | #5 |
| Capablanca-Variante nicht wenn weiß es nicht will! | |
| | #6 |
| Capablanca-Variante Ich denke er meint das abgelehnte Damengambit. Oder? | |
| | #7 |
| Capablanca-Variante Mr.ÄviWendt hat Recht, Marcel bezog sich auf das Gewinnspielen beim abgelehnten Damengambit. Sicher ist die Tschigorin-Verteidigung eini gute Möglichkeite dazu, lovo, doch ging es darum wie gesagt nicht, da 1.d4 d5 2c4 Sc6 fast nichts mit dem Damengambit zu tun hat. | |
| | #8 |
| Capablanca-Variante Wobei der Begriff "Damengambit" ja eigentlich noch das angenommene mit einbezieht. Und da denke ich sind die Möglichkeiten, auf Gewinn zu spielen höher als im abgelehnten. | |
| | #9 |
| Capablanca-Variante Genau, das abgelehnte Damengambit steht schon mal fest. Nun schaue ich halt gerade, welches System ich denn als Hauptvariante nehme, da standen mal die Lasker-, die Capablanca- und die Tartakower-Variante zu Verfügung. Gegen schwächere oder auch gleichstarke Gegner muss man auch mit Schwarz öfters mal gewinnen, nur möchte ich halt lieber ein Schwarz-System richtig als zwei Systeme (z. B. abgelehntes Damengambit für Remis gegen stärkere und Königsindisch für Gewinn gegen Schwächere) nur halbherzig bearbeiten. Capablanca wird es wohl nicht werden, stürzen wir uns auf Tartakower. Achja: Wir sind hier im Bereich "Klassisches Damengambit", "angenommens Damengambit", "Tschigorin-Verteidigung" und auch "Slawisch" haben jeweils einen eigenen Bereich. | |
| | #10 |
| Capablanca-Variante Hmm... Ich denke auf deiner Spielklasse kommt es kaum darauf an, welche Eröffnung gewählt wird, wenn es um Sieg, Niederlage und Remis geht... Lange Theorievarianten wirst du denke ich mal eh selten aufs Brett bekommen oder? | |
| | #11 |
| Capablanca-Variante Ob Stratege lange Theorievariante "lernen" sollte, sollte wir nicht diskutieren. Er wird sich sicherlich noch stark verbessern und bald die 1500 knacken. Ab dem Level 1500 ist denke ich schon Theorie erforderlich. VIEL wichtiger ist es jedoch, dass du die Systeme, die du spielst, verstehst! D.h. du weißt was zu tun ist, wenn dein Gegner abweicht und es entsteht keine Kuddel-Muddel-Variante auf 1200er-Niveau, wo am Ende der mit mehr Glück gewinnt. Ich persönlich würde die das angenommende D-Gambit vorschlagen, Stratege. Hier kannst du auch viele strategische Sachen wie das Spielen auf den Isolani lernen. | |
| | #12 |
| Capablanca-Variante Es macht denke ich schon einen Unterschied, ob man direkt zwecks Entlastung ein Paar Leichtfiguren abtauscht und das Zentrum aufgibt oder nicht. Es geht auch nicht um lange Therievarianten, sondern eher darum, einen Standard-Aufbau, den man vielleicht in ein paar Jahren noch spielt, zu finden und Erfahrungen zu sammeln. Wenn ich mir ein paar Partien dazu anschaue , kann ich immer Ideen für eigene Partien finden, z. B. das Capablanca-Manöver auch bei anderen Damengambit-Stellungen ausprobieren. | |
| | #13 | |
| Zitat:
1.d4 d5 2.c4 e6 3.Sc3 Sf6 4.Lg5 Le7 5.e3 h6 6.Lh4 0.0 7.Tc1 c6 8.Ld3 Sbd7 9.Sf3 dxc4 10.Lxc4 Sd5? Hier eine kleine Aufgabe an den Strategen: Weshalb ist dieser Zug in der vorliegenden Variante nicht gut? Hinweis: Wie wäre der Zug zu bewerten, wenn der zug h6 noch nicht gezogen wurde? | ||
| | #14 |
| Capablanca-Variante Die Tartakower-Variante ist sicherlich empfehlenswert! Da befindest du dich in bester Gesellschaft! Außerdem ist mehr Raum vorhanden als im Entlastungssystem. Raum - im Sinne von Komplexität, Spielraum, Variantenvielfalt. Dafür muss man eben mehr "wissen", aber das betrachte ich nicht als Minuspunkt. (Ich würde die Zugfolge 1.d4 d5 2.c4 e6 3.Sc3 Le7 empfehlen. Zwar kann Weiß auf d5 tauschen und Lf4 folgen lassen, aber die Abtauschvariante mit Lg5 (gegen 3. ...Sf6) ist vielleicht noch unangegehmer. Und irgendwie ist Le7 auch ästhetischer, meine Meinung, Geschmackssache.) | |
| | #15 | |
| Capablanca-Variante Zitat:
13.Db1 richtet sich gegen 13. ...e5-e4. 13. Db1 ed4 14.ed4 Sb6 e) 8.Ld3 h6 9.Lh4 dxc4 10.Lxc4 b5 11.Ld3 a6 oder 8.Ld3 dxc4 9.Lxc4 b5 10.Ld3 a6, jeweils nebst c5 | ||
| | #16 | |
| Capablanca-Variante Zitat:
Mein erster Gedanke für Weiß war 11. Lg3 um auf e5 zu drücken, was den thematischen Gegenstoß der Capablanca-Variante erschwert, bei weiteren Überlegungen ist mir nichts besseres eingefallen. Ohne die vorgeschalteten Züge h6 Lh4 findet der Läufer keinen vernünftigen Platz auf der h2-b8-Diagonalen und muss sich abtauschen. | ||
| | #17 | |
| Capablanca-Variante Zitat:
Weiß zieht 11.Lg3 und Schwarz klar schlechter! e5 wird wie gesagt kontrolliert und der Läufer c8 ist zur Zeit lebendig begraben. Außerdem ist der Lg3 zur Zeit viel effektiver als der Le7. Schwarz sollte vielleicht versuchen den Läufer zu flankieren, was aber viel Zeit kostet. | ||
| | #18 |
| Capablanca-Variante Capablanca- bzw. Laskersystem im abgelehnten Damengambit sind meines Erachtens genau die richtigen Varianten, mit denen man sich im Damengambit beschäftigen sollte. Auch wenn ich die Aussage von FM Marcel Becker unterschreiben würde, dass für Schwarz im Gewinnsinne eher wenig zu holen ist. ABER: Mit dem richtigen Verständnis für die entstehenden Positionen (siehe Anhang) wächst das Verständnis für bestimmte Bauernkonstellationen ungemein. Darüberhinaus fällt es auch leichter, Fehler zu erkennen. Also Stratege, reinhaun ;-) Da Du, wenn Weiß es möchte, auch nicht um ein angetauschtes Zentrum umhinkommst, magst Du Dir ggf. auch gleich die berühmtberüchtigte Karlsbader Bauernstruktur antun. Kalchas | |
| | #19 |
| Capablanca-Variante Ich werd mir auch mal die Kapitel zur Lasker- und zur Capablanca-Variante im Buch "Qeens Gambit declined" anschauen, auch wenn ich wohl eher die Tartakower-Variante spielen werde. Die Karlsbader Struktur habe ich auch schon mal mit Weiß auf dem Brett, hab auch schon erste Erfahrungen mit beiden Seiten sammeln dürfen. | |
| | #20 |
| Capablanca-Variante Sehr gute Entscheidung, das Sadlerbuch ist didaktisch eines der besten Bücher zu dem Thema. Damengambit Kalchas | |
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