![]() | ![]() |
| | #161 | |
| AW: Die persönliche DWZ-Schallmauer Zitat:
In einer echten Partie weißt du es logischerweise nicht. Da kann man nicht grundlos mal für so einen langen Zeitraum abtauchen. Hin und wieder fühlt man zwar, dass da was möglich sein könnte, aber darum gehts hier ja nicht. Wenn dir die Zeit, die du für eine Aufgabe benötigst, egal ist, was hast du dann davon? Du lernst kein schnelles Rechnen, keine schnelle Motiverkennung. Der Kampf gegen die Uhr, den man oft genug in Partien hat (davon geh ich mal aus), wird einfach völlig außen vorgelassen. Von daher finde ich Aufgaben mit Zeitbeschränkung wesentlich praxisnäher. Zugegeben: Jeder der Taktiktraining in irgendeiner Weise macht, wird wohl dadurch an Spielstärke gewinnen. Aber mir geht nicht in den Kopf, weshalb es in irgendeiner Art und Weise falsch sein soll, da den Zeitfaktor mit ins Spiel zu bringen. Und du hast recht. (Fast) jede Stellung ist neu. Und ja, man muss immer konkret prüfen, ob die Taktiken auch wirklich funktionieren. Aber dennoch erkennt man als erfahrener Spieler ja typische Dinge wie "schwache Grundreihe", "geschwächte Königsstellung", "hängende Figuren", "Fesselungen", etc, etc und weiß, wonach man zu suchen hat. Da ist dann nur noch die Frage, wie genau man diese Dinge ausnutzt, bzw in welcher Zugreihenfolge. Und hier finde ich es wichtig, dass man nicht nur richtig denkt, sondern auch schnell und zielgerichtet. Habe ich auch nicht aus irgendeinem Buch. Ist einfach meine eigene Erfahrung und macht -zumindest für mich- auch Sinn. | ||
| | #162 | ||
| AW: Die persönliche DWZ-Schallmauer Gedächtnisposten: Zitat:
Zitat:
| |||
| | #163 | |
| AW: Die persönliche DWZ-Schallmauer Zitat:
Deshalb hier noch einmal meine Grund-These: Wenn wir immer auf die gleiche Art und Weise denken, werden wir auch immer vergleichbare Ergebnisse erzielen. Um wirklichen Fortschritt zu erreichen, müssen wir unser Denken ändern. Dieses Ziel kann man nur erreichen, wenn man a) sein eigenes Denken analysiert hat und seine Schwächen erkannt hat und b) so etwas wie einen idealen Denkprozess als Ziel hat. a) ist höchst individuell, während man über b) trefflich diskutieren kann. | ||
| | #164 |
| Ich sehe viele Kombis sofort, andere nach Nachdenken und einige auch gar nicht. Machmal erkenne ich auch die richtigen Motive und bringe sie nicht richtig zusammen, siehe Partie gegen Hort. Ich weiß auch nicht, wie ich da noch weiter kommen soll, zumal "Taktik" bei mir eher eine Stärke wie Schwäche ist. Hier würde ich sagen, ist das Ende der Fahnenstange für mich erreicht. Kann zwar nicht genau sagen, wie man ab hier weiterkommt. Hingekommen bin ich jedenfalls in dem ich mehrere zehntausend Kombis gelöst habe in meinem Leben. Jede Menge Aufgabensammlungen als Bücher, Kombiseiten in x Schachzeitungen usw. | |
| | #165 | |
| AW: Die persönliche DWZ-Schallmauer Zitat:
Schauen wir uns mal zwei Stellungen aus einer Deiner Partien an: Hier hast Du in der Vorausberechnung übersehen, dass nach 10... cxd4 11. exd4 Sxd2 12. Dxd2 das geplante 12... Sxd4 am Rückzug des Läufers 13. Le3 mit Fesselung des Springers scheitert. Hier hast Du den effektvollen taktischen Gegenangriff 26... Lb5 übersehen, der die Partie mehr oder weniger sofort beendet hätte. Was haben diese beiden Fehler gemeinsam? Zunächst einmal sind es beides übersehene Läufer-Züge. Aus irgendeinem Grunde haben es beide Züge nicht in Dein Bewusstsein und damit nicht auf die Kandidatenliste geschafft. Im ersten Fall könnte es etwas mit schlechter Visualisierung zu tun haben, aber im zweiten Fall scheidet das natürlich aus. Dort ist es ein eigentlich "unmöglicher" Zug, denn der Läufer ist ja auf b5 nicht gedeckt. Gibt es in anderen Partien auch solche völlig übersehenen Züge? Das Problem könnte also tatsächlich darin liegen, das Du nicht immer alle logischen Kandidatenzüge (Schach, Schlagzüge, Angriffe) betrachtest. Daran würde ich arbeiten, ohne es allerdings ala CEM gleich zu übertreiben. Natürlich ist das nur eine mögliche Analyse und Interpretation der Fehler, aber zumindest ist sie nicht ganz unlogisch. | ||
| | #166 |
| Also, beim ersten Fehler habe ich nicht richtig hingeguckt und gleich zugepackt auf d4 und d2, dann hatte ich es bemerkt - beim zweiten bin ich mir nicht sicher, ob ich ihn überhaupt in Erwägung gezogen habe oder als zu complicated eingestuft habe... Ich weiss es nimmer: bei 7 Runden in 3,5 Tagen an heissen Pfingsten können auch andere Sachen mitschwingen... Es ist echt schwer, daraus Lehren für die Zukunft zu ziehen es ist immer irgendwie anders! lach | |
| | #167 | |
| AW: Die persönliche DWZ-Schallmauer Zitat:
Ich würde solches Blitz-Lösen nicht empfehlen. Wem das jedoch Spaß macht, dem sei das unbenommen. | ||
| | #168 | |
| AW: Die persönliche DWZ-Schallmauer Zitat:
Ich bleibe aber dabei: Wenn man das Positive an dem Zeitaspekt nutzt, nämlich den Wettkampfeffekt, ist es auf jeden Fall eine gute Art zu trainieren. Wie ich schon gesagt habe: Das Ziehen des erstbesten Zuges, der mir in den Sinn kommt, ist nicht mein Vorgehen. Aber das Bemühen, nicht unnötig Zeit zu verschwenden, die man auch in einer praktischen Partie viel besser gebrauchen kann, finde ich praxisorientierter. Taktiktraining ohne Uhr bringt ja auch nichts, wenn mans falsch macht. Wenn da einer eine Taktikstellung öffnet, nach 5 Minuten drauf gucken, das Fenster minimiert, weil er keinen Plan hat, die Stellung in der Mittagspause dann wieder öffnet, nach einiger Zeit wieder keine Lust mehr hat, irgendwann die Stellung auf einem realen Brett aufbaut und sämtliche Züge ausprobiert und dadurch dann zufällig auf die Lösung stößt. Ist definitiv auch nicht Sinn der Sache. Falsch Herangehen an Probleme kann man immer, aber dadurch sollte man nicht das ganze System, auf dem die Problemstellung aufbaut, in Frage stellen. | ||
| | #169 |
| AW: Die persönliche DWZ-Schallmauer @ Morgain 26...Lb5 gewinnt? | |
| | #170 |
| AW: Die persönliche DWZ-Schallmauer | |
| | #171 | |
| AW: Die persönliche DWZ-Schallmauer Zitat:
| ||
| | #172 |
| AW: Die persönliche DWZ-Schallmauer Lb5 ist ein schöner Ablenkungszug. Hätte man sehen können - zumindest im 27. Zug, wo vermutlich noch keine Zeitnot da war. | |
| | #173 |
| AW: Die persönliche DWZ-Schallmauer In der Variante hat Schwarz immerhin eine Qualität mehr und kann sich zudem mit 29... Dh4 sofort dem weißen König zuwenden... | |
| | #174 |
| AW: Die persönliche DWZ-Schallmauer | |
| | #175 | |
| AW: Die persönliche DWZ-Schallmauer Zitat:
Es gibt ja verschiedene Ansichten. Fischer meinte, glaube ich, man sollte nicht länger als 15 Minuten (oder waren es 10?) über einen Zug nachdenken. Nunn meint 20 Minuten. Für mich sind diese Werte nur grobe Richtlinien. Ich denke so lange, wie ich glaube, dass es nötig ist - kurz gesagt, es ist individuell verschieden. Manche denken schneller, manche langsamer. | ||
| | #176 |
| AW: Die persönliche DWZ-Schallmauer Aber Schwarz kann leichter stressen. Keine Frage. | |
| | #177 |
| Zu Lb5!!: Kaum sehen Engines was de facto entscheidendes, was Menschen nicht gesehen haben, ist man in Erklärungsnot... FALSCH! Ich habe in der Partie zeitnah eine zufriedenstellede Fortsetzung gefunden, die wegen des schwachen weissen Königs sicher und erfolgsversprechend ist. Muss ich mir jetzt Gedanken machen, weil Blechkisten ohne Nerven halsbrechecheriche Varianten spielen, die ich nicht gesehen habe? Ich war mit meiner Fortsetzung zufrieden, ich hatte mir gedacht, dass Weiss das nicht aushält... | |
| | #178 | |
| AW: Die persönliche DWZ-Schallmauer Zitat:
Boot = im Schach Regeln, Grundsätze, "Gesetze".... Es gibt im Matrixfilm den netten Spruch: First you learn the rules, then you learn how to break them. Bei mir ist ein gutes Beispiel der Zug h6 in meiner letzten Partie, zu dem ich mich einfach nicht entschließen konnte, da war noch eine Planke des Boots auf meinem Rücken, die mich daran gehindert hat Im Zen spricht man vom Anfängergeist. the more you know, the less you see | ||
| | #179 | |
| AW: Die persönliche DWZ-Schallmauer Zitat:
Weil der Modus auf Chesstempo so heißt? Dort kann man nur Punkte dazugewinnen, wenn man die Aufgaben wirklich löst. Zumindest im Bereich 2000+. Das ist dann schon sehr realistisch für Turnierpartien. Konkretes, komplexes Rechnen in 3-5 Minuten. Mehr Zeit darf man für forcierte Taktiken nicht brauchen. Meine Beobachtungen bei Topturnieren sowohl im Schach als auch Shogi lassen eher auf noch engere Zeitfenster (1-2 Minuten pro Zug in konkreten Stellungen) schließen. Lustiges Schlüsselzug-Raten geht auf den vernünftigen Taktikseiten übrigens nur im Kindergartenbereich. Eine Aufgabe, für die auch ein guter Schachspieler mehrere Minuten braucht hat dort eben auch mehrere Minuten Lösezeit. Aufgaben ohne Uhr zu lösen ist (offensichtlich) prinzipiell weniger sinnvoll als mit Uhr. Selbst wenn man gemütlich die Stellung am Brett aufbaut, sich alle seine Gedanken zu notieren sucht etc. ist es eine sehr sinnvolle Zusatzinformation ob man dafür 5, 8, 17, 22 oder 45 Minuten braucht. Und schneller ist nunmal besser, ob das gefällt oder nicht. | ||
| | #180 | |
| AW: Die persönliche DWZ-Schallmauer Zitat:
| ||
| | |||||
| Themen-Optionen | Thema durchsuchen |
| ||||
| Thema | ||||
| "Passbilder" und persönliche Daten bei Chess.de "Passbilder" und persönliche Daten bei Chess.de: Leider kann man da als persönliche Daten... | ||||