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| | #1 |
| Hallo Schachfreunde, seit Monaten!! versuche ich nun ziemlich erfolglos Meine Spielstärke zu verbessern. Ich denke es liegt einfach nur daran das ich eigendlich gar nicht weiß wie ich richtig trainieren soll ( hört sich blöd an, ist aber leider so ). Ich habe mir massenhaft DVD´s und Bücher gekauft, aber wie geh ich richtig damit um? Ich "trainiere" nur am Rechner, liegt evtl. dort schon mein erstes Problem? Es würde wahrscheinlich zu lange dauern hier noch weiter auszuholen, ich hoffe ihr versteht mein Problem und könnt mir den ein oder anderen Tip geben, wie ein vernünftiges Selbststudium aussehen sollte oder könnte. Gruß Sven | |
| | #2 |
| Selbststudium Selbststudium.... die Grundlage sollte spielen sein! Auf Servern wie Schach.de (kostenlos als Gast!) und/oder Chessgate.de (immer kostenlos) findet man zu jeder Tageszeit einen Gegner! Bei Büchern rate ich, alle gezeigten Partien am Brett nachzuspielen, und pro Zug mindestens (!!) immer 1 Minute nachdenken um die Pläne zu verstehen! Ich habe mir Schach auch selbst gelernt, daher freue ich mich immer über solche Leute!! VIEL ERFOLG!! Danny | |
| | #3 |
| Gar nicht so einfach.... Hmmm...das Problem ist, daß ich nicht genau weiß, ob Du Anfänger bist oder schon seit vielen Jahren Schach spielst! Wenn Du Anfänger bist kann ich Dir 'nen Tipp geben (so hab' ich's gemacht): Nimm ein gutes Anfängerbuch ("Das Schachspiel" von Tarrasch zum Beispiel) und lies es durch! Fang' von vorne an, mach' alle leichten und schweren Beispiele und Übungen, versuche ALLES zu verstehen und wiederhole schwierigere Sachen immer und immer wieder. Ich hab' damit ein gutes halbes Jahr zugebracht (und hab' das Buch immer noch nicht komplett durch) und hab' dann meine ersten gewerteten Partien gespielt. Das war vor einem knappen Jahr, und diese Saison wird jetzt meine erste komplette Saison mit hoffentlich vielen interessanten Mannschaftskämpfen. Ich bin nun fast durch mit dem Tarrasch-Buch und fange dann mit "Das Mittelspiel" von Euwe/Kramer an. Ansonsten mache ich manchmal Taktik-Aufgaben auf Chess Tactics Server und spiele auch online gegen menschliche Gegner. Meine gewerteten Partien (hab' bisher erst 10 Stück) hab' ich alle zuhause mit Computerhilfe analysiert und mir auch etwas Theorie zu den gespielten Eröffnungen angeschaut. --> Resultat: Ich kenne wenig spezielle Eröffnungen und habe ein Grundverständnis von allgemeiner Eröffnungslehre. Im Mittelspiel kenne ich die klassischen taktischen Kombinationen und Motive und kann meistens Drohungen rechtzeitig erkennen. Im Endspiel bin ich am stärksten und kenne dort viele Motive sowie den Zugzwang bei reinen Bauernendspielen. Wenn Du kein Anfänger bist, dann schreib' mal was genaueres über Deine Spielstärke (DWZ) und welchen Aspekt Deines Spiels Du vor allem verbessern möchtest! Cheers, LowScore | |
| | #4 |
| Selbststudium Hi zunächst einmal das Wichtigste: Mache nicht alles auf einmal! Also versuche nicht, z.B., Eröffnungen und Endspiele gleichzeitig zu erlernen. Ich empfehle Dir mit den Endspielen anzufangen (ich habe diesen Tipp selbst leider etwas zu spät bekommen und so ein Jahr praktisch "verschenkt"...) Arbeite diese sehr gewissenhaft durch. Erst wenn Du die Grundzüge verinnerlicht hast konzentriere Dich auf nächste "Projekt". Lies auch nicht alle möglichen Bücher gleichzeitig! Schachbücher sind keine Schmöker sondern Studienunterlagen (abgesehen vlt von der Schachnovelle *gg*). Und schließlich spiele mehr gegen menschliche Gegner, wenn Du kannst. Fritz und Co sind nicht immer das Nonplusultra! Gruß Anopheles | |
| | #5 |
| Selbststudium Ok, vielen Dank für Eure Tipps, denke das ich davon einige sofort umsetzen kann. Hier noch eine "Richtigstellung": Ich spiele schon gegen menschliche Gegener, bin täglich auf schach.de anzutreffen ( wer Lust hat kann mich gern dort mal einladen, Nick bleibt gleich ). Mit der Aussage das ich nur am Rechner trainiere wollte ich eigentlich herausfinden ob es am richtigen Brett mehr Sinn macht. Ansonsten vielen Dank für die Tipps und wenn ihr noch mehr habt, nur her damit. Gruß Sven | |
| | #6 |
| Selbststudium Hallo Sven, wenn es nicht gerade eine große Datenbank ist, welche man durchgehen möchte, macht ein Brett schon mehr Sinn. Es scheint besser zu sein (und prägt sich besser ein) wenn der Körper die Bewegungen des Figurenziehens mitmacht, als wenn man nur mit der Maus klickt. Außerdem zwingt es einen mehr das "Warum?" eines Zuges zu suchen, als am Rechner fix die Engine zuzuschalten. Also wenn möglich lieber am Brett, als zu schnelles durchklicken mit der Maus. | |
| | #7 |
| Selbststudium Hallo Sven, hier ist ein Link in 2 Teilen zu einem, der nur Taktik empfiehlt. Warum, das begründet er sehr schlüssig. Und - er hat damit immerhin das New Yorck Amateur-Open und 10 000 Dollar Preisgeld gewonnen - wer kann da noch widersprechen.... Viele Grüße August http://www.chesscafe.com/text/skittles148.pdf http://www.chesscafe.com/text/skittles150.pdf | |
| | #8 |
| mit dem Endspiel anfangen? Warum sollte man denn mit dem Endspiel anfangen? Sollte man nicht zusehen, dass man sich in den Eröffnungen und in den grundlegenden Kombinationsmöglichkeiten im Mittelspiel auskennt? Denn sonst kommt es vielleicht gar nicht zum Endspiel | |
| | #9 |
| @august: kann nur sagen, dass deine links grossartig sind!!! was mr. de la maza da von sich gibt ist höchst motivierend und erfolgsversprechend und bestätigt meinen "verdacht", dass das schachspiel auch abseits trockener büffelei und frustrierender spiele bis zu einem (sehr) guten level erlernbar ist. seine ideen decken sich nicht nur mit sportlichen trainingsmethoden sondern auch mit künstlerischen (sein "step one" entspricht den täglichen "fingerübungen" die für alle, die ernsthaft ein instrument erlernen wollen, unumgänglich sind) und gehen ohne umwege direkt auf das ziel los - nämlich besser zu spielen und nicht mehr zu wissen!!!! Improving rapidly was important for my enjoyment of the game. As IM Ignacio Marin notes, "...if you don't improve fast enough the experience will be so painful that you probably will not want to play chess at all after a while." genau so ist es (übrigens auf allen gebieten) und ich werde mich daran machen, es jetzt auch so zu trainieren. wie hat Lasker anno 1925 schon gesagt: "Der zukünftige Mensch wird sparsam sein mit seiner Arbeit, seiner Zeit und dem, was er seinem Geiste als kernhafte Substanz einverleiben will. " (Vorwort zum Lehrbuch) meine diesbezügliche frage ist: wo bekomme ich die 1000 taktischen stellungen her, ohne sie lang zusammensuchen zu müssen, sprich: gibts bücher , in denen nur probleme und ihre lösungen stehen (ich meine mehr als 200-300)? vielen dank noch mal für den post!!! | |
| | #10 |
| Selbststudium Hi Sven1974, Natürlich ist es schwer seine Spielstärke bemerkbar zu steigern, und das kann manchmal ruhig bis zu einem halben Jahr dauern. Ich würde dir raten mindestens, sagen wir mal 5-10 Stunden Taktikaufgaben pro Woche zu machen. Sei es auf dem Klo ein paar, oder im Training. | |
| | #11 |
| Selbststudium Ich denke, in den nächsten Monaten werde ich genauso trainieren! Das einzige Problem, das sich mr stellt ist: Wo bekomme ich die Taktikaufgaben her? | |
| | #12 |
| Selbststudium Wenn Du Dir aus Spargründen keine Taktikbücher kaufen möchtest, wäre der Gang in Bibliotheken empfehlenswert, weil die eine Schachecke und damit Taktikbücher haben. Außerdem gibt es Taktikaufgaben auch übers Internet zu holen. Ich empfehle auf Google die Kombination "Schach" und "Kombinationen". | |
| | #13 |
| Selbststudium Sollte eben alles an einem Stück sein und für längere Zeit verfügbar --> Bibi= nur 4 Wochen, Training dauert länger... Und eben irgendwie aufgebaut. Außerdem trainiere ich lieber im Buch/auf dem Brett als auf dem PC --> ich kann nicht 2D denken xD Edit: Ich habe gerade ein Buch bei Schachversand.de gefunden, das zwar 1001 Aufgaben enthält, aber 27,95 kostet... ]Schachbuch Wei0 jemand eine billigere Variante? | |
| | #14 |
| Selbststudium Sicherlich ist es wichtig alle grundlegenden taktischen Motive gut zu kennen. Aber ich persönlich halte darüber hinaus nicht viel von Taktiktraining. Wenn man die grundlegenden taktischen Werkzeuge und Stellungen kennt, dann braucht man die doch nicht noch so exzessiv weiterzuüben. Es reicht, wenn man sich in der Partie dann einfach ausreichend Zeit lässt, um sie taktisch richtig beurteilen zu können. Deshalb finde ich, dass man nach einem gewissen Lernen der Taktik sich erstmal den Eröffnungsprinzipien zuwenden sollte und sich einen groben Überblick über die gängigen Eröffnungen verschaffen sollte. Denn wie lolo schon sagte, was nützt es einem, Endspiele zu beherrschen, wenn man gar nicht erst dort hinkommt. | |
| | #15 | |
| Selbststudium Zitat:
Du kannst mir glauben, gerade die Meister lösen immer zwischendurch Taktikaufgaben, und das beileibe nicht, um neue Motive kennenzulernen. Das kann also nicht der Grund sein. | ||
| | #16 |
| Selbststudium Bei den Eröffnungen reicht es meiner Meinung nach auf den unteren Spielebenen, die Hauptvarianten sowie die Pläne(!) der Eröffnungen zu kennen... Es spielt eh kaum einer der Gegner Theorie und will man lieber 100 verscheidene Nebenvarianten bis zum 15. Zug auswendig lernen? Ich habe es mal gemacht ud es kurz darauf aufgegeben... Dioe Pläne reichen durchaus aus, Endspiele und Taktik sind sher viel wichtiger, den andersherum: Was nützt es dir, wenn man Eröffnungen kennt, in Vorteil kommt, und dann im Mittelspiel die Dame einpatzt, weil man taktisch nicht fit ist... Oder das Mittelspiel heil übersteht, dann im Endspiel untergeht, ioder einen vorherigen Vorteil nicht umzusetzen vermag? Man mus sich nur z.B. die Fernschachpartien von mir angucken... Ich weiche einmal (durchaus bewusst, die Theorie ist mir mehr oder weniger gut bekannt) von der Theorie ab und prompt patzen meine Gegner, manchmal auch ein paar Züge später erst, aber immerhin patzen sie, weil sie die Stellungen nicht mehr kennen! Sicher, sollte man die Eröffnungen soweit kennen, um dann in eine dieser Nebenvarianten(wenn man sie so nennen will, ich habe sie mir selbs ausgedacht) nicht direkt auf Verlust steht, sondern dass sie zumindest spielbar ist... Sicher ist dies nicht die beste Variantem, doch das ist meines Erachtens nicht wichtig... Eion Beispiel war meine Eröffnung 1.e4 e5 2. Dh5? mit der ich nach 10 Zügen positionell super stand und mein Gegner im 18. aufgab... Oder auch in der Bauernraubvariante ein Quallenopfer auf Gefühl, dass nach 7 Zügen (es war nicht forciert!) zum Matt führte... Es war nicht korrekt, aber mein Gegner fand die Wderlegung nicht. Von daher sollte man auf JEDEN Fall die Taktik trainieren! Gruß Fabian ![]() Edit: Kiffing gibt meine Meinung wieder, ich war aber zu langsam^^ | |
| | #17 |
| Selbststudium Ich beschäftige mich auch recht viel mit Taktik, das bringt Rechenfähigkeiten und Gefühl für eigene und gegnerische Schwächen / Stärken. Wenn man wirklich viele Aufgaben haben will, sollte man mal nach "Chess Middlegames" und "Chess Endgames" von Lazlo Polgar (der Vater der berühmten Schwestern) suchen, da hast du jeweils ca. 5000 Aufgaben, kannst du schon für je ca. 10 € + Versandkosten bekommen. Ansonsten wäre noch der Pongo Taktik interessant. Am PC bevorzuge ich Übungs-CDs von Convekta, ich habe "Schachtaktik für Anfänger" und "Encyklopedie der Schachkombinationen", beide sind gut. Es gibt noch "CT Art", soll auch gut sein. | |
| | #18 |
| Selbststudium @Mr.ÄviWendt ich habe mir grad Chess Tactics - Schachtaktik von Igor Shmirin bestellt. 1300 taktikübungen um 15,90. | |
| | #19 |
| Selbststudium Ein klasse Buch ist A. Nimzowitschs "Mein System" (+"Die Praxis meines Systems) | |
| | #20 | |
| Selbststudium Zitat:
Ja es gibt einen Grund dafür: Beim Endspiel sind nur wenige Figuren auf dem Brett und die Zugmöglichkeiten sind viel mehr eingeschränkt. Als Anfänger überblickt man dadurch schneller die ganze Stellung und kann auch längeren Zufolgen und Gewinnplänen gut folgen. Es ist so ähnlich wie im Matheunterricht: man fängt nicht gleich mit den komplexen Zahlen an, sondern nimmt erstmal nur die natürlichen Zahlen und baut dann nach und nach den Bewegungsraum aus. Cheers, Lowscore | ||
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