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Hemmung beim Internetschach?

Diskutiere Hemmung beim Internetschach? im Schachserver Bereich; Du bestätigst hier nur, dass viele, die nicht verlieren können, dem Gegner pauschal Betrug vorwerfen, anstatt mal das eigene schlechte Spiel zu hinterfragen. Das ist ...





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Alt 16.04.2011, 03:15   #61
chessychess
AW: Hemmung beim Internetschach?

Du bestätigst hier nur, dass viele, die nicht verlieren können, dem Gegner pauschal Betrug vorwerfen, anstatt mal das eigene schlechte Spiel zu hinterfragen. Das ist einfach nur mies.

Ich habe online noch nie betrogen (wüsste nicht warum ich es tun sollte), aber so oft wie mir schon Betrug unterstellt wurde, müsste ich eine lebenslange Sperre als unverbesserlicher Cheater erhalten.
 
Alt 16.04.2011, 07:41   #62
dwz700
AW: Hemmung beim Internetschach?

Zitat:
Zitat von Krabat Beitrag anzeigen
Die sog. Computerbetrüger, die auf schach.de regelmäßig "überführt" werden, sind in den meisten Fällen harmlose TaskSwitcher, die während der Partie auch andere Fenster öffnen. Das wurde hier im Forum schon wiederholt erwähnt.
Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, dass der Spieler gerade die Online-Ausgabe irgendeiner Zeitung liest, während er seine Gegner mal eben so ganz nebenbei in ihre Einzelteile zerlegt. So wirds dann wohl gewesen sein.

Denn es gibt sicherlich jede Menge schlaue Köpfchen, die sich ihre Partien noch nicht mal so richtig anzugucken brauchen, während sie diese im Schweinsgalopp gewinnen.

Zitat:
Zitat von Krabat Beitrag anzeigen
Zur o.a. Partie: Ich kann da keinen Hinweis auf Computerbetrug erkennen. Du hast die Eröffnung suboptimal behandelt, aber nach 14.Se5 war die Partie keineswegs verloren.
Konntest Du denn einen Hinweis darauf finden, dass dem nicht so war? Im Übrigen stehe ich nach 14. Se5 natürlich schon deutlich schlechter, was nicht zuletzt auch auf meine noch nicht abgeschlossene Entwicklung zurückzuführen ist. Dem arbeitet mein Gegner aber auch sehr "geschickt" entgegen.

Zitat:
Zitat von schawipp Beitrag anzeigen
@DWZ: Erstmal finde ich es gut, dass Du eine Partie zur Diskussion stellst und Butter bei die Fische gibst
Leider scheinen manche aber nur darauf gewartet zu haben, um mich dann an den Pranger des schlechten Verlierers stellen zu können. Du bist mit diesen Worten jedoch nicht gemeint.

Zitat:
Zitat von schawipp Beitrag anzeigen
Oft ist einfach der Server oder die Verbindung temporär überlastet, so dass z. B. ein ungewöhnlich großer Lag entsteht.
Die Verbindungsqualität des Gegners wird einem bei schach.de im Spielerfenster durch unterschiedlich stark eingefärbte grüne oder rote Balken hinter den Namen und Ratings der anwesenden Spieler angezeigt. Falls der Gegner einen Lag hat, wird einem das auch nochmal explizit im Chatfenster des Partiefensters mitgeteilt (inklusive der Dauer des Lags bei jedem Halbzug). In diesem Fall war es aber so, dass der Gegner keinen Lag, sondern im Gegenteil eine sehr gute Verbindungsqualität hatte.

Zitat:
Zitat von schawipp Beitrag anzeigen
Weiß hat die Partie schon recht straight gespielt, allerdings habe ich jetzt keine ungewöhnlich "genialen" Züge gesehen.
"Geniale" Züge braucht man gegen Spieler wie mich aber auch nicht. Es reicht in der Regel völlig aus, die "richtigen" Züge zu finden, denn falsche mache ich ja selbst genug.

Die Frage ist wie gesagt nur, ob mein Gegner in dieser Partie das immer selbst getan hat. Die kurz nach unserer Partie im Chatfenster erschienene rote Betrugsmeldung ließ mich jedenfalls etwas anderes vermuten.

Während dieser Partie hat mich neben seinem sehr gleichmäßigen Zeitverbrauch vor allem der "stille" Zug 12. Tfc1 stutzig gemacht, den ich (insbesondere für eine Blitzpartie) für sehr schlau und vorausschauend gespielt halte. Einerseits besetzt er damit die c-Linie, die er komplett zu öffnen droht, andererseits vermeidet er dadurch, dass er den f-Turm und nicht den a-Turm dafür hernimmt, auch gleich, dass ich ihn nach 14. Se5 mit der Springergabel ...Sd7 auskontern kann. Somit hat er den Springer auf f3 nun zur freien Verfügung.

Zitat:
Zitat von schawipp Beitrag anzeigen
Nach dem darauffolgenden Bauerntausch tauscht Du die einzige andere entwickelte Figur von Dir, den Lc7, ab. Dieser Läufer hat bis dahin drei mal gezogen (f8->d6->c7->f4), der weiße Lf4 nur einmal; jetzt sind beide Läufer verschwunden... - verstehst Du was ich meine?
Ich wollte einfach die komplette Öffnung der c-Linie vermeiden, die nach 13. Lxc7 Dxc7 14. Dxd5 Dxh2+ 15. Kxh2 cxd5 dem Weißen wohl mehr genutzt hätte als dem Schwarzen. Etwas besseres als Lxf4 fiel mir auf die Schnelle nicht ein.

Aus seiner Sicht ist die Linie zwar schon frei, aber meine Bauernstruktur verhindert derzeit eben noch, dass er damit etwas Konkretes anfangen kann.

Zitat:
Zitat von schawipp Beitrag anzeigen
Ich kenne schach.de nicht, finde es aber zumindest ungewöhnlich, dass solche Meldungen im allgemeinen Chat an alle Spieler gehen. Oder sehen das nur die Spieler, die schon mal gegen denjenigen gespielt haben?
Es ist bei schach.de immer so, dass Betrugsmeldungen für alle sichtbar im Chatfenster erscheinen, was ich auch sehr gut finde.

Zitat:
Zitat von chessychess Beitrag anzeigen
Du bestätigst hier nur, dass viele, die nicht verlieren können, dem Gegner pauschal Betrug vorwerfen, anstatt mal das eigene schlechte Spiel zu hinterfragen. Das ist einfach nur mies.
Mit diesem Satz und dem Wort "pauschal" unterstellst Du mir, dass ich auch zu denen gehöre, die ihren Gegnern immer (!) Betrug vorwerfen, nachdem sie verloren haben. Wie kommst Du bitte darauf?
 
Alt 16.04.2011, 12:31   #63
chessychess
AW: Hemmung beim Internetschach?

Zitat:
Zitat von dwz700 Beitrag anzeigen
Mit diesem Satz und dem Wort "pauschal" unterstellst Du mir, dass ich auch zu denen gehöre, die ihren Gegnern immer (!) Betrug vorwerfen, nachdem sie verloren haben. Wie kommst Du bitte darauf?
Gaanz einfach: Du hinterlässt bei mir diesen Eindruck.

Wie gesagt, ich cheate nie, weil ich des Spielens wegen spiele, aber als Cheater beschimpft wurde ich schon unzählige Male. Das müssen dann zwangsläufig Leute sein, die eine ähnliche oder gleiche Einstellung haben wie du, á la: Ich habe verloren, er hat betrogen.
 
Alt 16.04.2011, 16:55   #64
Krennwurzn
AW: Hemmung beim Internetschach?

Zitat:
Zitat von dwz700 Beitrag anzeigen
Es ist bei schach.de immer so, dass Betrugsmeldungen für alle sichtbar im Chatfenster erscheinen, was ich auch sehr gut finde.
Dass Du das "sehr gut" findest, wenn ein anderer öffentlich an den Pranger gestellt wird auch wenn er nichts falsches gemacht haben könnte, zeigt mir, dass Du nicht sehr objektiv an die Sache herangehst.

Erstens hält sich der Verdacht, dass diese Cheatermeldungen Marketing- und Beruhigungsanzeigen sein könnten. Es gab schon mehrmals die gleiche Meldung, die Accounts sind sehr jung, usw...

Gestaunt habe ich als ich einmal gelesen habe, dass mein Gegner wegen einer Partie gegen mich als Cheater bezeichnet wurde. Erstens habe ich die Partie gewonnen und zweitens haben wir beide grottenschlecht gespielt - er hat einen katastrophalen Eröffnungsfehler gemacht und dann ist mir die Partie aus den Fingern geglitten, aber er hat dann noch einen endgültigen Bock geschossen sodass ich doch gewonnen habe.

Wo der SCHWARZE (CHEATER Name geändert) in dieser Partie betrogen haben könnte ist nicht zu sehen,
nur Fehler um Fehler - noch schlimmer als meine


[Event "Wertungspartie, 3m + 2s"]
[White "Krennwurzn"]
[Black "CHEATER"]
[Result "1-0"]
[ECO "E92"]
[TimeControl "180+2"]

1. d4 {[%emt 0:00:01]} Nf6 {[%emt 0:00:03]} 2. c4 {[%emt 0:00:01]} g6 {
[%emt 0:00:05]} 3. Nc3 {[%emt 0:00:00]} Bg7 {[%emt 0:00:01]} 4. e4 {
[%emt 0:00:01]} O-O {[%emt 0:00:01]} 5. Nf3 {[%emt 0:00:01]} d6 {[%emt 0:00:07]} 6. Be2 {[%emt 0:00:01]} e5 {[%emt 0:00:03]} 7. dxe5 {[%emt 0:00:04]} dxe5 {[%emt 0:00:01]} 8. Qxd8 {[%emt 0:00:01]} Rxd8 {[%emt 0:00:01]} 9. Bg5 {[%emt 0:00:00]} Re8 {[%emt 0:00:02]} 10. Nd5 {[%emt 0:00:02]} Nxe4 {[%emt 0:00:05]} 11. Nxc7 {[%emt 0:00:16]} Rf8 {[%emt 0:00:17]} 12. Nxa8 {[%emt 0:00:04]} Na6 {[%emt 0:00:03]} 13. Be3 {[%emt 0:00:19]} Be6 {[%emt 0:00:11]} 14. Bxa7 {[%emt 0:00:09]} Rxa8 {[%emt 0:00:08]} 15. Be3 {[%emt 0:00:01]} Nb4 {[%emt 0:00:25]} 16. O-O {[%emt 0:00:04]} Nc2 {[%emt 0:00:06]} 17. Bd3 {[%emt 0:00:11]} Nxe3 $2 {[%emt 0:00:13]} (17... Nxa1) 18. fxe3 {[%emt 0:00:04]} Nc5 {[%emt 0:00:07]} 19. Bc2 {[%emt 0:00:06]} e4 {[%emt 0:00:01]} 20. Nd4 {[%emt 0:00:05]} Bxc4 {[%emt 0:00:02]} 21. Rfd1 {[%emt 0:00:23]} f5 {[%emt 0:00:36]} 22. b4 {[%emt 0:00:05]} Nd7 {[%emt 0:00:06]} 23. a4 {[%emt 0:00:09]} Ne5 {[%emt 0:00:04]} 24. Rab1 {[%emt 0:00:11]} Nd3 {[%emt 0:00:27]} (24... Bh6 25. Kf2 Ng4+) 25. Bxd3 {[%emt 0:00:04]} Bxd3 {[%emt 0:00:01]} 26. Ra1 {[%emt 0:00:10]} b5 {[%emt 0:00:16]} 27. axb5 {[%emt 0:00:11]} Rxa1 {[%emt 0:00:09]} 28. Rxa1 {[%emt 0:00:01]} Bxb5 {[%emt 0:00:01]} 29. Ra8+ {[%emt 0:00:02]} Kf7 {[%emt 0:00:08]} 30. Nxb5 {Cheater abandonne (Lag: Av=0.24s, max=0.5s) [%emt 0:00:01]} 1-0




Zitat:
Zitat von dwz700 Beitrag anzeigen
Mit diesem Satz und dem Wort "pauschal" unterstellst Du mir, dass ich auch zu denen gehöre, die ihren Gegnern immer (!) Betrug vorwerfen, nachdem sie verloren haben. Wie kommst Du bitte darauf?
Natürlich nicht immer, aber doch wahrscheinlich vorschnell!

Zu Deiner Partie möchte ich sagen: Tfc1 spielt jeder in unserer Spielstärke, der schon mehrmals die Gabel auf d2 bekommen hat und entschieden wurde die Partie durch die Springergabel - solche Motive haben mir schon schwächer Spieler OTB beim Blitz aufs Brett gezaubert...

Warum sollte Dich einer in einer ungewerteten Partie betrügen? Nur um Dich zu ärgern? Es wird so Leute geben, die daran Freude haben, aber häufig kommt so was nicht vor.

Ich denke schon, Du solltest einmal über das Verlieren nachdenken.

(Es ist ein wesentlicher Teil eines Spiels und Du schadest nur Dir selbst, wenn Du allzu schnell mit dem Betrugsvorwurf bist - ja man wird betrogen, aber es kommt selten vor.)
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Alt 16.04.2011, 18:09   #65
dwz700
AW: Hemmung beim Internetschach?

Zitat:
Zitat von Krennwurzn Beitrag anzeigen
Dass Du das "sehr gut" findest, wenn ein anderer öffentlich an den Pranger gestellt wird auch wenn er nichts falsches gemacht haben könnte, zeigt mir, dass Du nicht sehr objektiv an die Sache herangehst.
Warum sollte ich das nicht sehr gut finden dürfen, Krennwurzn? Bei schach.de machen sie es eben so. Außerdem relativiert sich das "öffentlich" schon allein dadurch, dass die allermeisten Leute dort mit anonymen Accounts spielen, aus denen sich für andere Spieler nicht herleiten lässt, wer ihnen da tatsächlich gegenüber sitzt. Darum ja: Eine Veröffentlichung und damit Anprangerung findet zwar statt, aber zumeist nur die von anonymen Accounts.

Übrigens gibt es bei chess.com eine veröffentlichte, täglich aktualisierte Liste aller jemals geschnappten und gesperrten Cheater, verlinkt mit den Profilen dieser Personen. schach.de ist also nicht der einzige Schachserver, der sich einen Pranger hält. Der Pranger von schach.de ist im Vergleich zu dem von chess.com sogar noch sehr moderat. Denn Betrüger werden dort ja nur für die Dauer der Sitzung eines jeden Spielers angeprangert. Wer weiß denn da heute noch, wer gestern am Pranger stand? Aber ich sage ganz offen, dass ich auch die verschärfte Praxis von chess.com gut finde. Wer betrügt und dabei geschnappt wird, ist selbst schuld und hat folglich kein Mitleid verdient.

Zitat:
Zitat von Krennwurzn Beitrag anzeigen
Erstens hält sich der Verdacht, dass diese Cheatermeldungen Marketing- und Beruhigungsanzeigen sein könnten. Es gab schon mehrmals die gleiche Meldung, die Accounts sind sehr jung, usw...
Den Verdacht hege ich auch, zumindest was einige dieser Meldungen anbelangt. Einige mögen echte Meldungen sein, die sich mit realen Nutzern befassen und auf tatsächlich gespielten Partien beruhen, siehe Dein oder mein Beispiel. Andere sind möglicherweise nur Fakes. Verwunderlich ist allein schon die Vielzahl dieser Meldungen und auch die Tatsache, dass es sehr oft die sogenannten "Kleinen" oder Personen mit Gästezugang erwischt.

Zitat:
Zitat von Krennwurzn Beitrag anzeigen
Natürlich nicht immer, aber doch wahrscheinlich vorschnell!
Dazu muss ich jetzt mal etwas klarstellen: Ich habe in grob geschätzt 10.000 bei schach.de gespielten Blitz- und Bulletpartien nie jemanden während oder nach der Partie des Cheatings bezichtigt.

Den Verdacht hatte ich aber das eine oder andere Mal, keine Frage. Ich habe meine Partien aber auch nie zur Kontrolle bei schach.de eingereicht - ganz einfach schon deshalb, weil ich gar nicht weiß, wie man das macht.

Zitat:
Zitat von Krennwurzn Beitrag anzeigen
Zu Deiner Partie möchte ich sagen: Tfc1 spielt jeder in unserer Spielstärke, der schon mehrmals die Gabel auf d2 bekommen hat und entschieden wurde die Partie durch die Springergabel - solche Motive haben mir schon schwächer Spieler OTB beim Blitz aufs Brett gezaubert...
Man wird wohl kaum eine Partie finden, von der man nicht sagen kann: "Sie könnte auch ein Mensch ganz ohne Computerunterstützung gespielt haben." Denn selbst ein blindes Huhn findet bekanntlich mal ein Korn.

Aber wie gesagt wurde dieser Spieler kurze Zeit nach unserer Partie von offizieller Seite her des Computerbetrugs bezichtigt und sein Rating genullt.

Und jetzt verrate mir doch bitte mal eines: Findest Du es nicht auch merkwürdig, dass jemand bei einer Blitzpartie in einer vergleichsweise ruhigen Eröffnung für jeden Zug ziemlich exakt zehn Sekunden benötigt (also in der Eröffnung sehr lange), während er dann im Mittelspiel ebenfalls ziemlich exakt zehn Sekunden pro Zug beansprucht und die Stellung damit locker und flockig zum Sieg führt?

Ich meine, denken wir nicht alle mal unterschiedlich lange nach? Spielen wir Eröffnungen im Blitzen nicht alle sehr gern mechanisch auf Basis von erlerntem Wissen, um damit Zeit zu sparen? Oder gibt es tatsächlich Spieler, deren Gehirne anscheinend wie die von Robotern funktionieren und die folglich in jedem Zug den gleichen Zeitverbrauch haben, was auch bedeutet, dass sie sich die Züge in der Eröffnung anscheinend erstmal aus den Fingern saugen müssen?

Wie schon erwähnt: An der Verbindungsqualität (bzw. am Lag) meines Gegners kann dies nicht gelegen haben, denn er hatte definitiv eine Verbindung, wie man sie sich besser nicht hätte wünschen können.

Zitat:
Zitat von Krennwurzn Beitrag anzeigen
Warum sollte Dich einer in einer ungewerteten Partie betrügen? Nur um Dich zu ärgern? Es wird so Leute geben, die daran Freude haben, aber häufig kommt so was nicht vor.
Hier in diesem Forum sagte ja bereits jemand, dass es ihm Spaß gemacht hat, dabei zuzusehen, wie andere von seinem Programm zerquetscht wurden und er deshalb in der Vergangenheit auf schacharena öfters betrogen hat. Warum sollte diese Einstellung eigentlich so schrecklich selten zu finden sein? Weil unsere Gesellschaft zu ehrlich dafür ist?

Zitat:
Zitat von Krennwurzn Beitrag anzeigen
Ich denke schon, Du solltest einmal über das Verlieren nachdenken. (Es ist ein wesentlicher Teil eines Spiels!)
Ich spiele jetzt seit genau 28 Jahren Vereinsschach. Kannst Du Dir in etwa vorstellen, wie oft ich da schon verloren habe?

Nach einer Niederlage veranstalte ich auch nie irgendwelche Scharmützel, suche irgendwelche Entschuldigungen für mein Spiel oder beschimpfe erstmal ausgiebig meine Gegner. Im Gegenteil: Ich stelle einfach nur die Uhr ab und reiche ihnen die Hand zur Gratulation. Natürlich verliere auch ich nicht gerne und ärgere mich über mein unzureichendes Spiel. Aber ich schlucke diesen Ärger eben erstmal herunter.

Genauso habe ich es auch im Internet gehalten. Ich habe meine Gegner grundsätzlich nie beschimpft, nachdem ich verloren hatte, ebensowenig wie ich mich nach meinen Siegen über sie lustig gemacht habe.

Aber wo die Möglichkeiten des Betruges so vielfältig sind und jeder die eigene Anonymität quasi wie einen Schutzschild vor sich her trägt, da muss es doch erlaubt sein, bei Veranlassung auch mal kritisch zu hinterfragen, ob diese vielfältigen Möglichkeiten nicht ihren Markt in Form einer treuen, stetig wachsenden Nutzergemeinde haben.

"Gelegenheit macht Diebe", lautet ein Sprichwort. Dem ist meiner Meinung nach nichts hinzuzufügen.
 
Alt 16.04.2011, 19:04   #66
Krennwurzn
AW: Hemmung beim Internetschach?

Zitat:
Zitat von dwz700 Beitrag anzeigen
Den Verdacht hege ich auch, zumindest was einige dieser Meldungen anbelangt. Einige mögen echte Meldungen sein...

Aber wie gesagt wurde dieser Spieler kurze Zeit nach unserer Partie von offizieller Seite her des Computerbetrugs bezichtigt und sein Rating genullt.
Wenn man die "Echtheit" der Meldungen anzweifelt, sollte man nicht eine solche Meldung später als ultimativen Beweis ansehen - das widerspricht sich ein wenig - oder?

Zitat:
Zitat von dwz700 Beitrag anzeigen
Findest Du es nicht auch merkwürdig, dass jemand bei einer Blitzpartie in einer vergleichsweise ruhigen Eröffnung für jeden Zug ziemlich exakt zehn Sekunden benötigt (also in der Eröffnung sehr lange), während er dann im Mittelspiel ebenfalls ziemlich exakt zehn Sekunden pro Zug beansprucht und die Stellung damit locker und flockig zum Sieg führt?
Ja, aber erstens fehlen in Deiner Partie die Zeitangaben und zweitens bedeutet merkwürdig nicht gleich Cheater.

Zitat:
Zitat von dwz700 Beitrag anzeigen
ob diese vielfältigen Möglichkeiten nicht ihren Markt in Form einer treuen, stetig wachsenden Nutzergemeinde haben.
Da Du wie ich auch schon etwas älter sein dürftest und auch OTB Schach spielst, wirst Du doch auch die anderen Unsportlichkeiten im Schach kennen: Leute, die früher mit dem Buch(Schummelzettel, etc) am WC gesessen sind und die Eröffnung nachgeschlagen haben, Stärkere um Züge gefragt haben, usw... - heute wird das Handy verwendet.

Ad Betrug ein Rechenbeispiel:

Nehmen wir mal an schach.de sperrt 50 Leute am Tag wegen Cheating und die spielen jeweils vorher 100 Partien (der einfachheithalber an diesem einen Tag), dann sind das 5000 Cheatingpartien am Tag - gespielt werden 200.000 Partien, dann wären das 2,5% der Partien.
Hochgerechnet auf unsere 10.000 gespielten Partien auf schach.de wären das dann 250 Partien in denen wir betrogen wurden - auf meine ca. 2400 Logintage gerechnet also so jeden 10. Tag einmal betrogen - ich sag Dir ehrlich damit kann ich gut leben und dem armen Kerl, der mich betrügen muss, bin ich dann diese "Freude" auch vergönnt. (vor allem, weil es tatsächlich noch viel seltener der Fall sein wird).

Mein altes Credo:
Cheater ignorieren, die sind mit sich selbst gestraft genug!
Achtung beim Spiel um Geld und Meisterschaft
!

Und gleichzeitig den Serverbetreibern nicht trauen, wenn sie uns eine heile Welt vorgaukeln wollen (was eigentlich ja eine sinnlose Fleißaufgabe ist)
Und nicht jenen eine Bühne bieten, die dann ihren Namen auf der Cheatingliste lesen bzw. sich dann freuen, wenn sie nicht erwischt wurden.
 
Alt 24.06.2011, 15:56   #67
Putin
AW: Hemmung beim Internetschach?

Zitat:
Kennt ihr das Gefühl auch? Bzw. was meint ihr, im Internet nur noch Blitz- und Bulletpartien spielen?
Das bringt auch nichts.

Es gibt ein Programm, dass auf Online Schachservern das Brett und die Position
erkennt, und die Züge selbstständig ausführt. Man muss nur seine Farbe auf
"autoplay" stellen und das Programm zieht wenn nötig blitzschnell und gewinnt
fast jede Bulletpartie.

Hätte es nicht seine seltenen Aussetzer, wo es das Brett nicht mehr erkennt,
würde es 100% der Spiele gewinnen.

Habe es selbst ausprobiert, und gegen die besten Bulletspieler der Seite mit
Rating über 2400 ausnahmslos jedes Spiel gewonnen.(außer das Programm hatte einen der seltenen Aussetzer).
 
Alt 24.06.2011, 18:28   #68
Gast3172
AW: Hemmung beim Internetschach?

solche Leute wie du sind genau der Grund,warum niemand mehr Internetschach spielen möchte!Ich hab im Reallife ein Blitzrating von 2150+,schlage oft Spieler mit 2250 elo,jedenfalls bei offiziellen Blitz und Schnellschachturnieren,und auf dem Schässbäseserver verlier ich oft gegen Spieler mit einem Rating von 1750-1800 Ratingpunkten.Wie soll das gehen? ******* Cheater

schiebt euch eure Hilfsprogramme sonst wo hin
 
Alt 24.06.2011, 18:48   #69
Rilanja
AW: Hemmung beim Internetschach?

Im Gast-Modus kannste wenigstens auf schach.de noch "normal" spielen. Zumindest nach eigener Erfahrung, hatte nie ein solches Gefühl.
Wenn dann allerdings das "virtuelle Rating" dazukommt sieht das schon wieder anders aus. Das motiviert anscheinend solche Leute.
 
Alt 24.06.2011, 18:52   #70
dwz700
AW: Hemmung beim Internetschach?

Zitat:
Zitat von Onkelmichi Beitrag anzeigen
solche Leute wie du sind genau der Grund,warum niemand mehr Internetschach spielen möchte!
Er gibt doch nur Butter bei die Fische und spricht die Situation an, so wie sie tatsächlich ist.

Klar, der User Putin sagt, dass er das Programm ausprobiert hat, aber ich gehe mal nicht davon aus, dass er ein passionierter Cheater ist, sonst würde er sich hier wahrscheinlich anders präsentieren.

Ich hoffe außerdem sehr, dass solche Beiträge wie der von Putin endlich mal einigen hier die Augen öffnen, indem sie mit dem schwachsinnigen Mythos aufräumen, im Blitz oder Bullet sei das Betrügen mittels Schachprogramm unheimlich schwierig, wenn nicht sogar unmöglich. Dieser Mythos ist wirklich schon längst Kokolores aus der Steinzeit des Internet-Schach. in Wahrheit ist es in etwa so leicht, wie sich ein Butterbrot zu schmieren.

Von daher wundert mich wirklich, in welchem Alter Menschen noch an fleißige Zwerge, gute Feen und verzauberte Prinzen glauben... und durch die Bank grundehrliche Bullet-Spieler, nicht zu vergessen.

PS: @ Putin: Zumindest ich bedanke mich für Deinen aufschlussreichen Beitrag!
 
Alt 24.06.2011, 18:56   #71
CarriedbyGg
AW: Hemmung beim Internetschach?

Guckt euch mal meinen letzten Beitrag im Kurzpartienthread an. Mein Gegner unterstellte mir Betrug, da ich ihm wohl zu schnell gespielt habe. Tatsache ist, dass er einfach schlecht gespielt hat und ich deswegen gewonnen habe.
 
Alt 24.06.2011, 19:03   #72
Kiffing
AW: Hemmung beim Internetschach?

Manche haben entweder einen schlechten Charakter oder sind einfach zu blöd zu begreifen, daß es Spieler gibt, die über eine Intuition verfügen, die es ihnen erlaubt, das Wesen einer Stellung in Sekundenbruchteilen zu erfassen. Vielleicht wollen sie es sich nicht eingestehen, daß sie selbst nicht über diese Fähigkeit verfügen oder halten diese für so "übermenschlich", daß sie es sich nicht vorstellen können, daß andere diese haben. Dabei ist die Intuition eine typische Fähigkeit von Schachspielern, die zwar natürlich angeboren ist, aber durch Übung leicht verbessert werden kann.
 
Alt 24.06.2011, 21:24   #73
M-o-D-66
AW: Hemmung beim Internetschach?

Zitat:
Zitat von Kiffing Beitrag anzeigen
Manche haben entweder einen schlechten Charakter oder sind einfach zu blöd zu begreifen, daß es Spieler gibt, die über eine Intuition verfügen, die es ihnen erlaubt, das Wesen einer Stellung in Sekundenbruchteilen zu erfassen. Vielleicht wollen sie es sich nicht eingestehen, daß sie selbst nicht über diese Fähigkeit verfügen oder halten diese für so "übermenschlich", daß sie es sich nicht vorstellen können, daß andere diese haben. Dabei ist die Intuition eine typische Fähigkeit von Schachspielern, die zwar natürlich angeboren ist, aber durch Übung leicht verbessert werden kann.
Es ist viel einfacher Kiffing.

Ein natürliches Menschenprinzip ist es, dass man selber keine Fehler macht.
Logische Schlussfolgerung daraus ist, dass andere einen Fehler gemacht haben. Man selber kann das ja nicht gewesen sein.
Das Interessante ist, dass so auch gedacht wird, wenn man genau weiß, man hat den Fehler gemacht.
 
Alt 24.06.2011, 21:28   #74
Kiffing
AW: Hemmung beim Internetschach?

Wer denkt denn von sich selbst, er würde keine Fehler machen?
 
Alt 24.06.2011, 21:32   #75
M-o-D-66
AW: Hemmung beim Internetschach?

Das ist eben das Paradoxe.

Man weiß, man macht Fehler, will diese aber nicht akzeptieren.
Das wäre ja ein Zeichen von Schwäche.

So blöd sich das auch anhört, es ist echt so.
Manchmal, muss ich zugeben, fällt es mir auch schwer Fehler einzugestehen, weil man denkt, so blöd bin ich nicht,
Manche besitzen diese Fähigkeit gar nicht.
 
Alt 24.06.2011, 22:03   #76
Danalto
AW: Hemmung beim Internetschach?

Was sich mir aber trotz aller Erkenntnisse hier nicht erschließt: Wenn einer Hilfsprogramme beim Blitzen benutzt, mit denen er gegen Leute mit 2400 locker gewinnt, muss er doch selbst ne Blitz-Server-Elo von 2400 haben (zumindest in dieser Größenordnung). Wenn ich also gegen Spieler mit 1800 verliere, was macht mich so sicher, dass sie cheaten? Es gibt meines Erachtens auch einfach solche Dinge wie Spielanlagen, die einem nicht liegen, zeitweise schlechte Serveranbindungen etc. Ich bin jedenfalls nicht geneigt zu glauben, dass beim Blitzen und beim Bullet in meiner Preisklasse (Bullet 1700-1800; Blitz 1900-2150) viel "gecheatet" wird.
 
Alt 24.06.2011, 22:47   #77
Kiffing
AW: Hemmung beim Internetschach?

Das Problem besteht darin, daß temporär gecheatet wird. Also Spieler mit, sagen wir, 1800, spielen vielmals normal, und irgendwann cheaten sie. Es ist diese Unsicherheit, die vielen Angst macht, daß sie jetzt selbst es mit einem Cheater zu tun haben, der "zufällig" in der aktuellen Partie mit Engineunterstützung spielt. Ich denke, wir sollten uns alle nicht verrückt machen lassen. Wir spielen ja auf den Servern vorrangig um Spaß zu haben. Trotzdem sollte das Problem des Cheatens nicht unterschätzt werden. Es ist halt wie im Krieg. Auf verbesserte Verteidigungswaffen folgen wiederum stärkere Angriffswaffen. Im Ersten Weltkrieg war gerade so eine Welle, daß die Verteidigungswaffen gegenüber den Angriffswaffen im Vorteil waren. Deshalb auch dieser langanhaltende Stellungskrieg. Im Zweiten Weltkrieg hat sich das Bild binnen etwas über zweier Jahrzehnte drastisch gewandelt. Hoffen wir einfach, daß die Verteidigung gegenüber dem Angriff triumphiert.
 
Alt 24.06.2011, 23:23   #78
Danalto
AW: Hemmung beim Internetschach?

Mag sein, dass ich das etwas blauäugig sehe. Auf der anderen Seite kenne ich von mir selbst das Gefühl, dass das gute Spiel des Gegners oder der Zeitverlauf nicht mit rechten Dingen zugegangen sein kann - naja, und meistens sind das keine Glanzpartien von meiner Seite, wenn ich mir das hinterher genauer ansehe. Von daher glaube ich, dass der Vorwurf des Cheatens etwas allgemeiner sein dürfte als das Cheaten selbst. Aber ich gebe zu, von den technischen Möglichkeiten hab ich keine rechte Ahnung, kann schon sein, dass da zumindest öfter mal was "probiert" wird.
 
Alt 25.06.2011, 09:32   #79
dwz700
AW: Hemmung beim Internetschach?

Zitat:
Zitat von Rilanja Beitrag anzeigen
Im Gast-Modus kannste wenigstens auf schach.de noch "normal" spielen. Zumindest nach eigener Erfahrung, hatte nie ein solches Gefühl.
Wenn dann allerdings das "virtuelle Rating" dazukommt sieht das schon wieder anders aus. Das motiviert anscheinend solche Leute.
Ja, im Gastmodus kommen Heile-Welt-Gefühle auf. Zumindest solange man nicht darüber nachdenkt, wo ein Cheater zunächst mal sein Programm ausprobiert, bevor er sich namentlich einloggt.

Man muss sich das so vorstellen: Der Gästeraum ist quasi das Testgelände für alle, die erstmal sehen wollen, ob ein Programm genau das macht, was es machen soll - ob es sich tatsächlich direkt einbinden lässt, wie schnell es reagiert, wie gut es funktioniert, ob sich damit vom Gegner Zeit stehlen lässt usw.

Wo würde man solche Programme wohl ausprobieren, wenn man mit ihrer Handhabung noch nicht so vertraut ist? ...genau!

Was also die White Sands Missile Range für Robert Oppenheimer war, ist der Gästeraum für Cheater: Anonym testet man dort sozusagen die "Sprengkraft" von Programmen und seinen eigenen Umgang mit diesen.

...so siehts aus.
 
Alt 25.06.2011, 16:00   #80
Mondsucht
AW: Hemmung beim Internetschach?

Woran merkt Ihr denn eigentlich wenn jemand schummelt ? Ich habe öfter mal das Gefühl, dass jemand an der Uhr schummeln kann, oder einen gezielt zum Absturz bringt, indem er hundert Mal auf Zug zurücknehmen drückt oder so, aber wenn man den Thread so liest glaubt man ja fast, dass zig Leute unterwegs sind, die Computerzüge machen und den Eindruck hab ich eigentlich nie ?!
 
 

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