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Sebs Schachtagebuch

Diskutiere Sebs Schachtagebuch im Schachtraining Bereich; Wie der Name schon sagt werd ich hier in Zukunft mein persönliches Schachtagebuch schreiben. Das soll sowohl Partieanalysen als auch meinen Fortschritt im Durcharbeiten von ...





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Alt 14.02.2012, 18:21   #1
seb
Sebs Schachtagebuch

Wie der Name schon sagt werd ich hier in Zukunft mein persönliches Schachtagebuch schreiben. Das soll sowohl Partieanalysen als auch meinen Fortschritt im Durcharbeiten von Büchern etc. beinhalten.


Zu mir:

Ich hab vor 2-3 Monaten im Alter von 25 Jahren mit dem Schach spielen angefangen und direkt eine richtige Leidenschaft entwickelt. Da mit Weihnachten auch direkt Urlaub inkl. Flug etc. vor der Tür stand hab ich mir dann auch direkt ein paar Bücher gekauft um sie im Urlaub zu bearbeiten. (Karl Colditz "Schachkombinationen", Patrick Wolff "The Idiot's Guide to Chess", Siegbert Tarasch "Das Schachspiel"). Die ersten Beiden habe mittlerweile ziemlich sorgfältig durchgearbeitet; der Tarasch ist mir jedoch etwas zu trocken. Im Moment lese ich "The Amateur's mind" von Jeremy Silman und hab danach noch seinen Endspielkurs im Regalstehen. Außerdem hab ich bei Ebay Bobby Fisher "My 60 memorable Games und Igor Chernev "The most instructive games of chess ever played" ergattert. Ich glaube aber, dass es erst Sinn macht diese zu bearbeiten wenn ich mit den anderen durch bin, da ich dann hoffentlich mehr verstehe. Wäre super wenn sich jemand dazu äußern könnte.

Auf meiner "Wunschliste" ist darüber hinaus noch "Mein System" von Nimzowitsch, da ich darüber bisher viel Gutes gehört hab. Allerdings auch keine Ahnung wann/ob in Verbindung mit meinen anderen Büchern, Sinn macht es zu lesen. Wäre hier für Tipps dankbar.


Auf Chesstempo hab ich im Moment eine Wertung von 1600, allerdings brauch ich schon nach wie vor recht lang für die Lösung der Probleme, aber ich hoffe das legt sich mit der Zeit. Allerdings hab ich Angst, dass meine Suche nach den Taktiken nicht wirklich systematisch verläuft

Vor zwei Wochen war ich dann auch das erste mal im Verein wo man mir zumindest die grundliegende Fähigkeiten attestierte. Der Jugendtrainer (1900) schätzte meine DWZ nach 2 Partien (2 Niederlagen) auf ~1500 und gab mir dementsprechend Gegner (2 Siege 1 Remis 1 Niederlage). Für einen Anfänger wohl ganz passabel.

Hier nochmal ein überblick über die mir aktuell zur Verfügung stehende Literatur

Literatur:

[x] Karl Colditz "Schachkombinationen"
[x] Patrick Wolff "The Idiot's Guide to Chess"
[ ] Siegbert Tarasch "Das Schachspiel"
[ ] Jeremy Silman "The Amateur's mind"
[ ] Jeremy Silman "Silman's Complete Endgame Course"
[ ] Bobby Fisher "My 60 memorable Games
[ ] Igor Chernev "The most instructive games of chess ever played"



Aktuelle Ziele:
[ ] Amateur's Mind durcharbeiten
[ ] im Verein anmelden
[ ] ein Ligaspiel machen
[ ] Chesstempo 1700er Taktik Wertung



Werd versuche das hier so aktuell wie möglich zu halten und am Freitag dann auch die erste Partie vom Vereinsabend posten.
 
Alt 14.02.2012, 19:41   #2
könig neben dem brett
AW: Mein persönliches Schachtagebuch

gute sache
ich hoffe du hälst das durch
 
Alt 15.02.2012, 08:24   #3
supermichi
AW: Mein persönliches Schachtagebuch

Schön, ich bin schon sehr gespannt und werde das mit Interesse verfolgen. Hast dir ganz schön was vorgenommen. Ich würde vielleicht etwas mehr Wert auf Partiensammlungen legen (also erstmal Chernev und vielleicht noch was anderes), bevor man mit Silman anfängt. Aber vielleicht ist die Reihenfolge auch egal.Viel Erfolg!
 
Alt 15.02.2012, 08:39   #4
seb
AW: Mein persönliches Schachtagebuch

Chernev hab ich die ersten 10 Partien durchgespielt (sicher nicht mit dem Nötigen Tiefgang, d.h. selber erstmal überlegen bzw. kommentieren bevor ich schaue wies weitergeht oder er kommentiert), wobei die "B-B4" schreibweise schon ziemlich nervig ist

Silman bin ich jetzt auf 200/300, danach kommen die Tests.

Ich dachte, dass es sorum mehr Sinn machen würde zunächst zu wissen wonach ich bei den Meisterpartien schauen muss, warum meinst du andersrum?



Hab davon ab ein kleines Teilziel erreicht mit 1650er Chesstempo Wertung (jaja, Klausurvorbereitung am Rechner )
 
Alt 15.02.2012, 08:53   #5
Viz
AW: Mein persönliches Schachtagebuch

Hallo

Zitat:
Zitat von seb Beitrag anzeigen
Ich dachte, dass es sorum mehr Sinn machen würde zunächst zu wissen wonach ich bei den Meisterpartien schauen muss, warum meinst du andersrum?
Man kann ohne weiteres beides parallel machen.
Eine hervorragend kommentierte Partiesammlung, aus der man - auch als Anfänger - sehr viel lernen kann, ist z.B. "Bronstein - Zürich 1953"
Eines - wie ich finde - der besten Schachbücher überhaupt.

Gruß
Viz
 
Alt 15.02.2012, 09:04   #6
seb
AW: Mein persönliches Schachtagebuch

Danke, werd ich mal mit einem Auge nach Ausschau halten obwohls ja nicht so dringend ist, da ich ja noch 2 Partiensammlungen hab

Vielleicht schaff ichs in den Semesterferien neben Silman noch jeweisl eine Partie/Tag aus dem Chernev durchzugehen, mal schauen.
 
Alt 15.02.2012, 16:41   #7
woodypepe
AW: Mein persönliches Schachtagebuch

Hallo seb

Wie du sicherlich weißt bilden Bücher eine, regelmäíges spielen von Partien das andere Glied des Trainings.

Ich würde an deiner als Anfänger daher vor allem viel spielen! Spielst du in einem Verein etc. in dem du regelmäßig VM's oder Mannschaftskämpfe bestreiten kannst?
Das wäre als Anfänger sehr hillfreich. --
 
Alt 15.02.2012, 17:55   #8
SpanischeEröffnung
AW: Mein persönliches Schachtagebuch

Zitat:
Zitat von woodypepe Beitrag anzeigen
Hallo seb

Wie du sicherlich weißt bilden Bücher eine, regelmäíges spielen von Partien das andere Glied des Trainings.

Ich würde an deiner als Anfänger daher vor allem viel spielen! Spielst du in einem Verein etc. in dem du regelmäßig VM's oder Mannschaftskämpfe bestreiten kannst?
Das wäre als Anfänger sehr hillfreich. --
Er hat eine ungefähre Spielstärke von DWZ 1500, also kann er sich ruhig intensiv mit Schachliteratur beschäftigen, vor allem wenn es ihm - und so kommt es bei mir an - Spaß macht.

Außerdem gehe ich bei dir angesichts deiner schachlichen Beiträge von einer niedrigeren Spielstärke aus und ich weiß nicht inwiefern du dazu "qualifiziert" (das hervorgehobene "vor allem" stört mich) bist ihm Ratschläge zu erteilen.
Spielpraxis (vor allem Turnierpartien) ist wichtig - das steht außer Frage - allerdings ist für die Spielstärke gezieltes, intensives Training förderlicher.
 
Alt 15.02.2012, 18:04   #9
Gast8973
AW: Mein persönliches Schachtagebuch

Zitat:
Zitat von SpanischeEröffnung Beitrag anzeigen
Spielpraxis (vor allem Turnierpartien) ist wichtig - das steht außer Frage - allerdings ist für die Spielstärke gezieltes, intensives Training förderlicher.
Und täglich grüßt das Murmeltier
Gezieltes, intensives Training ist für einen Anfänger m.E. nicht förderlicher als Spielpraxis zu sammeln. Es ist eher dann angesagt, wenn man allein durch Spielen nicht mehr weiterkommt.
 
Alt 15.02.2012, 18:15   #10
SpanischeEröffnung
AW: Mein persönliches Schachtagebuch

Zitat:
Zitat von Intucal Beitrag anzeigen
Und täglich grüßt das Murmeltier
Gezieltes, intensives Training ist für einen Anfänger m.E. nicht förderlicher als Spielpraxis zu sammeln. Es ist eher dann angesagt, wenn man allein durch Spielen nicht mehr weiterkommt.
1500 DWZ ist für mich schon ein fortgeschrittener Anfänger :P

Naja, was spricht dagegen kommentierte Großmeisterpartien, Eröffnungstheorie und Endspielstellungen zu studieren??
Wenn einem dabei der Spaß am Schach vergeht, sollte man sich natürlich nicht damit beschäftigen, aber für mich ist das in gewisser Weise Genuss.

Ich bin vor 1,5 Jahren in einen Schachverein eingetreten und habe vor ca. einem Jahr eine Erstauswertung von 1200 bekommen. Das Turnier hat mir sehr viel Spaß gemacht, sodass ich eigentlich jedes Mal in den Schulferien auf ein Schachturnier fahre und so in einem Jahr schon ungefähr 15 Auswertungen gesammelt habe.
Klar, das hat mich schachlich enorm weitergebracht, aber ich denke nicht, dass ich es in dieser kurzen Zeit so schnell über 1600 (nach den Mannschaftskämpfen wahrscheinlich >1700) gebracht hätte ohne Schachliteratur und knüppelharte Autodidaktik (von meinem Verein kann ich nichts erwarten, sind leider so schwach, dass mir dort niemand mehr was beibringen kann).
 
Alt 15.02.2012, 19:46   #11
seb
AW: Mein persönliches Schachtagebuch

Gespielt hab ich vorallem am Anfang recht viel (leider vorallem Blitz ), mittlerweile aber auch viel Fernschach(?) mit 24h Bedenkzeit auf chess.com (geht auch aufm Smartphone, also kann ich da auch im Bus n paar züge machen).

Verein hab ich ja oben geschrieben war ich vor 2 Wochen das erste mal und werd in Zukunft auch regelmäßig hingehen und mich auch anmelden.

Persönlich hab ich aber das Gefühl, dass mich eher die Beschäftigung mit den Büchern als das Spielen (ok, beim Blitzen wohl auch irgendwie klar) weitergebracht hat.
 
Alt 15.02.2012, 20:17   #12
*Freddy*
AW: Mein persönliches Schachtagebuch

Zitat:
Zitat von seb Beitrag anzeigen
Gespielt hab ich vorallem am Anfang recht viel (leider vorallem Blitz ), mittlerweile aber auch viel Fernschach(?) mit 24h Bedenkzeit auf chess.com (geht auch aufm Smartphone, also kann ich da auch im Bus n paar züge machen).

Verein hab ich ja oben geschrieben war ich vor 2 Wochen das erste mal und werd in Zukunft auch regelmäßig hingehen und mich auch anmelden.

Persönlich hab ich aber das Gefühl, dass mich eher die Beschäftigung mit den Büchern als das Spielen (ok, beim Blitzen wohl auch irgendwie klar) weitergebracht hat.

Das Studium von Büchern lehrt ungemein. Aber ich finde, erst das Zusammenspiel von Theorie (Buch) und Praxis (Spiel) macht daraus einen Schuh. Ich fand vorallem das Buch "Das systematische Schachtraining" sehr gut gemacht. Erst wird ein Thema besprochen, dann werden dazu Beispielpartien gezeigt. So verinnerlicht man sich das finde ich noch besser, da man eventuell die Stellung aus einer seiner eigenen Partien kennt.


Grüße
 
Alt 15.02.2012, 23:10   #13
mave117
AW: Mein persönliches Schachtagebuch

Zitat:
Zitat von seb Beitrag anzeigen
Persönlich hab ich aber das Gefühl, dass mich eher die Beschäftigung mit den Büchern als das Spielen (ok, beim Blitzen wohl auch irgendwie klar) weitergebracht hat.
Ich hab genau wie Spanische Eröffnung vor anderthalb Jahren angefangen. Neben dem Studium von Büchern haben mich vor allem meine Turnierpartien (derzeit knapp über 20) und die Analyse derselben mit stärkeren Spielern vorangebracht. Manchmal gehe ich meine alten Partien nochmal durch und denke dann "Was, wie konnte ich das denn übersehen?"

Auch sehr empfehlenswert für Anfänger: Novice Nook, eine Kolumne von Dan Heisman bei chesscafe.com. Richtet sich speziell an Anfänger und anfängertypische Probleme (Denkprozess, Taktik, Zeimanagement). Kostet nichtmal was.
 
Alt 16.02.2012, 00:54   #14
seb
AW: Mein persönliches Schachtagebuch

Zitat:
Zitat von Viz Beitrag anzeigen
Hallo



Man kann ohne weiteres beides parallel machen.
Eine hervorragend kommentierte Partiesammlung, aus der man - auch als Anfänger - sehr viel lernen kann, ist z.B. "Bronstein - Zürich 1953"
Eines - wie ich finde - der besten Schachbücher überhaupt.

Gruß
Viz

Hab heute mal die erste Partie (Szabi-Geller) angeschaut (hab die mit den kommentaren aus dem Buch in nem Blog gefunden als ich nach dem Buch gegoogled hab) und muss sagen, dass es mich nicht wirklich weiterbringt, da einfach für mein Niveau zuwenig kommentiert wird. Z.b. hilft es mir nicht wenn er davon spricht das die dark squares weak werden wenn ichs absolut nicht nachvollziehen kann Da finde ich Chernev deutlich zugänglicher. Also wird das erstmal nach hinten verschoben
 
Alt 16.02.2012, 01:09   #15
DerSiedler
AW: Mein persönliches Schachtagebuch

Wo ist denn das Problem?
Wenn die der schwarzfeldrige Läufer fehlt, und deine Bauern obendrein zum größten Teil auf weißen Feldern stehen, dann hast du nicht ausreichend Kontrolle über die schwarze Felder.
Und das sind eine ganze Menge, 32 an der Zahl. Wenn die nun ausschließlich vom Gegner kontrolliert werden, hast du ein Problem.
Du kannst ihn auf diesen Feldern nicht bekämpfen, und wenn dein Gegner obendrein auch seine weißen Felder im Griff hat, sieht's düster aus.

Ich würde dir nicht davon abraten, das Buch gänzlich zur Seite zu legen. Man lernt wirklich ausgesprochen viel von Bronstein, außerdem sind die Partien teilweise auch so schon lehrreich genug!
Und es macht obendrein Spaß das Buch zu lesen, weil Bronstein Anekdoten einstreut und den Partien eine gewisse Dramatik verleihen kann.

Wenn du wirklich bei ~1500 bist, solltest du schon verstehen, was Bronstein da von sich gibt.
 
Alt 16.02.2012, 01:20   #16
seb
AW: Mein persönliches Schachtagebuch

Ich hab ja nicht gesagt, dass ich das Buch schlecht finde oä. und werd es mir in Zukunft sicher auch anschauen, nur macht es m.E. nach Sinn wenn ich mir ne Partiensammlung anschaue, die zu nehmen die eher an Anfänger gerichtet ist (und das bin ich nach 2 Monaten nunmal noch; inwieweit die Einschätzung vom Jugendtrainer stimmt ist ja auch sone Sache^^). Darüber hinaus besitze ich das Buch wie gesagt ja aktuell nichtmal

Im konkreten Fall hängt die Tatsache, dass ich den Ausführungen "nicht folgen" kann mit Sicherheit damit zusammen, dass ich das Konzept von schwachen Feldern so halb, und schwachen Feldern einer Farbe bisher insgesammt nicht wirklich verstanden habe (hab dazu auch einfach noch nichts gelesen im Sinne einer Erklärung im Idiot's Guide dass schwach=kann nicht von einem Bauern angegriffen werden). Im konkreten Fall kommt dazu, dass beide schwarzen Läufer fehlen und Schwarz "nur" 2 Bauern weniger auf schwarzen Feldern hat, dafür aber als einziger Spieler einen im Zentrum.
 
Alt 16.02.2012, 16:09   #17
bogidorus
AW: Mein persönliches Schachtagebuch

Zitat:
Zitat von DerSiedler Beitrag anzeigen
Wenn du wirklich bei ~1500 bist, solltest du schon verstehen, was Bronstein da von sich gibt.
Bronstein kommentiert hier ein Turnier der damals (hinter Botvinnik) 16 besten Spieler der Welt. Das wäre schon seltsam, wenn ein 1500er, der erst ein paar Monate im Verein spielt, dem ohne Schwierigkeiten folgen kann. So viel schlechter als Carlsen, Anand und andere haben die Burschen vor 60 Jahren nicht gespielt. Das ist ein super Buch, aber definitiv kein Anfängerbuch.
Zitat:
Zitat von seb Beitrag anzeigen
Im konkreten Fall hängt die Tatsache, dass ich den Ausführungen "nicht folgen" kann mit Sicherheit damit zusammen, dass ich das Konzept von schwachen Feldern so halb, und schwachen Feldern einer Farbe bisher insgesammt nicht wirklich verstanden habe (hab dazu auch einfach noch nichts gelesen im Sinne einer Erklärung im Idiot's Guide dass schwach=kann nicht von einem Bauern angegriffen werden).
Dann hast du es verstanden, mehr als das blau Markierte ist das nicht. Wenn du als Schwarzer b7-b6 ziehst, ist a6 ein schwaches Feld. Und wenn du danach den d-Bauern ziehst, wird c6 auch schwach. Muß natürlich noch nichts heißen. Wenn du auf b7 einen Läufer hast, kontrollierst du die Felder trotzdem. Wenn der Läufer dann aber abgetauscht wird...
Zitat:
Zitat von seb Beitrag anzeigen
Hab heute mal die erste Partie (Szabi-Geller) angeschaut (hab die mit den kommentaren aus dem Buch in nem Blog gefunden als ich nach dem Buch gegoogled hab) und muss sagen, dass es mich nicht wirklich weiterbringt, da einfach für mein Niveau zuwenig kommentiert wird.
Kann ich nachvollziehen, die Kommentare sind sehr gut, aber das hilft dir natürlich nicht, bei 16 Zügen Eröffnung ist ein Fünfzeiler zum 8.Zug von Weiß für dich zu wenig.
Zitat:
Zitat von seb Beitrag anzeigen
Z.b. hilft es mir nicht wenn er davon spricht das die dark squares weak werden wenn ichs absolut nicht nachvollziehen kann
Das würde ich in diesem Fall aber nicht auf deine fehlende Spielstärke zurückführen.
Zitat:
Zitat von DerSiedler Beitrag anzeigen
Du kannst ihn auf diesen Feldern nicht bekämpfen, und wenn dein Gegner obendrein auch seine weißen Felder im Griff hat, sieht's düster aus.
Das ist aber genau nicht das, worauf Bronstein hinaus will. Bronstein will darauf hinaus, dass die Figuren (genauer gesagt Türme, Springer und Damen, im Endspiel auch der König) die schwachen schwarzen Felder nicht nur besetzen können, sondern durch deren Besetzung eben auch dahinter oder danebenliegende gegnerische Steine auf den weißen Feldern attackieren können.

Es wäre meines Erachtens pädagogisch geschickter von Bronstein gewesen, seine - rein schachlich treffenden und tiefsinnigen - Anmerkungen bei einer anderen Partie anzubringen (Kotov-Gligoric etwa, da ist es sonnenklar, da hat Schwarz auf dem schwachen schwarzen Feld f4 einen Springer stehen, der einen weißfeldrigen Läufer d3 und einen weißfeldrigen Bauern h3 angreift.). Im konkreten Fall bezieht er seine Äußerungen auf den möglichen Zug 25.Da7, der nach dem Fehler 25.-Td7? die Kombination 26.Dxb7 ermöglicht hätte. Doppelter Konjunktiv. Das (in der fehlerhaften Variante) entscheidende "schwache" (ungeschützte) schwarze Feld ist also a7. a7 ist keine Felderschwäche im engeren Sinn, da auf b8 kein Bauer stehen kann. Also hat Bronstein vollkommen recht, aber es ist sehr subtil. Stünden die schwarzen Bauern aber auf a7 und b6 (statt a6 und b5), könnte die Dame nicht nach a7.
 
Alt 16.02.2012, 17:07   #18
seb
AW: Mein persönliches Schachtagebuch

Zitat:
Zitat von bogidorus Beitrag anzeigen
Bronstein kommentiert hier ein Turnier der damals (hinter Botvinnik) 16 besten Spieler der Welt. Das wäre schon seltsam, wenn ein 1500er, der erst ein paar Monate im Verein spielt, dem ohne Schwierigkeiten folgen kann. So viel schlechter als Carlsen, Anand und andere haben die Burschen vor 60 Jahren nicht gespielt. Das ist ein super Buch, aber definitiv kein Anfängerbuch.
Ein paar Monate im Verein, schön wärs 2,5 Monate Schach (paar mal Matt gegen Schäferzug oä. als Knirps kannma dabei wohl unter den Tisch fallen lassen^^). Und wie gesagt, die 1500 auch mit vielen Fragezeichen. Wenn ich sehe was andere Leute die das Rating habe teilweise für einen Wissensvorsprung haben, insb. was Endspiele angeht glaube ich ist das ganze doch paar Hundertpunkte niedriger anzusiedeln.

Zitat:
Zitat von bogidorus Beitrag anzeigen
Dann hast du es verstanden, mehr als das blau Markierte ist das nicht. Wenn du als Schwarzer b7-b6 ziehst, ist a6 ein schwaches Feld. Und wenn du danach den d-Bauern ziehst, wird c6 auch schwach. Muß natürlich noch nichts heißen. Wenn du auf b7 einen Läufer hast, kontrollierst du die Felder trotzdem. Wenn der Läufer dann aber abgetauscht wird...
Die Generalisierung über "alle" Felder einer Farbe hat mich nur immer bißchen verwirrt (insb. dann wenn läufer abgetauscht wurden s.d. keiner mehr einen hat) aber, das macht jetzt auch mehr und mehr Sinn

Zitat:
Zitat von bogidorus Beitrag anzeigen
Das würde ich in diesem Fall aber nicht auf deine fehlende Spielstärke zurückführen.
sondern?
 
Alt 16.02.2012, 17:10   #19
bogidorus
AW: Mein persönliches Schachtagebuch

Zitat:
Zitat von seb Beitrag anzeigen
sondern?
Auf den Meister Bronstein:
Zitat:
Zitat von bogidorus Beitrag anzeigen
Es wäre meines Erachtens pädagogisch geschickter von Bronstein gewesen, seine - rein schachlich treffenden und tiefsinnigen - Anmerkungen bei einer anderen Partie anzubringen (Kotov-Gligoric etwa, da ist es sonnenklar, da hat Schwarz auf dem schwachen schwarzen Feld f4 einen Springer stehen, der einen weißfeldrigen Läufer d3 und einen weißfeldrigen Bauern h3 angreift.).
 
Alt 18.02.2012, 00:51   #20
seb
AW: Mein persönliches Schachtagebuch

Soo, heute 1,5 lange Partien gespielt im Verein

Die eine hab ich leider mit einen Zettel liegen lassen und bekommse nichtmehr ganz hin, muss nachgereicht werden

Die zweite konnten wir leider nichtmehr zuende spielen

[Event "Blitz 0m"]

[White "seb"]
[Black "2100"]
[Result "*"]
[PlyCount "29"]

1. d4 Nf6 2. c4 c5 3. d5 d6 4. Nc3 g6 5. e4 Bg7 6. Nf3 Nbd7 7. Be2 b5 8. Nxb5 {ist wohl deutlich schlechter als cxb} Nxe4 9. Qc2 Nef6 10. O-O O-O 11. Nc3 Rb8 12. Be3 Ng4 13. Bf4 Nde5 14. Nxe5 Nxe5
15. Rab1 *




Dann wars zu spät und wir musstens vertagen, aber ich denke ich bin auch ohne Theoriekenntnisse brauchbar aus der Eröffnung gekommen
 
 

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