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Die persönliche DWZ-Schallmauer

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Alt 26.06.2012, 20:17   #41
Morgain Le Fey
AW: Die persönliche DWZ-Schallmauer

Zitat:
Zitat von Morgain Le Fey Beitrag anzeigen
Nehmen wir ein anderes Beispiel: Was genau tut Ihr, wenn der Gegner seinen Zug ausgeführt hat und er damit irgendetwas droht? Bin auf Eure Denkmethoden gespannt. Heute Abend werde ich Euch schreiben, was ich bisher getan habe und was ich in Zukunft zu tun gedenke.
Vielen Dank für Eure ausführlichen und interessanten Antworten. Auch die vorgeführten Beispiele haben mir gut gefallen.

Nun kurz meine Gedanken.

Der falsche Ansatz:
Der Gegner stellt eine Drohung auf und wir wechseln sofort in einen gedanklichen Defensiv-Modus und verteidigen uns gegen die Drohung. Das hat zur Folge, dass wir schnell nach der Pfeife des Gegners tanzen und der seine Pläne durchsetzen kann. Der sichere Weg zum Verlust.

Der bessere Ansatz:
Wir überlegen uns zuerst, ob die Drohung des Gegners gefährlich ist und ob wir sie nicht einfach ignorieren können, um unsere eigenen Pläne zu realisieren. Nur wenn die gegnerische Drohung gefährlich ist, suchen wir nach einer Verteidigung.

Der verbesserte bessere Ansatz:
1. Was droht eigentlich ganz genau? (konkrete Zugfolgen)
2. Was würde passieren, wenn der Gegner seine Drohung tatsächlich ausführen würde? Wie ist die Stellung danach einzuschätzen? Kann ich die mehrzügige Drohung vielleicht ganz zum Schluss mit einem einzigen Verteidigungszug abwehren?
3. Kann ich unter Berücksichtigung von 1. und 2. die Drohung einfach ignorieren?
4. Wenn ich die Drohung nicht ignorieren kann, kann ich dann irgendeine Gegendrohung aufstellen?
5. Nur wenn es keine Gegendrohung gibt, suche ich nach einer möglichst ökonomischen Verteidigung.

Besonders den 4. Punkt halte ich für sehr wichtig. Er zielt darauf ab, dem Gegner die Initiative zu entreißen und trotz gefährlicher Drohungen die eigenen Pläne durchzusetzen.

Wenn ich Zeit habe, suche ich noch ein paar Beispiel heraus.

Ach so: Bisher habe ich im Prinzip nach dem besseren Ansatz gehandelt. In Zukunft werde ich den Punkt mit den Gegendrohungen sehr viel ernster nehmen.
 
Alt 26.06.2012, 21:03   #42
McMiller
AW: Die persönliche DWZ-Schallmauer

Ja, wir haben in etwa diesselbe "theoretische Ausbildung", die meisten Bücher habe ich ganz durchgelesen (ohne daß mich das jetzt speziell besser gemacht hätte - es hatte eher was von "Augen öffnen"). Bei Zebrafan hatte ich mir schon so was gedacht Aber ich vermisse Watsons bahnbrechende Werke.

Einen Punkt noch zu den Kandidatenzügen: Ja, es gibt sowas und es ist gut. Nur die Art, wie Kotow das propagiert macht kein Mensch, niemand. Aus guten Grund:
Zusammengefasst sagt Kotow: a) Liste mit Kandidatenzügen aufstellen b) jeden einmal durchrechnen c) den besten ziehen

Mir ist schon oft folgendes Szenario passiert: ich habe eine eher vorteilhafte Stellung und habe eine Erwartung, daß ich einen guten Zug finde. Es gibt offensichtlich zwei Kandidatenzüge A+B - sonst nichts, beide bringens nicht so richtig. Nach 15 Minuten rumrätseln an den beiden taucht nach ein paar Halbzügen eine Möglichkeit, die mit A+B nicht ganz geht, aber fast gewinnt. Plötzlich fällt es mit wie Schuppen von den Augen: es gibt einen Kandidatenzug C, der diese Möglichkeit zum Gehen bringt und klar gewinnt. Eine halbe Stunde später trinke ich zufrieden mein Bier - Kotow hätte verloren.

(in Nunns Buch wird das anhand einer Studie behandelt - ich habe es schon live erlebt)
 
Alt 26.06.2012, 21:14   #43
Morgain Le Fey
AW: Die persönliche DWZ-Schallmauer

Zitat:
Zitat von McMiller Beitrag anzeigen
Aber ich vermisse Watsons bahnbrechende Werke.
Na ja, ich habe ja nur das aufgezählt, das sich einigermaßen ausführlich mit Zugauswahl und Kalkulation beschäftigt. Die Watson-Bücher habe ich selbstverständlich auch im Schrank.
 
Alt 26.06.2012, 21:40   #44
Morgain Le Fey
AW: Die persönliche DWZ-Schallmauer

Schaut Euch mal folgende Stellung an:



Schwarz hat gerade mit f7-f6 den weißen Springer angegriffen. Der natürliche Zug wäre so etwas wie 1. Sf3 - ein reiner Verteidigungszug gegen die schwarze Drohung. Ignorieren können wir diese Drohung natürlich nicht, weil uns das materiell entscheidend in Nachteil bringen würde.

Aber wie sieht es mit Gegendrohungen aus? In dieser Stellung gibt es insgesamt vier Möglichkeiten zu solchen Gegenangriffen. Wer findet sie alle?
 
Alt 26.06.2012, 21:53   #45
G.W. Pabst
AW: Die persönliche DWZ-Schallmauer

Zitat:
Zitat von Morgain Le Fey Beitrag anzeigen
Ich rede hier natürlich nicht vom starren Kotov-Konzept. Etwas flexibler sollte es dann schon sein. Aber ich denke, dass man sich schon am Anfang über die überhaupt in Frage kommenden Kandidatenzüge Gedanken machen sollte, bevor man zu viel Energie in die Berechnung eines Zuges investiert. Ich meine also ein modernes Kandidatenzug-Konzept!
Ich selber rechne in manchen Stellungen im "Flow". Das ist so eine Art meditativer Zustand, bei dem das Gehirn sich selbstständig macht, während man nur mit leerem Blick aufs Brett sieht (obwohl man natürlich nicht weiß, dass der Blick leer ist, weil man in einer Art Trance ist und nicht weiß, was man macht). In diesem Flow wechseln die Varianten munter hin und her und am Ende kommt dann die Lösung wie Kai aus der Kiste. Heureka.
Überflüssig zu erwähnen, dass man im Flow keine Kandidatenzüge aufstellt, da ein rationaler Eingriff den Flow beenden würde.
Natürlich gibt es zu 90 % Stellungen, in denen keine Kombinationen möglich sind. Vielleicht ist dort das Kandidatenzug-Konzept zumindest nicht unsinnig. In einer Benoni-Stellung z.B. könnte ich mehrere Kandidatenzüge aufstellen, etwa a6, Sbd7, Te8. Die Entscheidung, welcher Zug gespielt werden sollte, kann nicht im Flow entstehen, sondern kann nur rational entschieden werden. Etwa könnte man a6 verwerfen, um sich die Option auf Sa6 zu erhalten. Aber selbst in solchen Stellungen gehe ich nicht nach dem Kotov-Rezept vor. Das ist mir zu steril.
 
Alt 26.06.2012, 21:58   #46
G.W. Pabst
AW: Die persönliche DWZ-Schallmauer

Zitat:
Zitat von Morgain Le Fey Beitrag anzeigen
Schaut Euch mal folgende Stellung an:



Schwarz hat gerade mit f7-f6 den weißen Springer angegriffen. Der natürliche Zug wäre so etwas wie 1. Sf3 - ein reiner Verteidigungszug gegen die schwarze Drohung. Ignorieren können wir diese Drohung natürlich nicht, weil uns das materiell entscheidend in Nachteil bringen würde.

Aber wie sieht es mit Gegendrohungen aus? In dieser Stellung gibt es insgesamt vier Möglichkeiten zu solchen Gegenangriffen. Wer findet sie alle?
1.Sxc4 fällt gleich ins Auge. Nach 1.- bxc4 2.Ta5 hängt der Sd5 übel in der Luft.
 
Alt 26.06.2012, 22:14   #47
McMiller
AW: Die persönliche DWZ-Schallmauer

Ich hatte auch schon öfters "flow" verspürt - eine Serie von only moves mit kaum Zeitverbrauch. Ich würde das unter normalen Umständen (ohne Leistungsdruck) nie wieder hinkriegen, mit oder ohne Kotow.
Aber wie kommt darein? Ich kann das nicht planen - manchmal passierts einfach...
 
Alt 26.06.2012, 22:18   #48
J_muc
AW: Die persönliche DWZ-Schallmauer

1.d3 und 1.b3 können denke ich die gleiche Aufgabe erfüllen. 1. e4 Sb4 Ta5 sieht ziemlich bald nicht mehr schön aus, dem Turm fehlen die Felder.

Zur Diskussion über die ganzen auf der letzten Seite von Morgain genannten Bücher würde mich interessieren, ob ihr das Gefühlt hab, die hätten wirklich was gebracht/verändert und wenn ja, in welcher Hinsicht. Ich habe mir nach einigen Empfehlungen hier mal Nunns Schachgeheimnisse ausgeliehen (ist ja soweit ich weiß das angesprochene auf Deutsch) und war zwar nicht richtig enttäuscht, aber das Gefühl, etwas wirklich neues gelesen zu haben hatte ich auch nicht. Von den anderen habe ich auch keins gelesen... Also: Habe ich einfach zu oberflächlich gearbeitet, oder woran könnte das liegen?

Zur Grundfrage hoffe ich noch länger nichts aus eigener Erfahrung sagen zu können
 
Alt 26.06.2012, 22:28   #49
bogidorus
AW: Die persönliche DWZ-Schallmauer

Zitat:
Zitat von Morgain Le Fey Beitrag anzeigen
Aber wie sieht es mit Gegendrohungen aus? In dieser Stellung gibt es insgesamt vier Möglichkeiten zu solchen Gegenangriffen. Wer findet sie alle?
1.Sxc4, d3 und b3 wurden schon genannt, 1.Ta5 sollte auch gehen (1.-exf6 2.Txb5 Lc6 3.Lxd5). Hübsche Stellung
 
Alt 26.06.2012, 22:32   #50
G.W. Pabst
AW: Die persönliche DWZ-Schallmauer

Zitat:
Zitat von McMiller Beitrag anzeigen
Ich hatte auch schon öfters "flow" verspürt - eine Serie von only moves mit kaum Zeitverbrauch. Ich würde das unter normalen Umständen (ohne Leistungsdruck) nie wieder hinkriegen, mit oder ohne Kotow.
Aber wie kommt darein? Ich kann das nicht planen - manchmal passierts einfach...
Die Frage ist, ob man das als Flow bezeichnen kann. Ich würde meinen, nein, denn Flow benötigt Zeit. Was du schilderst, ist eher ein "Lauf". So wie gerade bei der deutschen Nationalmannschaft
 
Alt 26.06.2012, 22:40   #51
McMiller
AW: Die persönliche DWZ-Schallmauer

Oh, ich dachte "Flow" und "Lauf" wären synonym. Höchstleistung als normalste Sache der Welt, ohne Zeit und ohne Nachdenken.
In manchen Schachbüchern wird doch Czikszentmihail (sorry, hab den Namen aus der Erinnerung geschrieben) zitiert, der das Phänomen beschreibt.
 
Alt 26.06.2012, 22:46   #52
Gast8973
AW: Die persönliche DWZ-Schallmauer

Zitat:
Zitat von McMiller Beitrag anzeigen
Oh, ich dachte "Flow" und "Lauf" wären synonym. Höchstleistung als normalste Sache der Welt, ohne Zeit und ohne Nachdenken.
In manchen Schachbüchern wird doch Czikszentmihail (sorry, hab den Namen aus der Erinnerung geschrieben) zitiert, der das Phänomen beschreibt.
Stimmt auch so.
 
Alt 26.06.2012, 23:09   #53
G.W. Pabst
AW: Die persönliche DWZ-Schallmauer

Zitat:
Zitat von McMiller Beitrag anzeigen
Oh, ich dachte "Flow" und "Lauf" wären synonym. Höchstleistung als normalste Sache der Welt, ohne Zeit und ohne Nachdenken.
In manchen Schachbüchern wird doch Czikszentmihail (sorry, hab den Namen aus der Erinnerung geschrieben) zitiert, der das Phänomen beschreibt.
Der Name ist richtig, aber "ohne Zeit" ist falsch. Ohne Zeitverbrauch gibt es keinen Flow, weil der Flow ein Zustand ist, und ein Zustand definiert sich über die Zeitachse. Wenn ich C. richtig verstehe (nennen wir ihn C. aus Einfachheitsgründen), kann der Flow nur entstehen, wenn eine Balance besteht. Innerhalb einer Schachpartie bedeutet das, dass es weder in einer Gewinn- noch in einer Verluststellung einen Flow gibt. In einer Gewinnstellung brauche ich keine Meditation (die Züge spielen sich von selber), in einer Verluststellung noch weniger (da kann man besser aufgeben, obwohl man Briefe aufgeben soll und keine Schachpartien). Ein Flow entsteht in einer balancierten Stellung mit Aussicht auf Erfolg. Der Erfolg kann auch in einer Verteidigungsstellung auftreten, wenn man etwa eine Festung oder eine Pattidee findet. Das sind auch starke Erfolgserlebnisse.
Es passierte mir auch schon, dass ich an einem Wochenende drei Partien gewann. Aber das war kein Flow, sondern ich war einfach in guter Form - und die Gegner spielten die falschen Eröffnungen.
 
Alt 26.06.2012, 23:15   #54
McMiller
AW: Die persönliche DWZ-Schallmauer

Ich hatte mal dieses Endspiel LL-S von mir gezeigt. Das hatte ich gewonnen, in dem ich fast ohne Zeitverbrauch andauernd eine Reihe von only moves gefunden hatte. Wenn ich mir das heut anschaue, finde ich die einzelnen Züge nicht mehr in Stunden - ich weiß nicht, wie ich das damals hinbekommen habe. Für mich war das Flow!
 
Alt 26.06.2012, 23:41   #55
G.W. Pabst
AW: Die persönliche DWZ-Schallmauer

Zitat:
Zitat von McMiller Beitrag anzeigen
Ich hatte mal dieses Endspiel LL-S von mir gezeigt. Das hatte ich gewonnen, in dem ich fast ohne Zeitverbrauch andauernd eine Reihe von only moves gefunden hatte. Wenn ich mir das heut anschaue, finde ich die einzelnen Züge nicht mehr in Stunden - ich weiß nicht, wie ich das damals hinbekommen habe. Für mich war das Flow!
Das war vermutlich ein Flow! Wie gesagt, ich beziehe es im Schachbereich immer auf einzelne Partien. Der Flow ist ein Zustand, der im Schach maximal 30 Minuten anhält. Man kann einen Flow nicht von einer Partie zur nächsten transportieren, weil es dazwischen ja Auszeiten gibt.
Ich nehme aber zur Kenntnis, dass viele Spieler einen merkwürdigen Begriff vom Flow haben. Ich hatte auch unlängst ein Gespräch mit einem Vereinskameraden, der meinte, er hätte das Turnier über einen Flow gehabt. Ich wollte ihm erst sagen, dass er einen falschen Begriff vom Flow hat, ließ es dann aber sein. Vielleicht weil ich ihn mag und keine Konfrontation wollte, vielleicht war ich auch einfach zu müde. So wichtig ist es dann vermutlich auch nicht.
 
Alt 27.06.2012, 00:15   #56
Gast8973
AW: Die persönliche DWZ-Schallmauer

Zitat:
Zitat von G.W. Pabst Beitrag anzeigen
Das war vermutlich ein Flow! Wie gesagt, ich beziehe es im Schachbereich immer auf einzelne Partien. Der Flow ist ein Zustand, der im Schach maximal 30 Minuten anhält. Man kann einen Flow nicht von einer Partie zur nächsten transportieren, weil es dazwischen ja Auszeiten gibt.
Ich nehme aber zur Kenntnis, dass viele Spieler einen merkwürdigen Begriff vom Flow haben. Ich hatte auch unlängst ein Gespräch mit einem Vereinskameraden, der meinte, er hätte das Turnier über einen Flow gehabt. Ich wollte ihm erst sagen, dass er einen falschen Begriff vom Flow hat, ließ es dann aber sein. Vielleicht weil ich ihn mag und keine Konfrontation wollte, vielleicht war ich auch einfach zu müde. So wichtig ist es dann vermutlich auch nicht.
Der Flow ist vor allem ein Zustand, der ziemlich individuell sein kann. Die Beschränkung auf maximal 30 Minuten habe ich bisher nirgendwo gelesen, mag bei dir so sein, bei anderen wieder anders. Und natürlich kann man über ein gesamtes Turnier im Flow sein, ausreichend Erfahrungsberichte dazu gibt es.
 
Alt 27.06.2012, 00:22   #57
G.W. Pabst
AW: Die persönliche DWZ-Schallmauer

Zitat:
Zitat von Intucal Beitrag anzeigen
Und natürlich kann man über ein gesamtes Turnier im Flow sein, ausreichend Erfahrungsberichte dazu gibt es.
Das ist aber dann ein Flow, der mit dem von mir erwähnten nichts zu tun hat.
 
Alt 27.06.2012, 01:25   #58
Nadastar
AW: Die persönliche DWZ-Schallmauer

Zitat:
Zitat von G.W. Pabst Beitrag anzeigen
Das ist aber dann ein Flow, der mit dem von mir erwähnten nichts zu tun hat.
Warum muss man so einen Begriff ("Flow") überhaupt mystifizieren als sei es ein zauberartiger Zustand.

Ich sag dazu einfach (und auf Deutsch) einen guten Lauf haben. Also wenn man einfach ohne große Mühe die guten Züge findet. Da gehört dann eine gute Tagesform und etwas Glück dazu, dass man nämlich ausgerechnet da hinschaut, wo es gute Züge gibt.

Die Tage hab ich regelmäßig, wo ich deutlich über meiner normalen Leistung spiele. Leider zu selten und sie lassen sich nicht nach Wunsch abrufen.
 
Alt 27.06.2012, 01:37   #59
G.W. Pabst
AW: Die persönliche DWZ-Schallmauer

Zitat:
Zitat von Nadastar Beitrag anzeigen
Warum muss man so einen Begriff ("Flow") überhaupt mystifizieren als sei es ein zauberartiger Zustand.

Ich sag dazu einfach (und auf Deutsch) einen guten Lauf haben. Also wenn man einfach ohne große Mühe die guten Züge findet. Da gehört dann eine gute Tagesform und etwas Glück dazu, dass man nämlich ausgerechnet da hinschaut, wo es gute Züge gibt.

Die Tage hab ich regelmäßig, wo ich deutlich über meiner normalen Leistung spiele. Leider zu selten und sie lassen sich nicht nach Wunsch abrufen.
Das Problem ist, dass du gar nicht weißt, was ein "Flow" ist, Nadastar. Ich kann dir da nicht helfen, wenn du dich weigerst, es zu verstehen. Du musst umdenken.
 
Alt 27.06.2012, 01:47   #60
Nadastar
AW: Die persönliche DWZ-Schallmauer

Zitat:
Zitat von G.W. Pabst Beitrag anzeigen
Das Problem ist, dass du gar nicht weißt, was ein "Flow" ist, Nadastar. Ich kann dir da nicht helfen, wenn du dich weigerst, es zu verstehen. Du musst umdenken.
Du schreibst oben, dass ein "Flow" ein meditativer Zustand sei, unbewusst und ohne Rationalität. Also auch kein gezieltes Fixieren und Bewegen mit den Augen, sondern ein leerer Blick.

Ok, dann kenne ich das wirklich nicht, mir fliegen die genialen Züge leider nicht so einfach wie aus dem Nichts zu, ich muss schon bewusst dafür arbeiten.

Aber weigern tu ich mich nicht, an sowas zu glauben, denn z.B. hat Magnus Carlsen mal gesagt, dass starke Spieler gar nicht über Züge nachdenken müssten, die guten Züge fallen ihnen einfach zu. Ich glaubs ihm gerne, schließlich ist er das Genie.

Wenn ich in einen "Flow" gehe, freuen sich jedenfalls nur meine Gegner, soviel steht fest...
 
 

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