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| | #1 |
| mein Trainingsplan Hallo Leute, in den letzten Jahren in denen ich Schachspiele hab ich immer wieder versucht von starken Spielern/Trainern einen zielgerichteten Trainingsplan erstellt zu bekommen - leider mit durchwachsenen Ergebnissen. Deswegen hab ich mich die letzten 2 Jahre selbständig mit Trainingskonzeptionen befasst und hab anfangs folgenden Plan verfolgt: - Taktik (Rechengeschwindigkeit und - tiefe) 40% meiner Trainingszeit - Eröffnungen nach Prinzipien (Entwicklung, Rochade, Türme verbinden) spielen - dazu sehr enges positionelles Repertoire 20-10 % Trainingszeit - Endspiele - Standardendspiele: hier hab ich DVDs durchgearbeitet und mit PC vertieft und mit Büchern gearbeitet - Schachstrategie/Psychologie 10-20% Trainigszeit - Praxis, Praxis, Praxis: soviel wie möglich - Partieanalyse: hängt von Praxis ab, hier hab ich einen sehr starken Spieler zur Unterstützung Was haltet ihr davon? Gibt es von Euch irgendwelche Anregungen? Nun hab ich ein paar neue Ideen für mein weiteres Training und wollte nach euren Erfahrungen Fragen: 3 wesentliche Schwächen sehe ich momentan in meinem Spiel: - in kritischen Stellungen treffe ich des öfteren falsche Entscheidungen - mangelndes Eröffnungswissen - Endspiele müssen vertieft werden in welcher Reihenfolge sollte ich das angehen und wie kann ich diese Probleme (vor allem ersteres) beheben? Bitte um Meinungen dazu. Meine Idee ist momentan ein weißes Repertoire zu erarbeiten (mit Schwarz hab ich das größtenteils). Ich sehe mir Eröffnungen immer gemeinsam mit dem Mittelspiel und dem daraus resultierenen Endspiel an. Hinzu kommt, dass ich momentan die Möglichkeit habe, diesbezüglich einen sehr starken Spieler zu befragen, bzw. unterstützt er mich mit Ausarbeitungen etc. Dadurch erhoffe ich mir, den Partieverlauf in "meinen" Eröffnungen besser verfolgen und erspühren zu können, und die kritischen Entscheidungen im Geiste der Partie treffen zu können. Habt ihr sonst Ideen, wie man kritischen Momentan begegnen kann? Was haltet ihr insgesamt von meinem Plan, bzw. dem Vorhaben endlich für Weiß ein Repertoire zu erarbeiten? Durch meine Beschäftigung mit Mittelspiel und Endspiele die für die Eröffnung typisch sind, trainiere ich ja irgendwie alle Bereiche. Das Problem ist einfach, wenn man ein fixes Repertoire erarbeiten will, braucht das viel Zeit - d.h. ich möchte jetzt ein paar Monate die Eröffnungsarbeit fokussieren und dabei andere Bereiche wie Strategie, Psychologie, Endspiele hinten anstellen. Taktik wird natürlich weitertrainiert. Bitte um Vorschläge und Meinungen. lg ---Freak--- | |
| | #2 |
| AW: mein Trainingsplan Ich hatte das gleiche Problem wie du und hab das auch mit einem eigenen Trainigsplan gelöst... M.E. wäre es sinnvoll, der Taktik eher 70% der Trainingszeit zukommen zu lassen, wenn du dich da verbesserst wirst du in allen anderen Gebieten auch stärker! Ich habs z.B. aufgegeben, viel Zeit in Eröffnungen zu investieren, ich lese Eröffnungsbücher meist nur ab und zu in der U Bahnoder neben dem Fernsehen oder so, das bringt glaub ich unter 1900 Elo recht wenig, sich intensiv damit zu beschäftigen. Für bnesonders empfehlenswert, ist aber leider schwer zu bekommen, halte ich das Buch "Schachtaktik für Fortgeschrittene" von Juri Awerbach (Sportverlag Berlin 1976), da es sich einerseits nicht wie bei den meisten Taktikbüchern um eine riesen Anhäufung von Kombis handelt sondern um ein systematisches Lehrbuch, das didaktisch ausgezeichnet ausgearbeitet ist. Außerdem kann man damit gleich 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen, da nicht zu übersehen ist daß Awerbach ein Endspielspezialist ist und daher auch viel Endspieltaktik vorkommt. Mein Trainingsplan besteht seit über einem halben Jahr vornehmlich aus diesem Buch. Zusätzlich hab ich jetzt begonnen, mich intensiv mit meinen eigenen Partien zu beschäftigen, aber ohne Computer, da lernt man mehr über seine eigenen Denkprozesse. Zur Abrundung spiele ich gern Partien vom WM Kampf 60, Tal gegen Botwinnik, kommentiert von Tal nach. Tal hatte eine einzigartige Gabe Partien für jeden verständlich zu kommentieren, somit sind sie äußerst instruktiv. Ich hoffe, dir vielleicht die ein oder andere Anregung gegeben zu haben. Am Wichtigsten ist es, denke ich, sich immer nur auf wenige Trainingspunkte zu konzentrieren damit man in die Materie tiefer eindringen kann... Seit ich nicht mehr mit 5 Büchern und Themengebieten gleichzeitig arbeite merke ich (nicht nur ich, auch meine Gegner merken sie mfg, Casco | |
| | #3 |
| AW: mein Trainingsplan Ich bin zwar kein Freund davon alles immer von der DWZ abhängig zu machen, nichtsdesto trotz wäre es hilfreich zu wissen welche DWZ du hast. Das hat den einfachen Grund, dass jemand mit 1400 DWZ nicht so weit in die Eröffnungstheorie vordringen muss/sollte wie du es vorhast, eben aus dem einfachen Grund, dass die meisten Spiele im Mittel und Endspiel entschieden werden. Jemand mit 1800 DWZ oder mehr sollte schon erheblich mehr Eröffnungsreportoir kennen und sich wie du es willst mit den daraus entstehenden Mittel- und Endspielstrukturen beschäftigen (häufig bilden sich ja die selben Bauernketten oder man kann mit hoher Wahrscheinlichkeit sagen, ob Türme lange auf dem Feld bleiben oder nicht, usw.) | |
| | #4 |
| AW: mein Trainingsplan hey, meine nat. elo ist 1851 oder sowas - bin ein bisschen im plus glaub ich - also bin ich so zwischen 1850-1900 anzusiedeln. lg | |
| | #5 |
| AW: mein Trainingsplan also soziemlich ganz genau meine Kragenweite^^ nunja ich selber beschränke mich momentan mit 60% auf Taktik und 40% auf Endspiele. Praxis kann ich hier nicht in Prozent angeben, da ich das nicht als Training sondern als Überprüfung meines Trainings sehe. Was Eröffnungen angeht bin ich aber recht sicher zumindestens in den Hauptvarianten. Ich würde dir empfehlen mal deine Turnierpartien zu analysieren und dort zu schaun wos hapert. Danach dann dein Training auslegen ;-) | |
| | #6 |
| AW: mein Trainingsplan Bezüglich des Eröffnungstrainings habe ich angefangen auf www.gamesknot.com zu spielen. Hierbei handelt es sich um eine Art Fernschachserver, bei dem die Bedenkzeit pro Zug wzischen 2 und 7 Tagen liegt. Ich spiele die Eröffnungen, die ich mir aneignen möchte. Dabei darf ganz legal Schachliteratur (somit auch elektronische Eröffnungsbücher) verrwandt werden. Weiterhin gleiche ich die Eröffnungszüge mit der chessbase-online-Datenbank ab und lasse mir den Eröffnungreport anzeigen. Als Krönung obendrauf dann noch die engine-Analyse, die mich allerdings gleich als (c)heater outet. Ich habe festgestellt, dass mich diese Vorgehensweise weit nach vorne bringt und tief in die Eröffnungen blicken lässt. Das einzige Problem war, dass ich 3 Monate gebraucht habe, um mein rating von 1200 auf über 1800 zu bringen, um auch tatsächlich gegen gleichstarke Gegner spielen zu können. Gruss Klaus | |
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