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Diskutiere Engines: Elo <-> Analysefähigkeit im Schachcomputer Bereich; Hallo, mir ist da was unklar: Besteht ein direkter Zusammenhang zwischen Spielstärke einer Engine und der Qualität der Analyse? Gibt es z.B. spielschwache Engines, die ...
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| | #1 |
| Engines: Elo <-> Analysefähigkeit Hallo, mir ist da was unklar: Besteht ein direkter Zusammenhang zwischen Spielstärke einer Engine und der Qualität der Analyse? Gibt es z.B. spielschwache Engines, die gut analysieren können? MfG, D. | |
| | #2 |
| Engines: Elo <-> Analysefähigkeit Natürlich kann man erstmal allgemein davon ausgehen, dass eine Engine, die 300 Elo stärker ist, vermutlich auch bessere Analysequalitäten aufweist (aufgrund besserer Suchalgorithmen etc.). Sonst aber gibt es keinen direkten Zusammenhang. Die Elo spiegelt die Leistung in Turnierpartien wider. In einer Partie geht es darum, durch ein gutes Eröffnungsbuch in eine Mittelspielstellung entlassen zu werden, die dem Stil der Engine entgegenkommt, sodass sie die restliche Partie wie 'aus einem Guss' spielen kann. In der Analyse wird der Engine dagegen eine beliebige Stellung aufgezwungen und verlangt, möglichst schnell gute Zugvorschläge zu machen. Ein gutes Beispiel ist Fritz10 vs. Fritz11. Letzterer hat nach einschlägigen Ranglisten wie der CEGT fast 100 Elo mehr in Turnierpartien vorzuweisen. In Stellungstests wie MGV77 und EET liegt aber die 10er Version deutlich vorne. Der Grund: Fritz11 besitzt eine deutlich höhere Selektivität in der Zugberechnung. Das bedeutet in derselben Zeit eine höhere Suchtiefe und damit eine exaktere Bewertung der Stellung - was in Turnierpartien von Vorteil ist. Der Nachteil ist, das bestimmte versteckte 'geniale' Züge einfach übersehen (da im Suchbaum frühzeitig abgeschnitten) werden. In normalen Turnierpartien sind diese Züge zu selten, aber in der Analyse hätte man natürlich gerne eine Engine, die auch diese ausgefallenen Züge findet. | |
| | #3 |
| Engines: Elo <-> Analysefähigkeit Meiner Meinung nach ist für die Qualität der Analyse außerdem nicht allein die Engine verantwortlich, sondern auch der User und das GUI. Fritz bietet beispielsweise mit der Vollanalyse, der Fehlersuche und dem Ausspielen der Stellung drei sehr unterschiedliche Konzepte, die alle ihren Reiz und ihre Berechtigung haben. Und das Aquarium hat mit dem IDeA-Feature (Interactive Deep Analysis) ein Analysetool, das sogar noch weiter geht. Wer hier ein wenig Zeit und Mühe investiert, kann kritische Stellungen extrem tief analysieren. | |
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